Mit Ruth reise ich vom 25. Dezember 17 bis zum 30. März 18 durch Australien. Wir starten mit einem Camper in Sydney und kehren wieder dorthin zurück.
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- Kategorie: Winterreise 17 / 18 - 3. Etappe: Australia 17 / 18

Am heutigen ersten Tag des neuen Jahres besichtigten wir den Uluru aus der Nähe. Von einem Parkplatz aus gibt es einige Wanderwege, welche entlang der Basis zu ein paar interessanten Stellen führen. Aus der Nähe gesehen zeigt der Berg ganz andere Seiten, als dies aus der Ferne zu erahnen ist. An dieser Stelle ist gut zu sehen, dass der Berg aus Sandstein besteht, der im Laufe von hunderten von Millionen Jahren am Grund eines Meeres abgelagert und vor etwa 300 Millionen Jahre um 90° gedreht wurde. Die einzelnen Schichten stehen nun senkrecht!

Die schwarzen Bänder auf dem Stein sind Algen, welche sich hier bilden, wenn das Wasser vom Berg herunter rinnt. Bei Regenfällen kommen hier ganze Wasserfälle vom Berg.

Am Fuss des Uluru bilden sich grössere und kleinere Tümpel, welche allerhand Leben beherbergen. In diesem untiefen Wässerchen lebten einige Qualquapen, welche sich bald schon in grössere Frösche verwandeln werden.

Als wir an dieser Stelle vorbei gingen, hatten wir ein mulmiges Gefühl: Der Berg drohte, uns lebendigen Leibes zu verschlingen! Glücklicherweise geschah aber nichts, andere Touristen waren offenbar willkommener.

An sehr vielen Stellen rinnt Wasser vom Berg und lässt in den Spalten immer wieder Pflanzen überleben. Der Stein wird unter der glühenden Sonne sehr heiss, trotzdem finden Pflanzen hier immer eine Nische für ein kärgliches Leben.

Ein dünnes Bächlein hat im Laufe von vielen, vielen Jahren an dieser Stelle eine Rinne aus dem Stein geschliffen, durch welche es einen grösseren Pool am Fuss des Berges speist. Steter Tropfen höhlt auch hier den Stein!

Unter einem Felsvorsprung fanden sich im Laufe vieler Jahre lokale Aborigines ein, welche hier noch bis von wenigen Jahrzehnten ihren Kindern die Geschichten ihres Volkes weiter gaben. Dazu nutzten sie Zeichnungen an den Felswänden, welche noch gut zu sehen sind.

An einer anderen Wand sind nochmals viele Symbole zu sehen, deren Bedeutung sich mir nicht erschliesst. Die konzentrischen Kreise trifft man auf vielen Bildern der indigenen Künstler an, welche hier in den Souvenir-Geschäften verkauft werden. Auch die anderen abstrakten Figuren wie der gelbe Wedel sind oft zu sehen.
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Eigentlich sollten wir heute um 10:15 von Sydney nach Yulara im Zentrum von Australien fliegen. Bereits um 7 Uhr waren wir beim Frühstück und machten uns anschliessend auf den Weg zum Flughafen. Ein Grieche, der seit 54 Jahren in Sydney lebt, chauffierte uns für Uber zum Airport und unterhielt uns mit spannenden Geschichten über Australien und Sydney im Besonderen. Er nannte immer wieder Orte, wo früher Industrieunternehmen oder andere Anlagen standen. Heute wird hier fast überall gewohnt.
Nach dem Checkin stellten wir fest, dass unser Flug etwa 90 Minuten Verspätung hatte und wir deshalb viel zu früh am Flughafen waren. Schliesslich hoben wir aber doch noch ab und nach etwas mehr als drei Stunden landeten wir schliesslich in Yulara.

Ein Ziel unseres Ausfluges ins Zentrum Australiens ist unter anderem der grosse rote Brocken, der hier aus der Ebene ragt. Trotz der recht schmutzigen Scheiben des Airbus zeigt sich der Uluru oder wie er früher hiess, der Ayers Rock, wohl das bekannteste Wahrzeichen Australiens.

Schon wesentlich bekannter ist diese Ansicht: Wir fuhren noch am späteren Nachmittag in den Park, da wir den Uluru im spätnachmittäglichen Sonnenlicht sehen wollten. Während des Tages ist er zwar imposant, doch die untergehende Sonne färbt ihn erst richtig rot. Das gelbe Gras in der Ebene kontrastiert wunderbar mit dem roten Stein.

An der Seite des grossen Steines gibt es immer wieder interessante Formationen, so wie hier ein eigentliches Tal.

Wind- und Wassererosion haben den Stein im Laufe der Jahrtausende geformt und schöne Formationen hinterlassen. Im warmen Licht des späteren Nachmittags sahen viele Stellen sehr spannend aus. Teile, welche schon im Schatten lagen, waren nicht mehr zu fotografieren. Wir sind noch einige Tage in der Gegend, es werden sich noch mehr gute Gelegenheiten für interessante Bilder ergeben.
Den eigentlichen Sonnenuntergang erlebten wir heute nicht, die Sonne ging für die letzten paar Minuten hinter einer Wolke unter. Trotzdem sorgte der Uluru für einen schönen Schlusspunkt hinter vielen interessanten Reisen und sonstigen Erlebnissen des Jahres 2017.
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Den gestrigen Morgen verbrachten wir noch in Bangkok. Wir hatten noch genügend Zeit, den Tempel der Morgenröte, das Wat Arun, anzusehen. Dieser liegt von unserem Hotel aus gesehen auf der anderen Seite des grossen Flusses, welcher Bangkok durchschneidet.

Diese Figürchen sind in Thailand sehr beliebt, bei vielen Tempeln und auch anderen Gebäuden stehen sie im Garten und bringen mich immer wieder zum Schmunzeln. Die lachenden Weiber und auch die lachenden Schweinchen sollen wohl Glück bringen.

Bei unserem letzten Besuch hier war der Haupt-Chedi des Wat Arun noch eingerüstet, nun sind die Renovations-Arbeiten abgeschlossen und der Tempel würde bei schönem Wetter wieder voll erstrahlen. Leider war uns die Sonne diesmal nicht sehr gesonnen.

Vergoldete Buddha-Figuren gehören auch hier zur Grundausstattung der Anlage. Die vielen kleinen Figürchen am Fries sind hier nicht aus Gold, sondern aus Keramik.
Nach dem Mittag machten wir uns auf den Weg zum Flughafen, wo das Einchecken problemlos verlief. Pass- und Sicherheitskontrolle sind für Business Passagiere separat und gehen sehr schnell von statten. Die Fahrt vom Stadtzentrum hingegen war sehr mühsam. Viele Thais machten sich schon für das lange Wochenende auf den Weg zu ihren Heimatdörfern im Norden des Landes. Das übliche Verkehrschaos vervielfachte sich dadurch noch massiv.

Nach dem Einchecken am Flughafen führt der Weg wie üblich durch ein gigantisches Zollfrei-Geschäft, wo alles mögliche feilgeboten wird. So auch Zigaretten. Die Werbung für die Glimmstengel ist jedoch sehr klein im Vergleich zu den Warnungen vor Gesundheitsschäden durch das Rauchen. Ganz verschämt wird darauf hingewiesen, dass in diesem Laden Glimmstengel verkauft werden.Ob wohl überhaupt irgend ein Raucher die Warnungen ernst nimmt?

Wir sollten um 17:50 einsteigen, diese Aktion verzögerte sich allerdings um eine halbe Stunde. Doch wir sollten die Zeit während des Flugs locker wieder herein holen. Auf jeden Fall landeten wir nach knapp neun Stunden ruhigen Fluges am Zielort.

Ein neuer Kontinent erwartete uns. Da Ruth noch nie in Australien war, wollte ich ihr Sydney auf dem für mich schönsten Weg nahe bringen. Wir fuhren mit einem Taxi nach Manly, einer kleinen Stadt nördlich von Sydney. Von dort aus gibt es eine Fähre, welche zuerst entlang der Küste schippert und dann um eine Landzunge ins Hafenbecken biegt. Spätestens dann bietet sich ein grossartiger Blick auf die Stadt und die beiden berühmten Wahrzeichen, das Opernhaus sowie die Harbour-Bridge.

Das Opernhaus wurde schon millionenfach fotografiert, auch in meinem Fundus gibt es unzählige Aufnahmen. Trotzdem musste ich auch heute wieder auf den Auslöser drücken, zu schön ist das Bauwert mit der Innenstadt im Hintergrund. Ein grösseres Kreuzfahrtschiff legte gerade im Hafen an. Dementsprechend viele Passagiere machten heute die Stadt unsicher. Vorallem die Amis an Bord stürmten die Souvenir-Geschäfte rund um den Hafen.

Ein weiteres berühmtes Gebäude ist die City-Hall, ein Bau aus dem späten 18. Jhdt. Heute tagt hier das Stadt-Parlament und der Bürgermeister hat hier seinen Sitz. Ganz Sydney ist eine interessante Mischung aus Gebäuden aus dem vorletzten Jahrhundert und modernen Glas- und Stahlbauten.

Die letzten Resten der diesjährigen Weihnachten sind noch nicht weggeräumt und schon beginnen in der ganzen Stadt die Vorbereitungen für das diesjährige Neujahrsfest. Wir werden dieses nicht hier erleben, wir werden in der Mitte des Kontinentes, in Yulara beim Uluru, sein. Ruhiger und mit viel weniger Leuten, ganz nach unserem Geschmack.

Am Nachmittag waren wir nochmals in der Stadt unterwegs und neben vielem anderen Sightseeing wanderten wir über die Harbour-Bridge. Von der Brücke aus ergeben sich immer wieder interessante Blicke auf die Stadt, selbstverständlich auch auf das berühmte Opernhaus. Die vielen Vergnügungsbote im Hafenbecken zeichneten gerade ein interessantes Muster auf das Wasser.
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Auf der ersten Etappe der gemeinsamen Reise nach Australien war Bangkok heute unser erstes Ziel. Wir flogen bereits kurz nach 07 Uhr von Zürich in Richtung Rom weg, wo wir das Flugzeug wechseln sollten.
Um etwa 05:15 bestellte ich einen Uber, der nach 12 Minuten bei uns war und auf nahezu leeren Strassen in knapp 20 Minuten zum Flughafen brauste. Rechtzeitig in Rom angekommen, hatten wir genügend Zeit für ein ausgiebiges Frühstück in der Lounge, bevor unsere Maschine zum Einsteigen bereit war.

Für mich bot sich wieder einmal ein direkter Vergleich zwischen der in ihrer Eigensicht besten Airline der Welt und einer anderen meiner favorisierten Airlines. Vor einigen Tagen flog ich in der Business der Swiss von Johannesburg nach Zürich, heute nun in jener der Thai von Rom nach Bangkok. Schon die beiden Lounges waren sehr unterschiedlich, in Johannesburg eine eher bescheidene Auswahl an Speisen und Getränken, in Rom ein vielfältiges Frühstücksbüffet mit frischem Espresso und Cappuccino, Joghurt und Früchten sowie unterschiedlichen Broten. Die Sitze im Airbus A340 der Swiss wirkten etwas veraltet, eng und nicht sehr bequem. Im Airbus A350-900 der Thai, der zugegebenermassen neuer ist, waren diese sehr bequem.
Dann zum Essen im Flugzeug: Diesem Vergleich kann Swiss überhaupt nicht standhalten. Dort ein kleines Vorspeisen-Plättli mit etwas Salat und kaltem Fleisch, hier ein feines Thai-Gericht mit genau der richtigen Schärfe. Der Swiss-Hauptgang ein verkochter Teigwaren-Auflauf, bei Thai ein Green Curry mit Rindfleischstreifen. Die Desserts habe ich bei beiden nicht getestet.
Fazit: wenn ich nicht nur schon wegen der absurden Preisunterschiede bei Thai - Thai etwa halb so teuer wie Swiss - gebucht hätte, wäre die Qualität des Erlebnisses auf jeden Fall ein zwingender Grund. Da kann auch der Vorteil des Direktflugs nicht den Ausgleich schaffen.
Nun freuen wir uns auf unsere beiden Tage in Bangkok mit feinem Thai-Essen.
Das Wetter war heute in Bangkok nicht sehr gut. Trotzdem machten wir uns auf den Weg zum Gemüse- und Blumenmarkt, der etwas flussaufwärts von unserem Hotel liegt.

Wie überall in Thailand werden hier viele Blumen angeboten, oft auch nur die abgezupften Blüten, welche für die Blumen-Arrangements in den Tempeln verwendet werden. Orange und Gelb sind dabei die überwiegenden Farben. Einige der Blüten auf dem Markt stammten nicht von echten Pflanzen ab, sondern waren aus billigem Papier.

Als Vorfreude auf das heutige und morgige Essen in Bangkok sahen wir Säcke von Chili-Schoten, deren Anblick allen schon den Schweiss auf die Stirne treibt. Ich liebe das Essen in dieser Stadt und das damit verbundene Prickeln auf der Zunge!

Etwas grössere Chilis, die nicht ganz so scharf sind, wurden zusammen mit kleinen Tomaten verkauft. Ein Thai-Essen ohne die Schoten ist nicht vorstellbar.

Nicht nur scharfe Sachen sind im Angebot, auch Stringbeans, Bambusschoten, eine Art Rettich sowie ein Gurken-ähnliches Gemüse liegt in grossen Haufen in der Auslage.

Neben Gemüsen und Gewürzen braucht es in Thailand auch immer viele Blumen, welche sämtliche Tische in den Restaurants und alle Hotelzimmer schmücken.

Den späteren Nachmittag nutzte ich für einen schnellen Coiffeur-Besuch. Eigentlich wollte ich dies noch in der Schweiz erledigen, es reichte jedoch nicht mehr. Doch auch die nette Thai-Dame kamm mit meinem Resthaar gut zurecht und so ist nun meine Frisur Australien-gerecht!
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