Mit Ruth reise ich vom 25. Dezember 17 bis zum 30. März 18 durch Australien. Wir starten mit einem Camper in Sydney und kehren wieder dorthin zurück.
- Details
- Kategorie: Winterreise 17 / 18 - 3. Etappe: Australia 17 / 18
Der Strand bei unserem gestrigen Campground gefiel uns so gut, dass wir uns heute keinen Meter davon entfernten. Nur wenige Leute sind zur Zeit auf dem Platz, so dass wir das grosse Fenster des Campers über Nacht unverdeckt liessen.

Um 05:50 ging die Sonne über dem Pazifik auf, im Halbschlaf drückte ich auf den Auslöser, um den Moment festzuhalten. Da wir uns schon gestern Abend entschlossen hatten, heute einen Strandtag einzulegen, beeilten wir uns nicht mit Aufstehen.

Neben einer Wäsche unternahmen wir heute nicht viel, einige Spaziergänge am Strand sowie einige Bade-Ausflüge ins warme Meer reichten völlig aus. Sonst Zeitung- und Bücherlesen. Ich machte mich am späteren Nachmittag nochmals ans Meer auf, um die Sandfiguren, welche das auslaufende Wasser am flachen Strand hinterliess, zu fotografieren. Immer wieder faszinierende Muster. Wenn ich die Bilder ansehe, lasse ich mich täuschen: Die einzelnen Strukturen sind Vertiefungen im Sand, sie wirken im Bild aber wie auf dem Sand aufgebrachte Figuren.

Dies ist ein seltsamer Baum, hinter dem jederzeit ein Dinosaurier hervortreten könnte.

Ein weiterer Baum, diese Struktur war etwa einen Meter lang.

Ein grosser, stämmiger Baum.

Eine komplexe Flusslandschaft zeigt sich hier. Oder sind es gar lodernde Flammen?
- Details
- Kategorie: Winterreise 17 / 18 - 3. Etappe: Australia 17 / 18

Der Ort unseres gestrigen Campgrounds heisst eigentlich Agnes Water, vermarktet sich aber als Town of 1770. Am 24. Mai 1770 betrat der englische Entdecker James Cook hier zum ersten Mal den Boden von Queensland. Eine Plakette erinnert an den historischen Landgang, der nun zu Marketing-Zwecken ausgenützt wird.

Vom Parkplatz aus führt ein kurzer Wanderweg zum eigentlichen Landeplatz, einem felsigen Vorsprung.

Den baren Felsen hätte er wohl nicht gewählt, als er aber diese in den Felsen gehauene Treppe sah, änderte er wohl seine Meinung. Oder bringe ich hier die Geschichten durcheinander?

Auf dem Weg hinunter zum Landeplatz begegneten wir diesem Leguan, einer knapp einen Meter langen Echse, die für Menschen absolut harmlos ist. Er liess sich aus sicherer Distanz gerne fotografieren.

Als wir zurückkamen, sahen wir auf einem anderen Baum eine weitere dieser Echsen. Diese Tiere können sich in vielen Umgebungen gut bewegen: Auf Bäumen klettern sie, im Wasser schwimmen sie und auf dem Land sind sie sehr schnell unterwegs.

Nun sind wir in einem ganz kleinen Strandort bei Bundaberg, wo zum ersten Mal auf dieser Reise ein Bad im Pazifik drin lag. Das Wasser war mit gut 26 Grad sehr angenehm, es gibt hier weder Quallen noch Krokodile im Wasser. Der kleine Wellengang machte den Ein- und Ausstieg sehr einfach. Ein Genuss! Bisher war das Wasser im Süden Australiens viel zu kalt, im Norden dann von allerlei Viechern verseucht, so dass wir wenn überhaupt nur im Pool baden konnten.
- Details
- Kategorie: Winterreise 17 / 18 - 3. Etappe: Australia 17 / 18

Rockhampton ist eine grössere Stadt mit knapp 70’000 Einwohnern im nördlichen Queensland. Sie selbst nennt sich „Beef Capital of Australia“, tatsächlich grasen im Hinterland grosse Rinder-Herden, welche hier zu Fleisch verarbeitet werden. Der zunehmende Wohlstand der Stadt zeigt sich in den vielen Gebäuden, welche renoviert werden oder schon in neuem Glanz erstrahlen. Die Uferpromenade entlang des Fitzroy Rivers wird zur Zeit ebenfalls neu gestaltet.

An der Fassade des Criterion Hotels im obigen Bild entdeckte ich eine grössere Gottesanbeterin, Ruth fotografierte sie mit meinem Zeigefinger als Grössenvergleich.

Viele ältere Gebäude entlang des Flusses sind schon neu renoviert, es gibt kaum mehr Häuser in schlechtem Zustand.

Das Hauptpostamt ist eine riesige Anlage, auch dieses ist in Top-Zustand.

Auf unserem Weg in den Süden lag Gladstone, eine Industriestadt, welche zur Zeit rasant wächst. Der Grund für das grosse Wachstum liegt hier: Ein Aluminium-Werk von Rio Tinto, wo Bauxit aus dem Norden von Queensland zu Aluminium veredelt wird. Das Erz stammt aus einem kleinen Ort am Westrand der Yorke-Peninsula, dem nördlichsten Ausläufer Australiens. Mit riesigen Schiffen wird es hier hin transportiert. Die hiesigen Anlagen produzieren in einem aufwändigen Prozess (Website von Queensland Aluminia) pro Jahr 3.8 Millionen Tonnen Aluminium, einer der weltweit grössen Produzenten des Metalls.

Bei Agnes Water fanden wir einen wundervollen Campground direkt am Meer, wo sogar gebadet werden könnte!

Ein Warnschild weist zwar auch hier auf Gefahren hin, nach Aussage der Campingplatz Besitzer sind diese sehr klein. Der deutsche Text der Warntafel ist auf jeden Fall unverständlich. Google-Übersetzung hat hier nicht viel geholfen!

Am Strand selber stehen auch Warnhinweise, kleine Krabben hinterlassen ihre Mitteilungen in einer unbekannten Schrift. Offenbar hat sich noch niemand die Mühe gemacht, diese Zeichen zu entziffern. Die Kügelchen sind der Aushub aus den Wohnhöhlen der kleinen Tiere, welche sie nach jeder Flut neu ausbauen müssen.
- Details
- Kategorie: Winterreise 17 / 18 - 3. Etappe: Australia 17 / 18
Mackay ist eine etwas verschlafene Stadt in Queensland. Im Zentrum gibt es einige hübsche, ältere Gebäude und Strassencafés, welche uns heute anzogen.

Das Australien Hotel ist ein Beispiel der Art-Deco Architektur, davor steht eine moderne Skulptur, welche brennende Zuckerrohre darstellen soll. Zucker ist in dieser Gegend sehr wichtig, hier wird auch in einigen grösseren Zuckermühlen das begehrte Endprodukt hergestellt. Allerdings nur während der Erntezeit. Aus dieser Gegend kommt immerhin ein Drittel der australischen Zuckerproduktion!

Ein stattliches Bankgebäude wurde schön restauriert. Erstaunlich ist immer wieder, wie eine ältere Architektur mit vielen modernen Plakaten und Leuchtanzeigen verunstaltet wird. So geht viel des Charms der alten Gebäudehülle verloren.

35 km südlich der Stadt liegt der grösste Kohlenhafen der südlichen Hemisphäre. Hier werden pro Jahr bis zu 80 Millionen Tonnen Kohle verschifft. Die Kohle wird mit kilometerlangen Zügen aus dem Innern von Queensland angeliefert und hier für die Verladung auf die Schiffe vorbereitet. Um wieviel steigt wohl der Kontinent aus dem Wasser, bei diesem fortlaufenden Gewichtsverlust?

Die sogenannte Dalrymple-Wharf, das Förderterminal, ragt 3.85 km ins Meer hinaus. Hier können drei Schiffe gleichzeitig beladen werden. Von hier aus gelangt die Kohle dann in alle Welt, dort wo noch Kohle verbrannt wird.

An einem kleinen Strand auf dem Weg zu unserem heutigen Standort sah ich dieses Schild. Zwar gibt es auch hier noch Quallen und ab und zu Krokodile, doch wurde hier vor kurzem wohl ein Hai gesichtet und nun badet sicher gar niemand mehr.
- Details
- Kategorie: Winterreise 17 / 18 - 3. Etappe: Australia 17 / 18

Nachdem uns gestern Abend spät doch noch ein Gewitter heimsuchte, zeigte sich der Pazifik heute morgen in seinem schönsten Licht. Wir genossen unser Frühstück mit dieser unbezahlbaren Aussicht: Kokospalmen und dahinter der endlose Himmel über dem grössten Ozean der Welt. Knapp 30° schon zum Frühstück und dann noch in der Online Zeitung gelesen, dass die Schweiz die wohl kälteste Nacht des Jahres erlebte. Gute 40° Differenz und wir am oberen Ende ...

Vom sogenannten Flagstaff-Hill bei Bowen zeigten sich die der Küste vorgelagerten Inseln, einige davon schon wieder unter Wolken, wo sich neue Niederschläge ankündigten.

Wir machten uns auf den Weg nach Airlie Beach, wo wir übernachten wollten. Dies waren heute nur gerade 80 km, so dass uns genügend Zeit für einen Bummel im Dorf blieb. Am Strand warnen grosse Tafeln vor dem Bad im offenen Meer, im Sommer gibt es hier überall Quallen. Zwei Mitglieder dieser Familie sind sehr gefährlich, wenn ich nur schon die Hinweise lese, vergeht mir die Lust auf einen Schwumm im Meer. Unmittelbar medizinische Hilfe aufsuchen zu müssen, ist nicht meine Idee eines gemütlichen Strandtages.
Airlie Beach ist eine In-Lokation, hier gibt es von Backpacker-Lokalen über einfachere Hotels bis zu Luxus-Resorts alles, was das Touristenherz höher schlagen lässt. Im Zentrum gibt es auch viele Restaurants, Bars und andere Vergnügungslokale. Diese ziehen ihrerseits viele seltsame Vögel an.

Auf vielen Campgrounds gehört es zum Tagesprogramm, dass die lokalen fliegenden Vögel gefüttert werden. Unser heutiger Campground ist keine Ausnahme. Dutzende von Papageien liessen sich hier mit eingeweichten Brotbrocken verpflegen.

Ein Vogel, der mich zuerst an eine afrikanische Bekanntschaft erinnerte, besuchte uns beim Camper. In Afrika gibt es ein ähnliches Tier, das Dick-Knee. In Australien heissen diese Vögel Bush Stone-curlew oder eben auch Bush Dick-Knee. Hier waren sie nicht sehr scheu und liessen sich problemlos fotografieren.

Der Sulfur-crested Kakadu macht einen Höllenlärm, wenn er von Baum zu Baum fliegt. Sobald er irgendwo sitzt, ist er für eine kurze Zeit ruhig, bevor er bald wieder losfliegt und wiederum sein Gekrächze ertönen lässt.

Dieses Dick-Knee schämte sich offenbar, er suchte hinter einem Baum Schutz.

Als es sich wieder hinter dem Baum hervor traute, posierte er noch für ein Porträt aus der Nähe. Ein hübscher Vogel.
- Details
- Kategorie: Winterreise 17 / 18 - 3. Etappe: Australia 17 / 18
Townsville ist mit 190'000 Einwohnern nach Brisbane und Cairns die drittgrösste Stadt in Queensland. Neben dem wichtigen Hafen ist sie auch ein Zentrum für die Landwirtschaft im Hinterland.

Hinter Townville liegt ein 286 m hoher Granitfelsen, zu dessen Gipfel eine steile Strasse hinaufführt. Der Brocken ist aus der ganzen Stadt gut zu sehen, den besten Blick gibt es aber vom Hafen aus.

Selbstverständlich fuhren wir zur Aussichtsplattform hinauf, nur schon, um die schöne Aussicht auf die Stadt zu geniessen. Fussgänger müssen auf derselben Strasse hoch gehen, wie die Autos. Die Fussgänger werden dazu angehalten, rechts zu gehen und nie mehr als zwei Fussgänger nebeneinander. Ausser natürlich beim Überholen. Wie sieht die Regel wohl für das Überholen aus: Muss ein Paar, welches ein vor ihm gehendes Paar überholen will, sich aufspalten oder dürfen dann für kurze Zeit gar vier Personen nebeneinander gehen?

Die Fahrt auf den Gipfel lohnt sich durchaus. Die Innenstadt liegt zu Füssen des Felsens, der grosse Hafen etwas weiter entfernt. Im Hafen werden unter anderem viele der Erze aus Mount Isa verschifft.

Anschliessend an die Stadtbesichtigung machten wir uns auf die Weiterfahrt in den Süden, wir stoppten in Bowden, wo wir einen schönen Campingplatz direkt am Pazifik fanden. Heute blieb der Abend frei von Gewittern, ein solches entlud sich über dem Pazifik, wo wir den Regen sahen, aber nichts davon mitbekamen.
Nachtrag: Gegen 22 Uhr brach doch noch ein Gewitter aus, welches aber nicht ganz so stark wie gestern war.
Weitere Beiträge …
Seite 3 von 9
