Im Januar 26 reisen Ruth und ich in Sri Lanka, wir legen in Colombo los und besuchen während 3 Wochen einige der Sehenswürdigkeiten der Insel.
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Den Abschluss der diesjährigen Reise durch Sri Lanka machten wir im Galle Face Hotel, wo wir schon zu Beginn unserer Reise nächtigten. Wir besuchten noch einmal die Stadt und sahen uns noch einige der Sehenswürdigkeiten an.

Das Hotel liegt südlich am Galle Green, einer grossen Grünfläche direkt am Meer, wo an Sonn- und Feiertagen viele Einheimische promenieren.

Das Hotel wurde 1864 erbaut und ist somit eines der ältesten Hotels der Welt. Stolz wird auf einer Plakette auf diese Tatsache hingewiesen und es werden einige Ereignisse der Weltgeschichte erwähnt. Die USA haben drei Jahre später, 1867, Alaska den Russen abgekauft. Erst 1910 wurde das berühmte Raffles Hotel in Singapur eröffnet. Mir gefällt die Lage und auch der Charme des Hotels. Ich würde jederzeit wieder hier absteigen.

In einem künstlich angelegten See wurde vor einigen Jahren ein recht moderner, buddhistischer Tempel angelegt, den wir besuchten. Vor uns war schon Buddha hier, er hinterliess auf dieser Steinplatte seinen Fussabdruck, der verehrt wird.

Einen hübschen Kontrast bilden diese goldenen Buddhafiguren vor der modernen Skyline Colombos.

Am Sonntag war es in der Stadt einigermassen ruhig, viele Ladenlokale waren geschlossen und auch der Verkehr war viel weniger stressig.

Am 4. Februar ist der Nationalfeiertag, der Tag der Unabhängigkeit. Diese jungen Damen in Militäruniformen bereiteten sich auf die Paraden vor. An sich wäre das Fotografieren von Militärpersonen verboten, bei so hübschen Soldätlis wäre das aber sicher erlaubt. Ich habe aber auch niemanden gefragt.

Der Amtssitz des Bürgermeisters wirkt recht imposant.

Sri Lanka nahm an der Seite der Alliierten am Zweiten Weltkrieg teil. Dieses Denkmal erinnert an die damals gefallenen Soldaten im Krieg gegen den Faschismus.

Den Schlusspunkt unter unsere Reise auf Sri Lanka machte die Sonne, die kurz vor dem Untergang stand. Sie begleitete uns auf der ganzen Reise mit ganz wenigen Ausnahmen. Länger anhaltende Regenfälle gab es keine.
Morgen fahren wir am späteren Nachmittag in die Nähe des internationalen Flughafens, wo ich uns für eine Nacht ein Hotel buchte. Unser Flug nach Bangkok soll um 07:30 abheben und die Fahrt vom Galle Face Hotel zum Flughafen dauert eine knappe Stunde. Da müssten wir schon spätestens um 04:30 losbrausen.
Ganz zum Schluss noch ein Bild aus Orselina: Meine Webcam zeigt dieses Bild:

Noch Fragen weshalb ich südliche Gefilde vorziehe?
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Anschliessend an unsere Safari im Yala Nationalpark machten wir uns auf den Rückweg nach Colombo. Wir wollten dabei noch die Strände der Südküste sowie die wichtige Stadt Galle im Südosten besuchen. Die Strände der Westküste südlich von Colombo standen ebenfalls noch auf dem Programm.

Auf dem Weg zu unserem ersten Stopp in Mirissa unterbrachen wir die Fahrt zu einem Besuch beim Dewundara Lighthouse, dem Leuchtturm, welcher den südlichsten Punkt der Insel markiert. 7’382 km südlich liegt dann die Antarktis. Dazwischen ist nichts als Wasser. Und erst noch viel davon. Diesen Leuchtturm bauten die Engländer, und ich las, dass die verwendeten Steine aus Schottland importiert wurden. Wahr? Zuzutrauen wäre dies den Engländern auf jeden Fall.

Die Strände rund um Mirissa gelten als mit die Schönsten in Sri Lanka. Der Wellengang lockt viele Surfer an, welche hier ihrem Hobby frönen. Zum Baden sind die Strände für mich eher ungeeignet.

Am Meer gab es viele Restaurants, die feines Essen servierten. Mit den Füssen im warmen Sand ass es sich hervorragend. Nicht nur wir, auch viele andere Gäste genossen das Essen.

Am nächsten Tag besuchten wir eine Zimtfarm in der Nähe von Mirissa. Von diesen Zimtsträuchern werden die dickeren Äste alle drei Jahre geschnitten und dann verarbeitet.

Aktuell war nicht Erntesaison, lediglich ein Arbeiter zeigte den Prozess des Schälens eines Astes des Zimtstrauchs. In der Regenzeit, wenn die Ernte auf Hochtouren läuft, arbeiten in diesem Raum 12 Mitglieder der Familie gleichzeitig.
Zuerst wird die äusserste Schicht des Astes mit einem Hobel entfernt, dann die unteren Schichten bis hin zum festen Holz mit einem Messer abgeschält.

Die Rindenstücke werden zusammengerollt, in die grösseren Teile werden viele kleinere eingefügt. Schliesslich wird das ganze Paket mit einem Gummifaden zusammengerollt und getrocknet.
Sri Lanka ist je nach Quelle für 80 bis 95% der weltweiten Zimtproduktion verantwortlich. Hier wird Cinnamomum verum angebaut, verbreiteter, und viel billiger, ist Cinnamomum cassia, der in China, Indonesien und Indien angebaut wird. Dieser gilt jedoch als minderwertig.

Ein Felsen im Meer bei Mirissa kann vom Strand aus betreten werden, die Bambus-Treppe hinterliess bei mit aber kein gutes Gefühl, worauf wir vom Besuch absahen.

Die nächste Station unserer Reise war Galle, die grösste Stadt im südlichen Sri Lanka. Sie liegt an der Südwest-Ecke der Insel. Schon die Ägypter, die Römer und Griechen scheinen von der Stadt gewusst und sie ab und zu auch besucht zu haben. Im 16. Jhdt. fielen die Portugiesen hier ein und kolonialisierten die Stadt. 1640 übernahmen die Holländer, um ihrerseits 1796 von den Briten vertrieben zu werden. Die Stadtbefestigung zeugt von allen Kolonisatoren. Der Leuchtturm an der Spitze stammt seinerseits von den Briten.

Auch der Uhrturm stammt von den Briten, Teile des Forts hingegen gehen zurück auf die Portugiesen und Holländer.

Von Galle reisten wir weiter an die Westküste nach Bentota, wo wir ein kleines Hotel buchten. Zwischen unserem Hotel und dem schönen Strand lag die Bahnlinie, welche die ganze Westküste mit Colombo verbindet. Alle paar Stunden fuhr ein Zug vorbei und machte einen Höllenlärm. Unser Zimmer lag glücklicherweise recht weit von der Bahnlinie entfernt, sonst wäre das Schlafen wohl eher schwierig gewesen.

Der Strand wiederum war von sauberem, gelben Sand geprägt. Wir zogen den Pool vor, da der Wellengang recht hoch war.
Von Bentota aus machten wir uns auf den Weg zurück nach Colombo, unserer letzten Station vor der Abreise aus Sri Lanka.
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Unser gestriger Fahrer traf wie abgemacht kurz vor 10 Uhr bei unserem Hotel ein und wir fuhren los. Er fuhr von seinem Haus schon um 6 Uhr los! Wenn ich ihn gestern nicht nochmals gefragt hätte, hätte ich ein schlechtes Gewissen gehabt.

Die Engländer legten zu ihrer Zeit bei Nuwara Eliya einen künstlichen See an, der heute den Einheimischen zum Boot- und Kanufahren, sowie zum Fischen dient. Auf der gegenüberliegenden Seite wurde auch hier Tee angebaut.

Ein Teil dieses Hauses wurde bei den grossen Unwettern weggerissen, die Bewohner wurden im Schlaf überrascht und überlebten wie viele andere leider nicht.

Unterwegs bemerkte ich an der Strasse einige Jackfruit-Bäume. Die grossen Bomber gehören zu meinen Lieblingsfrüchten in Asien.

Einen ersten Stopp legten wir bei der 9-Arches-Bridge ein. Diese befuhren wir bei unserer gestrigen Bahnfahrt nicht, sie steht einige km nach Ella, unserem Zielort. Wenn gerade keine Züge durchfahren, dient die Brücke den Touristen als Plattform für Selfies.

Die schlanken, hohen Palmen tragen die Betelnüsse, welche von vielen Einheimischen als Rauschmittel genutzt werden. Ich schrieb anlässlich eines Marktbesuchs in Sigiriya davon.

Ich erwähnte damals, dass die Konsumenten den übermässigen Speichel, der sich beim Kauen bildet, häufig ausspucken. Oft sind die Strassen deshalb mit solchen braun-roten Flecken übersät.

Sobald an einer Stelle Touristen zugange sind, gibt es auch Affen. Diese Siamesischen Hutaffen warten auf Süssigkeiten oder andere Nahrungsmittel, welche ihnen die Besucher überlassen.

Der Grund für die Anwesenheit der Touristen ist dieser Wasserfall, welcher gleich neben der Strasse in die Tiefe rauscht.

Auch wenn dieser Chef-Affe noch so bemitleidenswert schaute, bekam er nichts.

Mehr Glück hatte dieses Jungtier. Vermutlich wegen der akkurat gezogenen Mittelscheitel fiel etwas ab. So ganz scheint das Glück aber noch nicht angekommen zu sein.

Nach gut drei Stunden Fahrt waren wir im Tiefland angekommen. Es gab wieder Reis, dieses Feld ist bald erntereif und wird wohl in Kürze an die Reihe kommen.
Der Hauptgrund für den Abstecher in die Region von Tissa war der Yala-Nationalpark, den ich schon früher besucht hatte. Hier gab es damals viele interessante Tiere zu sehen, darunter auch Elefanten.

Dieser Bulle befindet sich noch ausserhalb der Parkgrenzen und bettelt hier um Esswaren. Viele Touristen und auch Einheimische verfüttern den Dickhäutern Bananen und Süssigkeiten. Doof.

Als wir vorbeifahren wollten, kam er ganz nahe an unseren Jeep, blieb aber friedlich. Gefüttert wurde er aber nicht, da half auch das Flattern mit den Ohren nichts.

Im Park gab es unterschiedliche Tiere: Unter anderen auch diese Axishirsche, welche in Indien, Nepal und Sri Lanka vorkommen. Hübsche kleine Tiere, welche in diesem Park nicht scheu sind, da hier viele Jeeps unterwegs sind.

Ein Bock setzte gerade zum Sprung an, doch mit meinen Handys konnte ich das im Bild leider nicht festhalten.

Was ist das wohl für ein Tier? Sieht nach einem Elefanten aus, doch die vielen Beine?

Bald klärte sich das Rätsel: Eine Elefantenkuh zog mit ihrer Tochter gemeinsam umher.

Später näherte sich die Mutter unserem Jeep, genau im richtigen Zeitpunkt, damit ich ihre hübschen Rüscheli-Ohren im besten Licht fotografieren konnte.

Auch Wasserbüffel gab es im Park.

Ein Teil des Parks wurde unter Wasser gesetzt, der Stausee dient als Wasserreserve für die Trockenzeit. Die Bäume starben ab und geben immerhin noch ein nettes Bild.

Den Abschluss unserer Visite im Park machte ein Pfau. Diese grossen Vögel leben im Park. Leider sahen wir keinen einzigen, der gerade das Rad schlug.
Am kommenden Tag fahren wir von hier in Richtung Westen nach Mirissa an der Südküste. Die dortige Küste soll sehr schön sein und wir wollen allenfalls etwas im Meer baden. Den UBER werde ich nach dem Frühstück bestellen.
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Ein am Vorabend bestellter Fahrer holte uns im Hotel in Kandy ab und brachte uns zu unserer nächsten Destination. Nuwara Eliya war der bevorzugte Aufenthaltsort der Engländer, da auf knapp 2000 m Höhe das Klima für sie ganz angenehm war. Uns erwarteten 7° am Morgen und knappe 25° am Nachmittag. Das aber bei strahlendem Sonnenschein.

Bereits auf der Hinfahrt über eine kurvige Bergstrasse kamen wir an einigen Stellen vorbei, an denen der starke Sturm vom November 24 zu Erdrutschen führte. Es gab damals in Sri Lanka bis zu 400 Todesfälle. An einigen Stellen war die Strasse nur einspurig befahrbar, da immer noch viel Geröll auf der Fahrbahn lag.

Die Gegend rund um Nuwara Eliya ist bekannt für die Teeplantagen, welche hier ganze Hänge überziehen. Unser Fahrer liess uns bei einer der vielen Teefabriken aussteigen und wir konnten den Prozess der Teeherstellung besichtigen. In dieser Halle werden die frisch gepflückten Blätter auf grossen Rosten getrocknet, indem von unten her warme Luft hineingeblasen wird. Nach wenigen Stunden ist hier die Arbeit erledigt.

Die getrockneten Blätter werden anschliessend in dieser Halle fein gemahlen und ausgesiebt. Von hier aus gehen die getrockneten und gemahlenen Blätter in die Verpackung.

Ein Blick auf eine typische Plantagengegend. Bei den Teebüschen werden jeweils die obersten 3 Blätter pro Zweig gepflückt. Alle paar Wochen können dieselben Stauden wieder abgeerntet werden.

Am Ziel angekommen bemerkte ich diesen Charger; auch auf Sri Lanka hält die Moderne Einzug. Pro Tag sehen wir viele chinesische Elektroautos, vorwiegend von BYD. Aber auch andere Marken sind präsent.

Das ehemalige Postbüro der Stadt ist heute ein Touristenmagnet, viel entsprechender Müll wird hier an die Käuferschaft gebracht.

Die Hauptstrasse durch das Städtchen hat nicht viel Verkehr. Die Buddha-Statue verhindert Unfälle und auch der Polizist auf der Kreuzung trägt zur Sicherheit bei.

Unser Hotel nannte sich Hill Club. Ein veritables englisches Klubhaus mit schweren, dunklen Sesseln in den Gemeinschaftsräumen. Es gab zwei Restaurants im Hotel, eines mit Anzugzwang und eines ohne Kleidervorschriften. Die Karte war an beiden Orten dieselbe. Wir assen an beiden Abenden im Casualrestaurant hervorragend.
Am Folgetag wollten wir die berühmte Zugfahrt durch die Teeplantagen nach Elle unternehmen. Im Internet waren alle Tickets ausgebucht, der Rezeptionist des Hill Club meinte, wir sollten es einfach versuchen. Die Angaben im Internet bezüglich des Fahrplans waren ebenfalls nicht zutreffend. Ein Anruf am Bahnhof sorgte für Klarheit. Entgegen der Angaben im Internet, wonach der Zug um 09:50 abfahren sollte, war die korrekte Auskunft des Bahnhofs die Abfahrt bereits um 09:30, sehr knapp für uns. Der nette Herr organisierte uns ein Taxi, welches uns zur knapp 30 Minuten entfernten Bahnstation brachte.
Der Zug war bei unserer Ankunft abfahrbereit, wartete aber noch, bis wir die Tickets gekauft hatten und eingestiegen waren. Alle Sitzplätze waren selbstverständlich bereits vergeben und auch Stehplätze waren rar. Der Schaffner bemerkte meinen schlechten Gang und wies mich zu einem Sitzplatz, der mir sehr gelegen kam.

An einigen Stellen neben den Geleisen hatten Bauern die Beete für die nächste Gemüseaussaat vorbereitet.

Teefelder überzogen grosse Teile der Hügel.

Der Zug war einerseits voller Touristen, es gab aber auch viele Einheimische, welche den Zug nutzten. Wir fuhren, wie im Reiseführer empfohlen, in der zweiten Klasse. Die Waggons der ersten Klasse waren klimatisiert und die Fenster liessen sich nicht öffnen.
Von Elle aus, unserer Endstation, bestellte ich einen UBER, der uns die knappen 90 km zurück zu unserem Hotel brachte. Der Fahrer selber wohnte nahe unserem Ziel des nächsten Tages und er fragte mich, ob er uns am nächsten Morgen abholen solle und uns zum Ziel bringen solle. Sein Weg von Nuwara Eliya zu seinem Wohnort benötigte gute 3 Stunden. Damit wir am nächsten Morgen um 10 Uhr losfahren konnten, machte er sich bereits um 6 Uhr auf den Weg zu uns. Ich fragte ihn, ob das keine Problem sei. Er verneinte und wollte uns unbedingt fahren.
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Vom feuchtheissen Sigiriya fuhren wir nach Kandy, einer Stadt im Hochland. Viel kühler war es allerdings auch hier nicht. Der Himmel dafür wunderschön blau, ganz nach unserem Geschmack.
Kandy ist berühmt für den Tempel, der einen Backenzahn von Buddha enthalten soll. Der Zahn soll aus der Asche nach der Kremation gerettet worden sein und über viele Umwege sein Ziel hier erreicht haben. Allerdings gibt es unterschiedliche Angaben zum Wahrheitsgehalt der Legende. Jedenfalls ist der Tempel für die Buddhisten sehr wichtig und eines der hauptsächlichen Pilgerziele in Sri Lanka.

Auf dem Weg ins Hochland fuhren wir an einem recht neuen Hindutempel vorbei. Wir nutzten die Gelegenheit, die Beine zu vertreten und einige farbige Bilder zu schiessen. Der Sri Muthumari Amman Kovil lag in der kleinen Ortschaft Matale.

Aus der Nähe betrachtet wirken die Figuren sehr speziell. Deren Bedeutung erschloss sich mir nicht. Da müsste man vermutlich in diesem Kulturkreis aufgewachsen sein. Oder KI zu Hilfe rufen, was ich dann auch tat, Hier die Eklärung:
1. Die zentrale Figur: Der Gana
Die große, blauhäutige Figur in der Mitte ist ein Gana. Ganas sind mythologische Wesen und Diener des Gottes Shiva.
Erscheinung: Sie werden oft untersetzt oder "rundlich" dargestellt, was Wohlstand und Lebenskraft symbolisiert.
Das Schneckenhorn: Er bläst in ein Shankha (Schneckenhorn). Im Hinduismus kündigt dieser Ton spirituelle Ereignisse an und soll negative Energien vertreiben. Es ist der Ruf zum Gebet oder zur Ehrerbietung gegenüber der Gottheit.
2. Die heiligen Kühe (Nandi)
Die beiden weißen Rinder links und rechts vom Gana stellen Nandi dar, den heiligen Stier und das Reittier (Vahana) von Lord Shiva.
Bedeutung: Nandi steht für Hingabe, Kraft und Ruhe. Dass sie friedlich liegend dargestellt werden, symbolisiert die Beherrschung der Sinne und vollkommenen Frieden in der Nähe des Göttlichen.
3. Der architektonische Kontext
Der Tempel ist der Göttin Mariamman gewidmet (einer Form von Parvati/Durga), die besonders für Heilung und Regen verehrt wird.
Farbenpracht: Die leuchtenden Farben sind typisch für die dravidische Architektur Südindiens und Sri Lankas. Jede Figur erzählt eine Geschichte aus den Puranas (heiligen Schriften).
Handwerkskunst: Diese Statuen bestehen oft aus einer Mischung aus Stuck und Ziegeln und werden alle paar Jahre in aufwendigen Zeremonien (Kumbhabhishekam) neu bemalt, um ihre spirituelle Energie zu erneuern.
Ein kleiner Tipp für dein Foto: Wenn du genau hinsiehst, erkennst du rechts im Hintergrund weitere Figuren – eine davon hat mehrere Köpfe. Das ist wahrscheinlich Lord Brahma oder eine Form von Murugan. Der Detailreichtum an diesem speziellen Tempel in Matale ist weltberühmt!

Mich faszinierten die sehr farbenfrohen Darstellungen der Personen und Gottheiten.

Der hohe Turm war ebenfalls sehr farbig mit tausenden von kleinen Figuren.

In Kandy buchte ich uns zwei Nächte im Queens Hotel, einem älteren Bau direkt am Kandy Lake und damit zentral zu den meisten Sehenswürdigkeiten gelegen.

Auch der Lift im Hotel stammte wohl noch aus der Zeit des Baus des Hotels. Insgesamt hätte das Hotel einige Aufmerksamkeit verdient. Die meisten Installationen sind älter und teilweise etwas abgelebt. Die Zimmer selber sind schön und ruhig gelegen. Und insgesamt ist das Flair des kolonialen Erbes ganz angenehm.

Dieses Gebäude im künstlichen See war zur Zeit des letzten Königs das Badehaus der Royals. Aktuell ist hier ein archäologisches Museum untergebracht. Die darin gezeigten Ausstellungsstücke sind allerdings eher bescheiden.

Am folgenden Morgen besuchten wir den Sri Dalada Maligawa, den Tempel, in welchem ein Eckzahn Buddhas aufbewahrt wird. Wir besuchten den Tempel an einem Mittwochmorgen, dann findet um 09:30 eine grössere, heilige Zeremonie statt. Entsprechend viele Einheimische waren im Tempel.

Im Innern dieses Gehäuses soll der Zahn aufbewahrt werden. Weder Gläubige noch Besucher dürfen näher an die Türe.

Vor dem Raum stand ein grosser Tisch, auf welchem die Gläubigen ihre Blumen und auch einige Esswaren hinlegten. Auf der Hinterseite waren rote Kübel, in welche die Personen hinter dem Tisch die Blumen gerade wieder entsorgten.

In einem Nebenraum gab es noch weitere Buddha-Figuren und wieder viel Elfenbein.

Als wir den Tempel verliessen, war es Zeit für einen Kaffee. Von weitem sah ich ein Illy-Schild, welches wir ansteuerten. Auf dem Weg dorthin sah ich diese Anzeige eines Anwalts. So gut können dessen Geschäfte wohl nicht laufen.

Noch seltsamer war dieses Papier, welches an einer Türe einer Wohnung hing: Die Mutter war genau an diesem Tag „expired“, abgelaufen. Ein eher seltsamer Ausdruck für einen Todesfall. Mich erinnert dies an eine Todesanzeige in Alba im Piemont, wo ich vor etlichen Jahren eine Todesanzeige sah. Dort hiess es, dass der Trauerzug beim Haus "della estinta" beginne, beim Haus der Erloschenen. In Italiensisch bedeutet das Wort estinto nicht nur ausgelöscht, sondern auch gestorben.

Am Nachmittag machten wir mit einem TukTuk eine kleine Tour durch die Stadt. Von einem Aussichtspunkt aus lag der See mit unserem Hotel am linken Rand genau zu unseren Füssen. Die weisse Buddha Statue am rechten Bildrand war unser nächster Halt.

Hier ein Bild des Zahntempels von Kandy, er liegt hinter dem Bauhaus der Königsfamilie. Unter dem goldenen Dach wird der Zahn aufbewahrt.

Kurz nach dem Besuch des Aussichtspunkts waren wir beim Buddha auf dem Hügel oberhalb der Stadt.

Hinter der Figur gab es eine Treppe, welche bis hinauf zum Kopf führte. Von hinten sind die langen Ohrläppli und die spezielle Frisur gut zu sehen. Der Blitzableiter dient dazu, dass die Statue nicht vom Blitz getroffen wird und in tausend Stücke zerfällt. Den göttlichen Ratschlag braucht Buddha nicht.

Unterhalb der Statue gab es eine Dagoba, die man betreten konnte. Schöne Wand- und Deckenmalereien kleideten sie aus. Im Innern der Kuppel gab es noch eine weitere, kleinere Dagoba.

Eine der Türen zum Innenraum musste ich auch noch fotografieren. Geschnitztes Holz mit Messing-Beschlägen sieht einfach schön aus.
Am nächsten Morgen wurden wir von unserem Hotel von einem vorbestellten Fahrzeug abgeholt. Wir fuhren nach Nuwara Eliya, dem Kurort auf knapp 2000 m ü.M. Die Engländer fühlten sich dort sehr wohl, da das Klima mit demjenigen ihrer Heimat vergleichbar war. Wir sind mal gespannt, wie sich das für uns anfühlen wird.
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Von unserem Hotel aus organisierten wir eine Tagesfahrt ins 70 km entfernte Polonnaruwa, der zweiten Hauptstadt eines Königreichs Sri Lankas. Dort gab es einige Überbleibsel der damaligen Stadt, die wir uns ansehen wollten. Einer der Könige liess in seiner Zeit viele künstliche Seen anlegen, sodass auch zur Trockenzeit Reis angebaut werden konnte.

Vom Royal Palace of King Maha Parakramabahu, dem ehemaligen Königspalast, der zwischen 1070 und 1330 erbaut und genutzt wurde, stehen nur noch ein paar Mauern. Einst soll dieser Palast bis zu 1000 Zimmer enthalten haben. Kaum mehr vorstellbar!

Die ehemaligen Gemächer des Königs und seiner Frau sind heute nur noch offene Mauern. Die Räume der Wachen und Bediensteten hatten keine Fenster.

Von den königlichen Bädern ist ebenfalls nicht mehr viel zu sehen. Links das Bad des Königs, rechts durfte sich die Königin im kühlen Nass verweilen.

Ein grosser Leguan machte sich davon, als wir ihm näher kamen. Er mass von Kopf bis Schwanzende nahezu einen Meter!

Auch von der grossen Dagoba Polonnaruwa Vatadage aus dem 12. Jhdt. unserer Zeitrechnung blieben nur noch einige Teile erhalten.

Vor vielen Aufgängen zu den Dagobas und Tempeln lagen solche sogenannte Mondsteine, die aus einem einzelnen Felsstück herausgearbeitet wurden.

Die Rankoth Vehera Dagoba stammt ebenfalls aus dem 11. Jhdt. Sie hat 170 m Umfang und die Spitze steht 33 m über dem umliegenden Gelände.

Diese Buddha-Statuen sind als Gal Vihara bekannt, auch Rock Monastry in Englisch. Im 12. Jhdt. wurden diese Buddhastatuen aus dem Granit herausgearbeitet. Aktuell sind sie unter einem Blechdach vor dem Wetter geschützt. Granit ist wasserscheu, wer wusste das! Die meisten der Statuen sind von Staub bedeckt, der Regen würde ihn laufend entfernen.

Die linke der Figuren strahlt Ruhe aus. Viele Historiker sind sich uneins, ob es sich um Bildnisse von Buddha oder jenes eines wichtigen Mönchs handelt.

Auch diese Figur wurde aus dem Granit befreit.

Die Bildhauer für diese stehende Figur nutzten jeden Zentimeter Fels aus.

Schliesslich gab es ganz rechts noch eine liegende Figur. Ein Führer hat mir erklärt dass, wenn die Zehen nicht parallel liegen, die Figur schläft, sind die grossen Zehen aber nebeneinander, zeige dies eine tote Figur.

Bei der Rückfahrt zu unserem Hotel bemerkte ich neben der Strasse diesen interessanten Strauch. Die Bita orellana ist auch als LIpstick-Tree bekannt. Ursprünglich in Mittel- und Südamerika zu Hause, wird der Strauch heute in den Tropen oft als Zierpflanze angepflanzt.

Die Samen werden als Farbstoff für Lebensmittel verwendet, einige Einwohner der Amerikas verwenden sie auch zur Körperbemalung und als Lippenstift.
Morgen endet unser Aufenthalt in der Gegend von Sigiriya, ich habe einen Transfer nach Kandy im Hochland organisiert. Nun soll es ein paar Tage kühler werden. Mal sehen.
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Bereits im 4. Jahrhundert vor unserer Zeitrechnung entstand in Anuradhapura eine Stadt rund um einen Bodhi Baum. Dazu später mehr. Im Jahr 100 unserer Zeitrechnung soll die Stadt die neuntgrösste Stadt der Welt gewesen sein. Später wurde sie zerstört und verlassen. Erst in neuerer Zeit wurde sie wieder teilweise restauriert.

Bevor wir aber in Richtung unserer Ziels losfuhren, besuchten wir noch den lokalen Wochenmarkt in Sigiriya, den uns unsere Hotelmanagerin empfahl. Märkte sind immer wieder schön und farbig.

Zum ersten Mal sah ich diese Produkte auf meinen früheren Reisen in Myanmar, wo viele Leute diese leichte Droge konsumieren. Betelnüsse sind Produkte der Betelpalme, welche in die Blätter, des Betelpfeffers (hat nichts mit der Palme zu tun, ist ein Vertreter des Pfefferstrauchs) eingewickelt werden. Dazu kommen noch einige Prisen gelöschten Kalks. Das Gemisch wird dann gekaut und soll eine leicht berauschende Wirkung entfalten. Der dabei entstehende rote Speichel wird dann häufig ausgespuckt. Eher widerlich.

Getrockneter Tabak wird nicht geraucht, sondern gekaut. Auch dies nicht sehr gesund.

Offenbar sind Waagen hier nicht gross verbreitet. Die einzelnen Produkte werden entweder auf kleinen Tellern oder dann in Bündeln angeboten. Jede solche Einheit kostet 100 SLR, etwa 30 Rappen. Dabei geben diese Angebote auch noch ein schönes Fotomotiv.

Der Isurumuniya Tempel ist eine der ältesten religiösen Anlagen in Sri Lanka. Schon zwischen 307 und 267 vor unserer Zeitrechnung wurden hier Teile erbaut.

Im Innern gab es einmal mehr einen liegenden Buddha. Und noch eine Vielzahl kleinerer Figürchen und Malereien.

Vom höchsten Punkt aus hatten wir eine schöne Sicht auf unseren nächsten Stopp.

Die Bedeutung dieses hübschen Paars erschloss sich mit nicht, ich wurde aber sehr positiv überrascht!

Der absolute Höhepunkt in Anuradhapura ist dieser Bodhi Baum. Er soll aus einem Zweig desjenigen Baums gewachsen sein, unter welchen Buddha der Legende nach seine Erleuchtung erlangt hat. Im 3. Jahrhundert vor unserer Zeitrechnung soll dieser Zweig nach Sri Lanka gekommen sein. Der Baum wurde im Jahr 288 vor unserer Zeitrechnung gepflanzt und ist damit der älteste von Menschen gepflanzte Baum, dessen Geschichte lückenlos dokumentiert ist. Weiter ist er der Grund, weshalb viele Einheimische diesen Tempel besuchen.

Diese Äffchen gehören zur Art der Hanuman Languren, eine der beiden Affenarten auf Sri Lanka.

Als wir zu unseren nächsten Ziel fuhren, sahen wir einen Elefanten, der gerade seinen Durst an einem künstlichen See stillte.

Die Ruvanvelisaya Dagoba (Stupa) wurde schon im 1. Jhdt. vor unserer Zeitrechnung erbaut. Da sie im Lauf der Jahre immer wieder erneuert wurde, erstrahlt sie immer noch im reinsten Weiss.
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Bereits am Vorabend in Colombo buchte ich einen Transport zu unserem Hotel in Sigiriya, unserem Aufenthaltsort für die nächsten fünf Tage. Der UBER Fahrer wartete wie vereinbart Punkt 10 Uhr vor dem Hotel und bald schon ging die Fahrt los. Das Chärreli war zwar klein, doch auch mit unserem Gepäck bot es noch genügend Platz, sodass wir bequem sitzen konnten.

Unser Hotel lag abseits der Hauptstrasse inmitten von Reisfeldern. Zwar mussten wir so jeweils knappe zwei Kilometer über eine schlechte Naturstrasse fahren, doch als Belohnung lag die Anlage in einer absolut ruhigen Gegend.
Zum Reis in Sri Lanka noch einige interessante Facts: In den meisten Gebieten wird dreimal jährlich geerntet. Ein Fahrer erzählte uns, dass seine 4-köpfige Familie jeden Tag Reis isst: 500 g zum Frühstück, 500 g zum Mittagessen und dann noch 700 g zum Nachtessen. Diese 1.7 kg täglicher Konsum ergeben 620 kg / Jahr! Dafür werden kaum Brot oder Teigwaren gegessen. Sein Vater baut auf seinem Feld pro Jahr 2.5 t Reis an, was übrig bleibt, wird verkauft.

Einer der touristischen Höhepunkte Sri Lankas ist die Festung auf dem sogenannten Lion Rock in Sigiriya. Ich konnte den nur aus der Ferne fotografieren, da man nur noch näher hinkommt, wenn man den Felsen besteigt. Die 1200 Treppen wären für mich unmöglich. Also blieb es bei diesem Bild.

In der Gegend gab es noch einige buddhistische Tempel, einen davon sahen wir uns noch an. Wie meist steht eine grosse Buddha-Figur im Zentrum.

Rund um die zentrale Statue gab es hier viele Mönchsfiguren, welche andächtig den Worten des Meisters lauschten. Bei unserem heutigen Besuch waren ihre Gewänder rot gemalt, bei meinem letzten Besuch noch golden.

Extra für Ruth wurde einer der Mönche blau eingefärbt. Woher die Sri Lanker wohl ihre Lieblingsfarbe kennen?
Den nächsten Tag verbrachten wir wieder mit einer Tempelbesichtigung. Dambulla ist eine kleine Stadt, die nur wenige Kilometer südlich unseres Hotels lag. Dort lebten offenbar schon vor etwa 2700 Jahren Menschen in den Höhlen. Die ersten Tempelanlagen entstanden schon etwa 300 Jahre vor unserer Zeitrechnung und waren schon damals eine der wichtigsten buddhistischen Anlagen in Sri Lanka. Das Kloster funktioniert noch heute.

Die einzelnen Tempel wurden unter den Felsen gebaut. Die weisse Farbe der Bauten kontrastiert schön mit dem umliegenden Fels.

In kleinen Wasserbecken stehen Lotuspflanzen, welche aktuell leider nicht blühen.

Hier wurde der natürliche Fels in die 'modernen' Bauten integriert.

Insgesamt soll es in den 5 Tempeln 153 Buddha-Statuen geben. Dazu noch unzählige gemalte Figuren. Viele Könige haben während ihrer Regierungszeit hier eigene Figuren gespendet. Ein kleiner Chedi steht hier mitten im Tempel.

In einer sehr schmalen Felsnische ruht sich ein schlafender Buddha aus.

Weitere Figuren und Malereien gab es in diesem Raum.

An der Decke gab es in dieser Höhle schöne Malereien und selbstverständlich wieder viele Statuen des Meisters.

Eine Dame widmete sich der Restauration des Sockels dieser Statue. Die Bemalung war im Laufe der Jahre verblasst, sie erneuert sie nun mit einem feinen Pinsel.

Als Bernerin fühlte sich Ruth in dieser Laube schon fast zu Hause. Ein Foto musste desgalb sein. Geschäfte gab es hier aber keine.

Unterhalb der Felsentempel hat ein reicher Sri Lanker ebenfalls einen Tempel gestiftet. Er nannte ihn Golden Temple.

In den Bäumen rund um die Anlage gab es einige Affen, einen Jüngling erwischte ich beim Lunch. die Art der Macaca Sinica (Ceylon Hutaffe) ist hier weit verbreitet.

Auf der Rückfahrt wollte ich unseren TukTuk Fahrer bitten, noch bei einem Fruchtstand anzuhalten, damit wir etwas kaufen konnten. Dank Google Translate klappte das hervorragend. Google kennt sogar die Chrügeli-Schrift! Und wir kamen zu unserem Snack.

Am nächsten Tag buchten wir im Hotel einen Ausflug in den Hurulu Eco Park, der wiederum nur etwa 20 km entfernt war. Dort sollten wir Elefanten sehen. Das Erste, was wir zu Gesicht bekamen, war ein Bienenstock an einem Baum. Rund um das Flugloch herrschte emsiger Flugverkehr.

Einen Elefanten sahen wir ebenfalls, allerdings nur im hohen Gras. Aber immerhin.

Ein grosser Granitfels ragte über die Landschaft hinaus, ganz oben gab es eine Aussichtsplattform, die wir selbstverständlich besuchen wollten.

Von oben gab es eine schöne Rundsicht über den Park. Dieser Park ist nur einer von vielen in dieser Gegend, je nach Jahreszeit soll es hier einige hundert Elefanten geben. Heute waren sie gut versteckt.

Schliesslich fuhren wir noch zu einem kleinen See, wo es schöne Spiegelungen der abgestorbenen Bäume im Wasser gab.

Auch hier muss eine Buddha-Statue sein.