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- Kategorie: Winterreise 17 / 18 - 3. Etappe: Australia 17 / 18
Allerlei Vögel in Airlie Beach

Nachdem uns gestern Abend spät doch noch ein Gewitter heimsuchte, zeigte sich der Pazifik heute morgen in seinem schönsten Licht. Wir genossen unser Frühstück mit dieser unbezahlbaren Aussicht: Kokospalmen und dahinter der endlose Himmel über dem grössten Ozean der Welt. Knapp 30° schon zum Frühstück und dann noch in der Online Zeitung gelesen, dass die Schweiz die wohl kälteste Nacht des Jahres erlebte. Gute 40° Differenz und wir am oberen Ende ...

Vom sogenannten Flagstaff-Hill bei Bowen zeigten sich die der Küste vorgelagerten Inseln, einige davon schon wieder unter Wolken, wo sich neue Niederschläge ankündigten.

Wir machten uns auf den Weg nach Airlie Beach, wo wir übernachten wollten. Dies waren heute nur gerade 80 km, so dass uns genügend Zeit für einen Bummel im Dorf blieb. Am Strand warnen grosse Tafeln vor dem Bad im offenen Meer, im Sommer gibt es hier überall Quallen. Zwei Mitglieder dieser Familie sind sehr gefährlich, wenn ich nur schon die Hinweise lese, vergeht mir die Lust auf einen Schwumm im Meer. Unmittelbar medizinische Hilfe aufsuchen zu müssen, ist nicht meine Idee eines gemütlichen Strandtages.
Airlie Beach ist eine In-Lokation, hier gibt es von Backpacker-Lokalen über einfachere Hotels bis zu Luxus-Resorts alles, was das Touristenherz höher schlagen lässt. Im Zentrum gibt es auch viele Restaurants, Bars und andere Vergnügungslokale. Diese ziehen ihrerseits viele seltsame Vögel an.

Auf vielen Campgrounds gehört es zum Tagesprogramm, dass die lokalen fliegenden Vögel gefüttert werden. Unser heutiger Campground ist keine Ausnahme. Dutzende von Papageien liessen sich hier mit eingeweichten Brotbrocken verpflegen.

Ein Vogel, der mich zuerst an eine afrikanische Bekanntschaft erinnerte, besuchte uns beim Camper. In Afrika gibt es ein ähnliches Tier, das Dick-Knee. In Australien heissen diese Vögel Bush Stone-curlew oder eben auch Bush Dick-Knee. Hier waren sie nicht sehr scheu und liessen sich problemlos fotografieren.

Der Sulfur-crested Kakadu macht einen Höllenlärm, wenn er von Baum zu Baum fliegt. Sobald er irgendwo sitzt, ist er für eine kurze Zeit ruhig, bevor er bald wieder losfliegt und wiederum sein Gekrächze ertönen lässt.

Dieses Dick-Knee schämte sich offenbar, er suchte hinter einem Baum Schutz.

Als es sich wieder hinter dem Baum hervor traute, posierte er noch für ein Porträt aus der Nähe. Ein hübscher Vogel.
