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- Kategorie: Sri Lanka 26
Von Nuwara Eliya an die Küste bei Tissamaharama oder kurz Tissa
Unser gestriger Fahrer traf wie abgemacht kurz vor 10 Uhr bei unserem Hotel ein und wir fuhren los. Er fuhr von seinem Haus schon um 6 Uhr los! Wenn ich ihn gestern nicht nochmals gefragt hätte, hätte ich ein schlechtes Gewissen gehabt.

Die Engländer legten zu ihrer Zeit bei Nuwara Eliya einen künstlichen See an, der heute den Einheimischen zum Boot- und Kanufahren, sowie zum Fischen dient. Auf der gegenüberliegenden Seite wurde auch hier Tee angebaut.

Ein Teil dieses Hauses wurde bei den grossen Unwettern weggerissen, die Bewohner wurden im Schlaf überrascht und überlebten wie viele andere leider nicht.

Unterwegs bemerkte ich an der Strasse einige Jackfruit-Bäume. Die grossen Bomber gehören zu meinen Lieblingsfrüchten in Asien.

Einen ersten Stopp legten wir bei der 9-Arches-Bridge ein. Diese befuhren wir bei unserer gestrigen Bahnfahrt nicht, sie steht einige km nach Ella, unserem Zielort. Wenn gerade keine Züge durchfahren, dient die Brücke den Touristen als Plattform für Selfies.

Die schlanken, hohen Palmen tragen die Betelnüsse, welche von vielen Einheimischen als Rauschmittel genutzt werden. Ich schrieb anlässlich eines Marktbesuchs in Sigiriya davon.

Ich erwähnte damals, dass die Konsumenten den übermässigen Speichel, der sich beim Kauen bildet, häufig ausspucken. Oft sind die Strassen deshalb mit solchen braun-roten Flecken übersät.

Sobald an einer Stelle Touristen zugange sind, gibt es auch Affen. Diese Siamesischen Hutaffen warten auf Süssigkeiten oder andere Nahrungsmittel, welche ihnen die Besucher überlassen.

Der Grund für die Anwesenheit der Touristen ist dieser Wasserfall, welcher gleich neben der Strasse in die Tiefe rauscht.

Auch wenn dieser Chef-Affe noch so bemitleidenswert schaute, bekam er nichts.

Mehr Glück hatte dieses Jungtier. Vermutlich wegen der akkurat gezogenen Mittelscheitel fiel etwas ab. So ganz scheint das Glück aber noch nicht angekommen zu sein.

Nach gut drei Stunden Fahrt waren wir im Tiefland angekommen. Es gab wieder Reis, dieses Feld ist bald erntereif und wird wohl in Kürze an die Reihe kommen.
Der Hauptgrund für den Abstecher in die Region von Tissa war der Yala-Nationalpark, den ich schon früher besucht hatte. Hier gab es damals viele interessante Tiere zu sehen, darunter auch Elefanten.

Dieser Bulle befindet sich noch ausserhalb der Parkgrenzen und bettelt hier um Esswaren. Viele Touristen und auch Einheimische verfüttern den Dickhäutern Bananen und Süssigkeiten. Doof.

Als wir vorbeifahren wollten, kam er ganz nahe an unseren Jeep, blieb aber friedlich. Gefüttert wurde er aber nicht, da half auch das Flattern mit den Ohren nichts.

Im Park gab es unterschiedliche Tiere: Unter anderen auch diese Axishirsche, welche in Indien, Nepal und Sri Lanka vorkommen. Hübsche kleine Tiere, welche in diesem Park nicht scheu sind, da hier viele Jeeps unterwegs sind.

Ein Bock setzte gerade zum Sprung an, doch mit meinen Handys konnte ich das im Bild leider nicht festhalten.

Was ist das wohl für ein Tier? Sieht nach einem Elefanten aus, doch die vielen Beine?

Bald klärte sich das Rätsel: Eine Elefantenkuh zog mit ihrer Tochter gemeinsam umher.

Später näherte sich die Mutter unserem Jeep, genau im richtigen Zeitpunkt, damit ich ihre hübschen Rüscheli-Ohren im besten Licht fotografieren konnte.

Auch Wasserbüffel gab es im Park.

Ein Teil des Parks wurde unter Wasser gesetzt, der Stausee dient als Wasserreserve für die Trockenzeit. Die Bäume starben ab und geben immerhin noch ein nettes Bild.

Den Abschluss unserer Visite im Park machte ein Pfau. Diese grossen Vögel leben im Park. Leider sahen wir keinen einzigen, der gerade das Rad schlug.
Am kommenden Tag fahren wir von hier in Richtung Westen nach Mirissa an der Südküste. Die dortige Küste soll sehr schön sein und wir wollen allenfalls etwas im Meer baden. Den UBER werde ich nach dem Frühstück bestellen.