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- Kategorie: Winterreise 17 / 18 - 3. Etappe: Australia 17 / 18
Abrupter Szenenwechsel
Den gestrigen Morgen verbrachten wir noch in Bangkok. Wir hatten noch genügend Zeit, den Tempel der Morgenröte, das Wat Arun, anzusehen. Dieser liegt von unserem Hotel aus gesehen auf der anderen Seite des grossen Flusses, welcher Bangkok durchschneidet.

Diese Figürchen sind in Thailand sehr beliebt, bei vielen Tempeln und auch anderen Gebäuden stehen sie im Garten und bringen mich immer wieder zum Schmunzeln. Die lachenden Weiber und auch die lachenden Schweinchen sollen wohl Glück bringen.

Bei unserem letzten Besuch hier war der Haupt-Chedi des Wat Arun noch eingerüstet, nun sind die Renovations-Arbeiten abgeschlossen und der Tempel würde bei schönem Wetter wieder voll erstrahlen. Leider war uns die Sonne diesmal nicht sehr gesonnen.

Vergoldete Buddha-Figuren gehören auch hier zur Grundausstattung der Anlage. Die vielen kleinen Figürchen am Fries sind hier nicht aus Gold, sondern aus Keramik.
Nach dem Mittag machten wir uns auf den Weg zum Flughafen, wo das Einchecken problemlos verlief. Pass- und Sicherheitskontrolle sind für Business Passagiere separat und gehen sehr schnell von statten. Die Fahrt vom Stadtzentrum hingegen war sehr mühsam. Viele Thais machten sich schon für das lange Wochenende auf den Weg zu ihren Heimatdörfern im Norden des Landes. Das übliche Verkehrschaos vervielfachte sich dadurch noch massiv.

Nach dem Einchecken am Flughafen führt der Weg wie üblich durch ein gigantisches Zollfrei-Geschäft, wo alles mögliche feilgeboten wird. So auch Zigaretten. Die Werbung für die Glimmstengel ist jedoch sehr klein im Vergleich zu den Warnungen vor Gesundheitsschäden durch das Rauchen. Ganz verschämt wird darauf hingewiesen, dass in diesem Laden Glimmstengel verkauft werden.Ob wohl überhaupt irgend ein Raucher die Warnungen ernst nimmt?

Wir sollten um 17:50 einsteigen, diese Aktion verzögerte sich allerdings um eine halbe Stunde. Doch wir sollten die Zeit während des Flugs locker wieder herein holen. Auf jeden Fall landeten wir nach knapp neun Stunden ruhigen Fluges am Zielort.

Ein neuer Kontinent erwartete uns. Da Ruth noch nie in Australien war, wollte ich ihr Sydney auf dem für mich schönsten Weg nahe bringen. Wir fuhren mit einem Taxi nach Manly, einer kleinen Stadt nördlich von Sydney. Von dort aus gibt es eine Fähre, welche zuerst entlang der Küste schippert und dann um eine Landzunge ins Hafenbecken biegt. Spätestens dann bietet sich ein grossartiger Blick auf die Stadt und die beiden berühmten Wahrzeichen, das Opernhaus sowie die Harbour-Bridge.

Das Opernhaus wurde schon millionenfach fotografiert, auch in meinem Fundus gibt es unzählige Aufnahmen. Trotzdem musste ich auch heute wieder auf den Auslöser drücken, zu schön ist das Bauwert mit der Innenstadt im Hintergrund. Ein grösseres Kreuzfahrtschiff legte gerade im Hafen an. Dementsprechend viele Passagiere machten heute die Stadt unsicher. Vorallem die Amis an Bord stürmten die Souvenir-Geschäfte rund um den Hafen.

Ein weiteres berühmtes Gebäude ist die City-Hall, ein Bau aus dem späten 18. Jhdt. Heute tagt hier das Stadt-Parlament und der Bürgermeister hat hier seinen Sitz. Ganz Sydney ist eine interessante Mischung aus Gebäuden aus dem vorletzten Jahrhundert und modernen Glas- und Stahlbauten.

Die letzten Resten der diesjährigen Weihnachten sind noch nicht weggeräumt und schon beginnen in der ganzen Stadt die Vorbereitungen für das diesjährige Neujahrsfest. Wir werden dieses nicht hier erleben, wir werden in der Mitte des Kontinentes, in Yulara beim Uluru, sein. Ruhiger und mit viel weniger Leuten, ganz nach unserem Geschmack.

Am Nachmittag waren wir nochmals in der Stadt unterwegs und neben vielem anderen Sightseeing wanderten wir über die Harbour-Bridge. Von der Brücke aus ergeben sich immer wieder interessante Blicke auf die Stadt, selbstverständlich auch auf das berühmte Opernhaus. Die vielen Vergnügungsbote im Hafenbecken zeichneten gerade ein interessantes Muster auf das Wasser.
