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- Kategorie: Winterreise 17 / 18 - 3. Etappe: Australia 17 / 18
Besuch bei einem Wasserfall im Regenwald
Der Fluss, der sich bei unserem gestrigen Campground in den Pazifik entleert, heisst Tweed River. Entlang des Flusses führt eine Rundstrecke durch sein fruchtbares Tal. Es ist ein Teil einer Caldera eines Vulkanes, der vor 25 Millionen Jahren ausbrach.

Die Hauptstadt der Gegend heisst Murwillumbah, ein kleines Nest mit etwas mehr als 10’000 Einwohnern. Das Imperial Hotel hat eine etwas ausgefallene Farbgebung. Zur Zeit steht es zum Verkauf, doch eine Bäckerei mit einem Kaffee ist immer noch geöffnet.

Eines der imposantesten Gebäude ist die Credit Union, die lokale Bank. Das Haus strahlt eine gewisse Seriosität aus. Am heutigen Samstag war sie geschlossen.
Anschliessend an den Stadtbummel machten wir uns auf den Weg in die Berge, hinauf zum Kraterrand und von dort wieder über die Grenze nach Queensland, da der Wasserfall, den wir besuchen wollten, in jenem Bundesland lag.

Die letzte Ortschaft vor der Grenze heisst Chillingham, wo wir im lokalen Geschäft noch einige Einkäufe tätigten. Das Lädeli besteht seit 1922 und ist somit für australische Verhältnisse schon sehr alt. Zur Zeit steht es zum Verkauf.

Eine mir unbekannte Frucht war hier im Angebot: Sie wird Buddha’s Hand genannt, es handelt sich um eine Zitronenart, welche sehr seltsame Formen annimmt.

Direkt nach der Grenze zwischen New South Wales und Queensland warnt ein Schild vor der privaten Hasenzucht: Maximal droht eine Busse von 63’000 AUD, etwa 48’000 CHF. Da wird wohl kein Vater den Bitten seiner Kiddies nach einem Bunny erliegen.

Der Wasserfall ist zwar nicht sehr hoch, doch umso interessanter. Einerseits liegt er in einem Regenwald, wo noch Bäume aus lange vergangenen Zeiten wachsen. Die Hope Pines stammen aus der Zeit von vor 180 Mio. Jahren, sie haben in diesen Wäldern überlebt. Das Wasser hat hier ein Loch in den Fels gebohrt, so dass der Eindruck entsteht, der Wasserfall versinke im Boden.

Ein Pfad führt ganz nach unten ans Ende des Wasserfalls, hier zeigt sich das Wasser, wie es in die Höhle fällt.

Auf dem Weg durch den Regenwald gab es viele grosse Farne, welche in den Bäumen wuchsen. Mich faszinieren diese grossen Pflanzen immer wieder, sie scheinen ohne viel Nahrung auszukommen.
