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- Kategorie: Winterreise 17 / 18 - 3. Etappe: Australia 17 / 18
Seltsame Vorschriften und ein Schiffswrack
In vielen Städten in New South Wales ist es Vorschrift, die Autos rückwärts in einem 45°-Winkel zu parkieren.

Das Einkaufen ist sicher einfacher, da sich die Beute so besser in den Kofferraum einladen lässt. Das Wegfahren nach dem Einkauf ist ebenfalls viel einfacher. Andererseits sieht eine solche Strasse für meine Augen seltsam aus. Und nicht alle Fahrer beherrschen die Technik.

Als ich dann aber diese Frau einparken sah, machte ich mir meine Gedanken. Sie suchte sich wohlweislich einen Parkplatz ausserhalb des Zentrums, sie war offenbar noch am Üben.

Ebenfalls seltsam ist dieses Schild: Fussgänger müssen hier den Fahrzeugen den Vortritt lassen.

Es gibt jedoch rote Fussgängerstreifen mit einem gelben Schild davor. Hier haben Fussgänger Vortritt vor den Autos. Eine seltsame Regelung.

Wir sind nun in Woolgoolga, etwa 40 km nördlich von Coffs Harbour und knapp 600 km nördlich von Sydney. Wie überall an der Pazifikküste gibt es hier zur richtigen Jahreszeit viele Wale, welche von der Antarktis in den Norden Australiens ziehen. Offenbar werden immer wieder Wale von Booten verletzt, dieser „Blade Runner“ genannte Wal hatte grosses Glück im Unglück. Eine Schiffsschraube verletzte ihn am Rücken und an der Schwanzflosse. Er überlebte die Verletzung und kehrt immer noch jedes Jahr hierhin zurück. Heute dürfen sich Boote den Walen nur noch bis auf maximal 100 oder 300 m nähern. Mütter mit Kälbern brauchen 300 m Abstand, allein reisenden Tieren darf ein Schiff sich bis auf 100 m nähern.

Das heutige schöne Wetter liess die Strände wieder im besten Licht erscheinen. Wir entschlossen uns deshalb, schon am früheren Nachmittag einen Campground zu suchen und dann noch im Pazifik zu baden. Das Wasser war mit 23° zwar nicht überaus warm, doch immer noch angenehm.

Direkt vor unserem Campground lief am 8. März 1893 die Buster, ein 39 m langes Schiff, auf Grund und was übrig blieb, verrottet nun langsam. In einigen Jahren wird davon wohl nichts mehr zu sehen sein. Das Schiff sollte Holz laden, bei einem Sturm riss jedoch die Ankerkette, worauf das Schiff ins Meer abdriftete und schliesslich am Ufer auflief. Es kamen glücklicherweise keine Menschen zu Schaden.
