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Ausflug ins Douro-Tal – Peso da Régua
Wir übernachteten in einer kleinen Ortschaft im Douro-Tal, in Peso da Régua. Direkt am Fluss gelegen, boten sich von hier aus wunderbare Ausblicke über das Tal und den Fluss.

Unser Hotel lag bei einer der Brücken, welche den Fluss hier überqueren. Diese alte Stahlbrücke ist für den motorisierten Verkehr geschlossen und nur für Fussgänger begehbar. Die Aussicht auf den Fluss ist grandios.

Flussaufwärts sind die neuen Brücken, welche für den aktuellen Verkehr genutzt werden. Im Vordergrund die Brücke für die Bahn, dahinter jene für den Autoverkehr. Verdeckt hinter dieser sind die Pylone der modernen Autobahnbrücke zu sehen, welche hier ebenfalls den Fluss überquert.

Unser Tagesausflug begann mit einer Schifffahrt auf dem Fluss. Um zum Anlegesteg zu kommen, mussten wir am kleinen, hübschen Bahnhof vorbeigehen. Auch hier gab es Azulejos als Schmuck.

Die Schifffahrt ermöglichte immer wieder interessante Ausblicke auf die Weinberge der Region. Neben dem bekannten Portwein werden hier auch andere, sehr bekömmliche Weine angebaut. Während der Abendessen hatten wir ausreichend Gelegenheit, diese zu geniessen.

Beim Wendepunkt der Schifffahrt überspannt eine ältere Brücke den Douro; von hier aus ist der Fluss nur noch mit kleineren Booten schiffbar.

Die stattlichen Weingüter zeugen vom Wohlstand, den der Wein in die Gegend brachte. Insbesondere die Engländer waren schon früh stark am Portwein interessiert und noch heute tragen einige der grösseren Weingüter englische Namen.

Eine hübsche Stimmung auf dem Wasser.

Die akkurat angelegten Weinberge verleihen der Landschaft ein gepflegtes Aussehen.

Die Rückfahrt fand mit einem Zug statt. Die grosse Diesellokomotive konnte ich noch bei der Einfahrt in den Bahnhof fotografieren. Ein imposantes Teil!

Für die Rückfahrt vom Zielbahnhof zum Hotel wählte ich eine Route über die Berge zu einem Aussichtspunkt hoch über dem Tal. Zwar über kleine und kurvenreiche Strässchen, doch der Ausblick belohnte uns mit einer grossartigen Sicht auf die Gegend.

Auch diese Seite des Tals war absolut sehenswert.

Direkt neben unserem Hotel, links vom gelben Haus, stand ein kleines Häuschen. Vorne vielleicht 3 Meter breit und nicht viel länger.

Darin war ein winziger Coiffeursalon untergebracht, den ich vor dem Abendessen noch schnell besuchte, um meine Frisur wieder etwas herzurichten. Der ältere Herr mit dem Kamm in der Hand machte einen guten Job. Sein Geschäftspartner bediente gerade einen anderen Kunden. Als die Einheimischen in ihrem lokalen Dialekt loslegten, verstand ich kaum ein Wort. Mit meinen Spanischkenntnissen kann ich sonst ab und zu der Konversation folgen.
Bildbeschreibung Coimbra durch Gemini

Da ich in meinen Reiseführern keine Beschreibung dieses Bilds fand, liess ich mir von Google Gemini helfen. Hier der Prompt und der Antworttext.
Kannst du mir dieses Bild aus dem Kloster Santa Cruz in Coimbra interpretieren?
Das Bild zeigt eines der berühmten Fliesengemälde (Azulejos) im Schiff der Kirche des Klosters *Santa Cruz* in Coimbra. Diese blau-weißen Kachelwände sind meisterhafte Beispiele der portugiesischen Barockkunst aus dem 18. Jahrhundert (ca. 1740er Jahre).
Da das Kloster dem Heiligen Kreuz (*Santa Cruz*) geweiht ist, thematisieren die großflächigen Paneele die Geschichte und Legende des Erlöserkreuzes.
Hier ist die detaillierte Interpretation der Szenen auf dem Bild
1. Inhaltliche Bildthemen (Die Legende des Heiligen Kreuzes)
Das gezeigte Paneel stellt die beiden zentralen historischen Figuren der Kreuzeslegende dar – Kaiser Konstantin den Großen und seine Mutter, die heilige Helena:
Die linke Bildhälfte (Der Triumph Konstantins):
Hier ist eine dynamische Szene mit Soldaten, Pferden und Rüstungen zu sehen. Sie zeigt den römischen Kaiser Konstantin vor oder nach einer entscheidenden Schlacht (vermutlich der Schlacht an der Milvischen Brücke). Nach der Legende hatte Konstantin vor der Schlacht eine Vision des Kreuzes mit den Worten *„In hoc signo vinces“* („In diesem Zeichen wirst du siegen“), was zu seinem Sieg und der anschließenden Christianisierung des Römischen Reiches führte.
Die rechte Bildhälfte (Die Auffindung des Kreuzes durch Helena):
Im Zentrum und rechts verlagert sich die Szene nach Jerusalem. Eine gekrönte Frauenfigur – die **heilige Helena** – steht inmitten von Begleitern und Geistlichen. Ganz rechts im Bild sieht man Arbeiter, die das vergrabene Holzkonstrukt freilegen und anheben. Dies stellt die *„Invenção da Santa Cruz“* (Auffindung des Wahren Kreuzes Christi) dar, die Helena auf einer Pilgerreise nach Palästina initiiert haben soll.
2. Stil und Epoche
Blau-Weiß-Monochromie (*Azul e Branco*):
Dieser typisch portugiesische Stil entwickelte sich im späten 17. und frühen 18. Jahrhundert, stark inspiriert von importiertem chinesischen Porzellan der Ming-Dynastie und holländischen Delft-Fliesen.
Barocke Pracht:
Der obere Teil des Paneels schließt mit einer opulenten, scheinbar dreidimensionalen Umrahmung ab. Diese imitiert architektonische Elemente, Girlanden, Putten (Engelsfiguren) und Medaillons, ähnlich den prunkvollen goldenen Holzschnitzereien (*Talha dourada*) jener Epoche.
3. Raumbezug
In der Mitte des Fliesengemäldes ist ein kleines, echtes Holzkreuz an der Wand angebracht, das die visuelle Brücke zwischen der historischen Erzählung auf den Fliesen und dem realen sakralen Raum der Kirche schlägt. Die davor platzierten Holzbänke zeigen, dass sich dieses monumentale Kunstwerk direkt auf Augenhöhe der Gläubigen im Kirchenschiff befindet, um ihnen die Gründungsgeschichte ihres Glaubens und des Klosters vor Augen zu führen.
Figueira da Foz mit Tagesausflug nach Coimbra
Unser nächstes Hotel lag in Figueira da Foz, einem weiteren Surfer- und Badeort an der Atlantikküste. In der Stadt selber gab es für uns nicht viel zu sehen, wir nutzten das Hotel als Stützpunkt für einen Ganztagesausflug am nächsten Tag nach Coimbra.

Nördlich der Stadt Figueira gab es einen Leuchtturm, zu dem wir hinfuhren. Die Anlage wird militärisch genutzt und war für uns leider nicht zugänglich. Immerhin gab es einige schöne Bilder von der Küste und der Ortschaft.

Noch etwas weiter nördlich des Leuchtturms bot sich die Gelegenheit, uns die Füße am Strand zu vertreten. Das Wasser war noch kälter als mein Pool im Tessin, für mich also ein No-Go. Auch meine Reisebegleiter liessen sich nicht verführen. Einige Einheimische und Touristen nutzten den langen Strand für ein Sonnenbad.
Am nächsten Morgen machten wir uns zeitig auf den Weg nach Coimbra, der bekannten Universitätsstadt etwas mehr als 50 km landeinwärts.

Wir fuhren nicht auf direktem Weg dorthin, sondern wählten eine Route durch ein Naturschutzgebiet. Auf diesen Hochspannungsmasten gab es ein richtiges Mehrfamilienhaus für Störche, welche hier ihre Nester bauten. Alleine in diesem Mast gab es mehr als 50 Nester, alle besetzt. Im Vordergrund war ein Sumpf, welcher offenbar genügend Nahrung sowohl für die adulten Vögel als auch für die Jungtiere bot.
1290 wurde in Coimbra die erste Universität gegründet, welche damit die älteste in Portugal und eine der ältesten in Europa ist. Von meinem letzten Besuch in der Stadt hatte ich die Universitätsbibliothek in bester Erinnerung. Diesmal war ein Besuch leider unmöglich, das nächste Terminfenster wäre erst in drei Tagen offengestanden.

Wir nutzten den Besuch, um die Innenstadt zu erkunden. Und selbstverständlich auch das eine oder andere Pastel de Nata zu geniessen. Der Platz des 8. Mai liegt im Zentrum.

Direkt am Platz liegt das Kloster Santa Cruz mit der gleichnamigen Kirche. Bereits 1131 wurde hier der Grundstein gelegt.

Im Innern gab es auch diesmal viele Azulejos, die typischen blauen Kacheln, welche ganze Geschichten erzählen. Auch die Kanzel ist nicht einfach aus Holz, sie wurde aus einem massiven Steinblock gehauen.

Eine Nahaufnahme eines hübschen Azulejos in der Kirche. Da ich meinen Reiseführern keine Informationen zum Bild fand, liess ich einmal mehr Google Gemini für mich arbeiten. Das für mich beeindruckende Resultat ist hier!

Die erste Version der Orgel wurde etwa 1530 erbaut, im Laufe der Jahre aber immer wieder erweitert und restauriert.

In und um das Kloster gab es viele Kreuzgänge, den speziellsten möchte ich hier vorstellen. Der Claustro de Manga oder Ärmelkreuzgang heißt so, weil er angeblich von seinem Stifter, dem König Johann III., 1533 auf seinem Ärmel skizziert wurde. Heute ist nur mehr ein kleiner Teil erhalten.

Vom zentralen Platz ging eine hübsche Einkaufsstraße ab, welche wir besichtigten. Die ganze Straße ist autofrei und mit einem hübschen Steinmuster verziert.

Einzelne Häuser haben eine eigenartige Form. Hier schließt ein rotes Haus eine Häuserzeile ab. Die Häuser in der Zeile sind alle nicht sehr breit.

Links und rechts der Straße waren viele Geschäfte, welche vor allem lokale Sachen feil hielten. Die großen internationalen Ketten waren hier nicht präsent.

Den Abschluss unseres Besuchs machte dieses Haus, welches gerade noch ein Zimmer breit ist! Im zweitobersten Geschoss gibt es aber immerhin noch einen Balkon. Das Bett müsste ich vermutlich längs im Zimmer aufstellen, sonst hätten meine langen Beine keinen Platz.
Ausflüge von Peniche: Castelo de Tomar, Fátima und Batalha
Unser Hotel in Peniche lag so gut, dass wir von hier aus einige Sehenswürdigkeiten in der weiteren Umgebung besuchen konnten und so nicht jeden Morgen die Koffer packen mussten.

Ein erster Besuch galt der Templerkirche und dem angeschlossenen Kloster in Tomar. Die Anlage wurde ab 1160 erbaut und immer wieder erweitert.

Im Innern der Kirche steht eine grosse Rotunde, der Zugang dazu führt durch dieses reich verzierte Tor.

Das Gebäude im Innenraum aus dem 12. Jhdt. ist voller Bilder und Steinmetz-Arbeiten. Es soll eines der schönsten in Europa sein. Das kann ann ich nicht beurteilen, mir gefiel es aber.

Aus dem 16. Jhdt. stammt das berühmte Fenster zum sogenannten Kapitelsaal, so sich die Christusritter versammelten und ihre nächsten Entdeckungsreisen planten. Das Fenster ist ein typisches Beispiel des manuelinischen Stils. Verzierungen von in Stein gehauenen Tauen und anderen Symbolen sind omnipräsent.

Ein Kloster braucht selbstverständlich auch Mönchszellen. Von diesem Gang gehen links und rechts die einzelnen Wohnzellen ab. Lediglich eine Zelle war geöffnet, diese aber uninteressant. Keine Möbel, nur ein kleiner, rechteckiger Raum mit einem ebenso kleinen Fenster.
Die Novizen hatte ihre Zellen im Untergschoss, dort aber ohne Fenster.

Noch ein weiteres Bild des Hauptgebäudes mit dem Fenster.

Insgesamt gibt es im Kloster 7 Kreuzgänge auf verschiedenen Ebenen. Von meinem Standort aus sind gerade 3 zu sehen, die sich um den zentralen Innenhof gruppieren.

Der Esssaal der Mönche wirkt spartanisch. Wie wohl das servierte Essen schmeckte? Mit viel Wein liess sich sicher alles gut runterspülen. Gesprochen wurde hier während der Mahlzeiten nicht, ein Vorleser las jeweils Passagen aus der Bibel.

Ein weiterer und für unseren Besuch letzter Kreuzgang schloss unseren Besuch in Tomar ab.
Die nächste Station war in der kleinen Stadt Fátima, wo ebenfalls eine grosse Kirche steht. Am 13. Mai 1917 hatten drei Hirtenkinder in der Gegend eine Erscheinung: Sie erkannten die Jungfrau Maria in einer Korkeiche im gleissenden Licht. Am 13. Juni 1917 soll sich das Spektakel wiederholt haben. Auch bis zum 13. Oktober desselben Jahres soll dasselbe geschehen sein. Da auch der Vatikan schliesslich von der Erscheinung überzeugt werden konnte, wurde der Ort zum grössten Wallfahrtort in Portugal.

Jährlich sollen heute bis zu 5 Mio. Personen diesen Ort besuchen. Am heutigen Pfingstmontag waren noch die Absperrungen auf dem grossen Platz zu sehen. Am gestrigen Pfingstonntag waren hier wohl riesige Menschenmassen. Der ganze Platz war immer noch voller heruntergetropften Kerzenwachses.

Auch die Kirche selber ist für ein Kaff mit bloss 12’000 Einwohnern ein wenig zu gross geraten. Aber für die Wallfahrten braucht es wohl ausreichend Platz.
Da viele unserer Ausflüge ohnehin von Besuchen in Klöstern und Kirchen geprägt waren, liessen wir auch Batalha nicht aus. In der Nähe dieser Ortschaft, auf Deutsch Sieg, fand 1385 eine Schlacht statt, bei welcher sich Portugal die Unabhängigkeit von Spanien sicherte. Zur Feier wollte der König eine Kloster mit Kirche errichten (lassen).

Der Grundstein für das Mosteiro Santa Maria de Vitória wurde 1386 gelegt. 1580 wurden die Arbeiten eingestellt, noch bevor die ganze Anlage fertiggestellt war. Auch bei diesem Besuch war leider wieder viel im Umbau.

Schon die Aussenfassade ist imposant.

Das schmale und hohe Mittelschiff zieht den Blick automatisch in die Höhe, ein von den gotischen Bauherren beabsichtigter Effekt. Die Bauten begannen zur Zeit der erfolgreichen Entdeckungen in der Welt, als Portugal sehr reich war. Bei der Aufgabe der Bauarbeiten war es damit vorbei und das Geld sass nicht mehr ganz so locker.

Auch hier gab es wieder einige schöne Kreuzgänge mit viel schöner Steinmetzarbeit.

Stein lässt sich mit genügend Zeit und Geld in filigrane Bauelemente verwandeln.

Noch heute verschlingt der Unterhalt der Anlage viel Geld. Die abgebrochenen Arbeiten werden aber nicht fertiggestellt. Da die Anlage zum Unesco-Weltkulturerbe zählt, werden sicher auch andere Organisationen wie die EU finanzeillen Support leisten.
