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- Kategorie: Winterreise 17 / 18 - 3. Etappe: Australia 17 / 18
Uluru, Ayer’s Rock aus der Nähe

Am heutigen ersten Tag des neuen Jahres besichtigten wir den Uluru aus der Nähe. Von einem Parkplatz aus gibt es einige Wanderwege, welche entlang der Basis zu ein paar interessanten Stellen führen. Aus der Nähe gesehen zeigt der Berg ganz andere Seiten, als dies aus der Ferne zu erahnen ist. An dieser Stelle ist gut zu sehen, dass der Berg aus Sandstein besteht, der im Laufe von hunderten von Millionen Jahren am Grund eines Meeres abgelagert und vor etwa 300 Millionen Jahre um 90° gedreht wurde. Die einzelnen Schichten stehen nun senkrecht!

Die schwarzen Bänder auf dem Stein sind Algen, welche sich hier bilden, wenn das Wasser vom Berg herunter rinnt. Bei Regenfällen kommen hier ganze Wasserfälle vom Berg.

Am Fuss des Uluru bilden sich grössere und kleinere Tümpel, welche allerhand Leben beherbergen. In diesem untiefen Wässerchen lebten einige Qualquapen, welche sich bald schon in grössere Frösche verwandeln werden.

Als wir an dieser Stelle vorbei gingen, hatten wir ein mulmiges Gefühl: Der Berg drohte, uns lebendigen Leibes zu verschlingen! Glücklicherweise geschah aber nichts, andere Touristen waren offenbar willkommener.

An sehr vielen Stellen rinnt Wasser vom Berg und lässt in den Spalten immer wieder Pflanzen überleben. Der Stein wird unter der glühenden Sonne sehr heiss, trotzdem finden Pflanzen hier immer eine Nische für ein kärgliches Leben.

Ein dünnes Bächlein hat im Laufe von vielen, vielen Jahren an dieser Stelle eine Rinne aus dem Stein geschliffen, durch welche es einen grösseren Pool am Fuss des Berges speist. Steter Tropfen höhlt auch hier den Stein!

Unter einem Felsvorsprung fanden sich im Laufe vieler Jahre lokale Aborigines ein, welche hier noch bis von wenigen Jahrzehnten ihren Kindern die Geschichten ihres Volkes weiter gaben. Dazu nutzten sie Zeichnungen an den Felswänden, welche noch gut zu sehen sind.

An einer anderen Wand sind nochmals viele Symbole zu sehen, deren Bedeutung sich mir nicht erschliesst. Die konzentrischen Kreise trifft man auf vielen Bildern der indigenen Künstler an, welche hier in den Souvenir-Geschäften verkauft werden. Auch die anderen abstrakten Figuren wie der gelbe Wedel sind oft zu sehen.
