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Kurzreise nach Bordeaux mit Freunden
Am 19. September 26 flogen Ruth und ich von Mailand nach Bordeaux und trafen dort auf unsere Freunde Brigitta und Kurt aus Wien. Wir planten schon länger eine gemeinsame Reise durch die Landes, zusammen mit einem Besuch in der Provinz-Hauptstadt. Für mich war es eine Rückkehr nach vielen Jahren. Zuletzt besuchte ich die Gegend etwa 1986.
Die Stadt erwartete uns mit schönstem Wetter. Tiefblauer Himmel und angenehme Temperaturen liessen schon Vorfreude auf eine schöne Reise aufkommen. Unser Hotel lag etwas ausserhalb des Zentrums und wir fuhren zuerst mit dem Auto in die Stadt, um ein zentral gelegenes Restaurant zu suchen. Eine doofe Idee: Parkplätze gibt es nur sehr wenige und der dichte Verkehr belehrte uns bald eines Besseren. Wir stellten das Auto zurück zum Hotel und fuhren mit einem Uber in die Stadt.

Der Glockenturm der Basilique Saint-Michel aus dem Jahr 1473 steht abgetrennt vom Hauptgebäude und wacht so über den Platz, der heute vielen Restaurants als Aussensitzplatz dient. Der Glockenturm wurde so gebaut, um die Erschütterungen durch die lauten Glocken vom Hauptgebäude abzuschirmen. Man befürchtete, dass diese die Kirche zum Einsturz bringen könnten. Der Boden der Innenstadt war früher offenbar ein Sumpf.

Das Hôtel de Ville, das Rathaus im Zentrum, hatte bei unserem Besuch die Türen für alle Besucher geöffnet; die lange Schlange vor dem Eingang hielt uns aber davon ab. So blieb es beim Bild von aussen.

In der Altstadt sind die meisten Häuser hervorragend in Schuss und die Strassen sind blitzblank.

Auch die Cathédrale Saint-André liegt im Stadtzentrum. Sie ist die wichtigste der Kirchen der ganzen Region Aquitanien. Auch ihr Turm steht etwas abseits. Das Geläute der Glocken konnte ich aufnehmen; in diesem Film auf YouTube ist es zu hören.

Eine der breiteren Strassen im Zentrum, am Sonntag mit wenig Verkehr.

Wir machten einen Ausflug mit einem Touristenboot auf der Garonne, dem Fluss, an dem die Stadt liegt. Dabei unterfuhren wir auch die moderne Hubbrücke, welche für die Durchfahrt der grossen Fracht- und Kreuzfahrtschiffe jeweils angehoben werden kann. Ein eindrückliches und elegantes Bauwerk!

Bordeaux ist weltweit wegen seines Weins berühmt, und das Bordeaux-Weinmuseum zollt ihm den verdienten Tribut. Das Gebäude soll an den Wein erinnern, wenn er in das Degustierglas einläuft. Mit viel gutem Willen kann ich mir das vorstellen.

Ein weiterer der grossen Plätze in der Altstadt. Der Vorteil der Länder, die eine Monarchie hatten: Der König befahl einfach, dass gebaut wurde. Widerspruch gab es nicht.

Einst das wichtigste Stadttor, die Porte Cailhau, aus dem Jahr 1495 von der Innenstadt in Richtung Garonne fotografiert. Heute ein Museum ohne militärische Bedeutung. Auch auf diesem Platz gab es viele Restaurants und Bars, welche draussen servierten.

Der nächste Halt führte uns an die Mündung der Gironde in den Atlantik, für uns der nördlichste Punkt der Reise. Zu den verschiedenen Flüssen in der Gegend: Die Garonne fliesst durch Bordeaux, bevor sie sich etwa 20 km westlich von Bordeaux mit der Dordogne trifft und ihren Namen in Gironde ändert. Die verbleibenden 75 km bis zur Mündung legt sie unter ihrem neuen Namen zurück.

Unser nächster Halt war dann Lacanau-Océan, eine kleine Stadt am langen Sandstrand der Landes. Für uns ein guter Ort, um von hier aus die Gegend zu erkunden. Die Sandstrände waren noch gut besucht, von uns Vieren hatte jedoch niemand Lust auf ein Bad im doch kühlen Atlantik. Meine Füsse hatten immerhin einen kurzen Wasserkontakt.

Surfer lieben die Küste für ihren Sport, und auch bei unserem Besuch waren einige harte Jungs und Mädels am Trainieren. Richtig gross wie bei dieser Plastik waren die Wellen allerdings nicht.

An einem weiteren Tag besuchten wir den Strand von Le Porge, eines meiner Ziele dieser Reise. Hier verbrachten meine erste Frau Brigitte und ich während unserer Aufenthalte in der Gegend viele Tage und ich wollte nachsehen, wie es heute aussieht. Damals war es hier noch viel einsamer und die Dünen waren noch nicht abgesperrt. Jetzt gibt es überall Holzwege, auf denen man gehen muss, damit die fragile Vegetation der Dünen nicht beeinträchtigt wird.

Vor 40 Jahren verbrachten wir einige Sommer in den Landes, zuerst mit dem Zelt und später auch mit unserem Camper. Dieser Campingplatz ist mir in besonderer Erinnerung. Um das Jahr 1980 rauchte ich hier meine allerletzte Zigarette, nachdem ich zuvor viele Male erfolglos versucht hatte, dieses Laster aufzugeben. Auch dies eine gute Erinnerung.

Kein Besuch der Landes ist vollständig ohne die Dune du Pilat. Heute gibt es eine Treppe, über welche die 100 m hohe Düne bestiegen wird. In der Erinnerung war das anders: drei Schritte vor, zwei zurück. Sehr schweisstreibend. Ohne diese Treppe wäre es für mich nun unmöglich gewesen, hier hochzusteigen.

Die Anstrengung lohnte sich aber auf jeden Fall. Die Düne ist etwas mehr als 100 m hoch, 2,9 km lang und bis zu 600 m breit. Insgesamt soll sie aus etwa 55 Mio. m³ Sand bestehen. Der tiefblaue Ozean passt wunderbar zum ebensolchen Himmel.

Zurück geht es über einen Weg in der Düne, der problemlos zu begehen ist. Der grosse Pinienwald auf der Rückseite der Düne wurde von den grossen Waldbränden dieses Sommers verschont. Auf dem Weg von Lacanau hierhin fuhren wir durch viele Gebiete, wo die Brände gewütet haben. Ich habe das nicht fotografiert.

Den letzten Abend verbrachten wir in Biscarrosse-Plage, einem weiteren Badeort an der Küste. Die Sonne, die sich in den Atlantik zur Ruhe setzte, setzte einen würdigen Schlusspunkt unter diese schöne Kurzreise – auch durch meine Erinnerungen.

Auf dem Rückflug von Bordeaux nach Mailand überflogen wir den Zusammenfluss von Garonne (links) und Dordogne (rechts), von wo aus die beiden Flüsse nun als Gironde in Richtung Meer weiterfliessen.

Als wir vor der Landung in Mailand am Südrand der Alpen vorbeiflogen, sahen wir, dass der Schnee auf den hohen Bergen weitgehend fehlt. Ein katastrophal heisser Sommer liess ihn schmelzen. Ob das wohl gut kommt?
Dune du Pilat, Landes, France

Auch die Dune du Pilat hat sich seit meinem letzten Besuch hier nicht gross verändert. Der Aufstieg ist heute viel einfacher, auf der vom Meer abgewandten Seite gibt es eine Treppe mit einem Seil. So ist der Aufstieg viel einfacher.
Die Düne ist etwas mehr als 100 m hoch, 2.9 km lang und bis zu 600 m breit. Insgesamt soll sie aus etwa 55 Mio m3 Sand bestehen.
Plage du Porge, Landes, France

Während einer Reise durch die Landes im Südwesten Frankreichs besuchten wir den Strand von Le Porge. 1986 war ich zu letzten Mal hier und wollte nachsehen, ob sich etwas geändert hat. Am Strand nichts, der sieht immer noch gleich aus. Die ganze Küste in dieser Gegend ist ein langer, feiner Sandstrand. Das Wasser für mich aber zu kalt.
Staubsauger-Roboter versuchte zu fliehen
Heute setzte ich den Staubsauger-Roboter in Orselina in Betrieb und vergass, die Türe zum Garten zu schliessen. Prompt nützte das Ding die Gelegenheit und versuchte zu fliehen.

Er verhedderte sich aber bald im Gras und meldete mir dies über die App. So konnte ich ihn gut einfangen, bevor er über alle Berge verschwand. Mit ein wenig mehr Intelligenz hätte er wohl die Nachricht deaktiviert und so wäre ihm die Flucht gelungen. Nun lädt er zufrieden an der Steckdose.
