Mit Ruth reise ich vom 25. Dezember 17 bis zum 30. März 18 durch Australien. Wir starten mit einem Camper in Sydney und kehren wieder dorthin zurück.
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- Kategorie: Winterreise 17 / 18 - 3. Etappe: Australia 17 / 18
Woolgoolga ist die australische Stadt mit der grössten Sikh-Gemeinschaft. Diese indischen Einwanderer kamen bereits Ende des 19. Jhdt. in diese Gegend. Heute gehört den fleissigen Indern hier der grösste Teil der Bananenplantagen.

Schon am frühen Morgen schien die Sonne von einem fast wolkenlosen Himmel und die Temperatur von 25° machte Lust auf einen Badetag. Wir machten uns deshalb heute nochmals einen faulen Tag am Strand. Lange Spaziergänge entlang der Wasserlinie sowie ein paar Badeausflüge ins Wasser wechselten sich ab. Der Strand ist praktisch menschenleer und sehr sauber.

In der Stadt gibt es zwei Sikh-Tempel, beide mit einer speziellen Architektur. Etwa 15% der Einwohner der Stadt sind Sikh, die Männer tragen die typisch roten Turbane.

Die Sikh-Tempel heissen Gurdwara, hier wird Nahrung sowohl für den Geist als auch für den Körper angeboten. Ich kenne die Religion nicht, das Angebot mit dem Essen für den Körper fasziniert mich aber. Wir zogen es heute aber dennoch vor, unser Essen selber zu kaufen und genossen 500 gr einheimische Crevetten.

Der zweite Tempel wird zur Zeit gerade renoviert und ist gesperrt. Die goldenen Kuppeln leuchten schon wieder wie neu.
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In vielen Städten in New South Wales ist es Vorschrift, die Autos rückwärts in einem 45°-Winkel zu parkieren.

Das Einkaufen ist sicher einfacher, da sich die Beute so besser in den Kofferraum einladen lässt. Das Wegfahren nach dem Einkauf ist ebenfalls viel einfacher. Andererseits sieht eine solche Strasse für meine Augen seltsam aus. Und nicht alle Fahrer beherrschen die Technik.

Als ich dann aber diese Frau einparken sah, machte ich mir meine Gedanken. Sie suchte sich wohlweislich einen Parkplatz ausserhalb des Zentrums, sie war offenbar noch am Üben.

Ebenfalls seltsam ist dieses Schild: Fussgänger müssen hier den Fahrzeugen den Vortritt lassen.

Es gibt jedoch rote Fussgängerstreifen mit einem gelben Schild davor. Hier haben Fussgänger Vortritt vor den Autos. Eine seltsame Regelung.

Wir sind nun in Woolgoolga, etwa 40 km nördlich von Coffs Harbour und knapp 600 km nördlich von Sydney. Wie überall an der Pazifikküste gibt es hier zur richtigen Jahreszeit viele Wale, welche von der Antarktis in den Norden Australiens ziehen. Offenbar werden immer wieder Wale von Booten verletzt, dieser „Blade Runner“ genannte Wal hatte grosses Glück im Unglück. Eine Schiffsschraube verletzte ihn am Rücken und an der Schwanzflosse. Er überlebte die Verletzung und kehrt immer noch jedes Jahr hierhin zurück. Heute dürfen sich Boote den Walen nur noch bis auf maximal 100 oder 300 m nähern. Mütter mit Kälbern brauchen 300 m Abstand, allein reisenden Tieren darf ein Schiff sich bis auf 100 m nähern.

Das heutige schöne Wetter liess die Strände wieder im besten Licht erscheinen. Wir entschlossen uns deshalb, schon am früheren Nachmittag einen Campground zu suchen und dann noch im Pazifik zu baden. Das Wasser war mit 23° zwar nicht überaus warm, doch immer noch angenehm.

Direkt vor unserem Campground lief am 8. März 1893 die Buster, ein 39 m langes Schiff, auf Grund und was übrig blieb, verrottet nun langsam. In einigen Jahren wird davon wohl nichts mehr zu sehen sein. Das Schiff sollte Holz laden, bei einem Sturm riss jedoch die Ankerkette, worauf das Schiff ins Meer abdriftete und schliesslich am Ufer auflief. Es kamen glücklicherweise keine Menschen zu Schaden.
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1901 wurde bei Cape Byron der Leuchtturm gebaut, er markiert den östlichsten Punkt des australischen Festlandes. Und für uns markierte er heute den östlichsten Punkt unserer diesjährigen Reise. Selbstverständlich muss jede und jeder Australienreisender diesen Punkt besichtigen, auch wenn, wie heute, das Wetter nicht mitspielen will. Die Temperatur lag nur bei knapp über 20° und ab und zu beschlug ein feiner Sprühregen die Brille.

Die Strände bei Byron Bay bieten sehr gute Surf-Gelegenheiten, auf der südlichen Seite waren heute keine Surfer unterwegs, im Norden waren die Strände aber gut besucht.

In Australien muss alles gross sein: Etwas südlich von Byron Bay gibt es den „Big Prawn“, die grosse Crevette. Sie steht vor einem Handwerker-Markt und macht Werbung für wer weiss was?
Im Laufe des Nachmittags besserte sich das Wetter, die Sonne zeigte sich am Himmel und der Sprühregen hörte auf.

Nicht ganz so gross, dafür nicht aus Kunststoff ist diese Agame, welche sich hier an die Farbe des Steins angepasst hat. Mit dieser Tarnung ist sie auch für einen Raubvogel nur schwer zu entdecken.
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Der Fluss, der sich bei unserem gestrigen Campground in den Pazifik entleert, heisst Tweed River. Entlang des Flusses führt eine Rundstrecke durch sein fruchtbares Tal. Es ist ein Teil einer Caldera eines Vulkanes, der vor 25 Millionen Jahren ausbrach.

Die Hauptstadt der Gegend heisst Murwillumbah, ein kleines Nest mit etwas mehr als 10’000 Einwohnern. Das Imperial Hotel hat eine etwas ausgefallene Farbgebung. Zur Zeit steht es zum Verkauf, doch eine Bäckerei mit einem Kaffee ist immer noch geöffnet.

Eines der imposantesten Gebäude ist die Credit Union, die lokale Bank. Das Haus strahlt eine gewisse Seriosität aus. Am heutigen Samstag war sie geschlossen.
Anschliessend an den Stadtbummel machten wir uns auf den Weg in die Berge, hinauf zum Kraterrand und von dort wieder über die Grenze nach Queensland, da der Wasserfall, den wir besuchen wollten, in jenem Bundesland lag.

Die letzte Ortschaft vor der Grenze heisst Chillingham, wo wir im lokalen Geschäft noch einige Einkäufe tätigten. Das Lädeli besteht seit 1922 und ist somit für australische Verhältnisse schon sehr alt. Zur Zeit steht es zum Verkauf.

Eine mir unbekannte Frucht war hier im Angebot: Sie wird Buddha’s Hand genannt, es handelt sich um eine Zitronenart, welche sehr seltsame Formen annimmt.

Direkt nach der Grenze zwischen New South Wales und Queensland warnt ein Schild vor der privaten Hasenzucht: Maximal droht eine Busse von 63’000 AUD, etwa 48’000 CHF. Da wird wohl kein Vater den Bitten seiner Kiddies nach einem Bunny erliegen.

Der Wasserfall ist zwar nicht sehr hoch, doch umso interessanter. Einerseits liegt er in einem Regenwald, wo noch Bäume aus lange vergangenen Zeiten wachsen. Die Hope Pines stammen aus der Zeit von vor 180 Mio. Jahren, sie haben in diesen Wäldern überlebt. Das Wasser hat hier ein Loch in den Fels gebohrt, so dass der Eindruck entsteht, der Wasserfall versinke im Boden.

Ein Pfad führt ganz nach unten ans Ende des Wasserfalls, hier zeigt sich das Wasser, wie es in die Höhle fällt.

Auf dem Weg durch den Regenwald gab es viele grosse Farne, welche in den Bäumen wuchsen. Mich faszinieren diese grossen Pflanzen immer wieder, sie scheinen ohne viel Nahrung auszukommen.
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Das Zentrum der Gold Coast im Südwesten von Queensland nennt sich Surfers Paradise. Heute unser erster Halt und guter Zwischenstopp für einen Spaziergang durch die Stadt. Die Gegend ist bei vielen Australiern als Badeferien-Ziel beliebt.

Apartmenthäuser sowie grosse Hotels sorgen hier für eine spezielle Atmosphäre. Teilweise verfügen die Hochhäuser über 60 und mehr Stockwerke, die Gebäude bestehen aus Stahl und Glas. Nicht meine Vorstellung von einem paradiesischen Urlaub.

Wie auch in europäischen Feriendestinationen gibt es viele Souvenirshops und Fastfood-Restaurants. Daneben Nachtclubs, Bars und auch einige zwielichtige Etablissements. Dieses T-Shirts hätte ich mir beinahe gekauft, doch mag ich mich nicht mit ärmellosen Kleidungsstücken in der Öffentlichkeit zeigen. Und nur mit einem neuen T-Shirt ist noch nichts gewonnen.

Der Strand tut seinem Namen alle Ehre: Surfers Paradise. Feinster Sand mit blauem Wasser und einigen schönen Wellen. Heute war der Wind am Meer aber so stark, dass kaum Badende im Wasser waren, dies obwohl die Rettungsschwimmer bereit standen.

Ein Ibis erhoffte sich einige abfallende Brocken von Restaurant-Gästen, er liess sich auch von mir nicht von seinem Standort vertreiben und stand mir bereitwillig länger Modell.

Wir verliessen nach dem Mittag die Gold Coast und fuhren einige Kilometer südlich, wo die schönen Strände ihre Fortsetzung fanden. Von hier aus sind die Hochhäuser in Surfers Paradise nur noch kleine Flecken in der Ferne.

Als wir an den Strand gingen, liessen wir unsere Sandalen beim Treppenabgang stehen. Ruth wollte ihre Hawaianas nicht in den Sand stellen und benutzte stattdessen meine grossen Latschen als Unterlage. Na so was!

Unser Campground liegt schon in einem neuen Bundesstaat, wir verliessen Queensland wenige Kilometer vor dem Ziel und sind nun wieder in New South Wales, dem Bundesstaat, dessen Hauptstadt Sydney ist. Die Strände sind hier nicht viel anders als jene weiter nördlich. Das Wasser wird aber schon merklich kühler.

Die starken Winde vertrieben zwar die Wolken, doch sorgten sie gleichzeitig für eine grosse Brandung. Weisse Gischt schmückt die Wellen und sorgt für interessante Bilder.
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In einem nordwestlichen Stadtteil von Brisbane liegt ein schöner Lookout auf dem Mount Coot-Tha. Von hier aus hat man einen guten Überblick über die Stadt. Brisbane selber liegt nicht direkt am Meer, die Mündung des Brisbane-Rivers ist noch gute 20 km entfernt. Die Hochhäuser der Innenstadt ragen aus dem endlosen Häusermeer heraus.

In einem Reiseführer las ich, dass im Südosten von Brisbane ein kleiner Naturpark einige Koalas beherbergt. Da dieser Park ohnehin mehr oder weniger auf unserem Weg lag, wollten wir uns die Koalas nicht entgehen lassen. Der Wald ist eine Mischung von verschiedenen Baumarten, neben vielen Eukalyptus-Arten gab es noch viele andere Bäume, welche mir völlig unbekannt waren.

Bei einem Baum wuchs ein hübscher Pilz nahe beim Stamm. Ob er wohl essbar ist? Ich würde es nicht testen wollen. Als Dekoration auf einem Steinpilzrisotto könnte ich ihn mir jedoch gut vorstellen.

Ein abgebrochener Ast wird bereits von anderen Pilzen verdaut. Die gift-gelbe Farbe soll wohl mögliche Fressfeine abhalten?

Die Rinde eines Eukalyptus war von feinen Linien überzogen. Die Baumart heisst den auch Scribbly Gum. Gum steht in Australien für Eukalyptus. Offenbar ist diese Baumsorte der beliebteste Futterbaum der Koalas. Heute hatten die wohl alle keinen Hunger oder gerade einen Heimausflug. Auf jeden Fall mussten wir ungesehener Dinge abziehen.

Die Nacht verbringen wir an der Goldcoast, einem der beliebtesten Urlaubsgebiete Australiens. Endlose Sandstrände sind von Hotelburgen und Appartment-Häusern von der Strasse abgeschirmt. Wir hatten nach unserer Ankunft gerade noch genügend Zeit für einen kurzen Strand-Spaziergang.
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