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  • Namibia
  • 2017
  • Winter 17 / 18

Zusammen mit meinem Freund Paul bereise ich im November 17 Namibia. Zuerst den Süden des Landes und zum Abschluss dann noch die Etosha-Pfanne.

Dolomite Camp, Etosha NP - Eine unglaubliche Vielfalt

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Kategorie: Winterreise 17 / 18 - 1. Etappe: Namibia 17 mit Paul
22. November 2017

Heute begann für mich der Höhepunkt der diesjährigen Namibia-Reise, der Etosha NP. Wir starten ganz im Westen in der Dolomite Lodge und kämpfen uns während 7 Tagen bis zum Namutoni-Gate durch den Park.

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Zuerst allerdings überquerten wir einen grossen Pass, den Grootberg-Pass. Auf über 1530 m lag der Übergang. Der Blick zurück in den Westen zeigt eine ziemlich wüstenhafte Gegend, nur wenig Vegetation in einer grossen Weite. Die Fahrt auf den Pass mussten wir erleiden, da die Piste stellenweise in einem jämmerlichen Zustand war. Brutales Wellblech liess die ganze Karosserie rütteln und mehr als 40 km/h lagen einfach nicht drin. Nach knapp 20 Minuten war der Spuk zum Glück vorbei.

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Der Blick in Richtung Osten zeigt einen recht dichten Mopane-Wald, Mopane ist ein Baum / Busch, der im südlichen Afrika hier häufig ist. Elefanten fressen die Blätter der Sträucher sehr gerne. Doch wir sahen einmal mehr keine Spuren der grauen Dickhäuter.

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Ich mache jeweils ein Spiel daraus, wenn ich in einen Nationalpark komme: Welches ist wohl das erste Tier, das ich sehe? Diesmal gewannen die Hartmann-Mountain-Zebras. Eine ganze Gruppe posierte neben der Piste. Gut gemacht!

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Das erste Wasserloch nach dem Gate habe ich schon oft besucht, es war immer leer. Trotzdem entschied ich heute, es noch einmal zu versuchen: Zum Glück! Elefanten, Zebras, Oryx, Strausse und als Bonus noch Giraffen, alle vereint beim Durstlöschen! Die Natur ist eben nicht vorhersehbar und vorgefasste Meinungen zählen nicht.

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Insgesamt 13 Elefanten, ein grosser Bulle, 3 erwachsene Mütter sowie 9 Jungtiere verschiedenen Alters. Bei einem meiner letzten Besuche in der Etosha sah ich während einer Woche gerade einen einzigen Elefanten, nun schon am ersten Tag 13.

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Bald schon machte sich ein Teil der Gruppe auf und verliess das Wasserloch, andere blieben noch in der Gegend.

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Zwei Straussenpaare warteten auf ihre Zeit, damit auch sie ihren Durst stillen konnten. Ganz aufgeregt flatterten sie schon mir ihren Federn. Wir machten uns auf den Weg zur Lodge und wollten am späteren Nachmittag nochmals eine Ausfahrt machen.

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Die kleinste Gazelle, ein Damara-Dik-Dik suchte Schutz vor der brennenden Sonne unter einem Baum. Die grossen Ohren erlauben es ihm, jegliche Gefahr schon von Weitem zu hören und sich rechtzeitig aus dem Staub zu machen.

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Drei Kudu-Männchen, die noch keine eigene Herde haben, zogen gemeinsam umher. Da sie im dichten Gestrüpp unterwegs waren, kriegte ich lediglich ein Tier einigermassen brauchbar vor die Linse.

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Noch mehr Giraffen sowie die grösste Antilope Afrikas, die ich in der Etosha noch nie antraf. Die Eland-Antilope sieht nicht nur speziell aus, sie schmeckt auch ausgezeichnet auf dem Teller. Ab und zu wird sie in Namibia serviert.

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Nicht auf dem Teller landen diese Crowned Plover, eine Art Kibitz. Mit den roten Beinen, dem grauen Federkleid auf dem Rücken und dem schwarzen Kopf mit der weissen Zeichnung sieht er sehr elegant aus.

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Ich kenne diesen Vogel als Black bellied Bustard, hier heisst er Northern Korhaan. Auch er hat ein fein gemustertes Federkleid, den Kopf trägt er immer sehr stolz.

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Schliesslich entdeckte ich noch einen Schakal, diese sehen immer sehr gewitzt aus. Sie traben leichtfüssig über die Ebenen und wirken immer äusserst wachsam.

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Den Schluss machte heute eine Giraffe, die an einem Wasserloch einsam ihren Durst löschte. Sehr bequem sieht diese Trink-Stellung nicht aus. Ihr scheint dies nichts auszumachen.
Für den ersten Tag, eher noch den ersten Halbtag war dies eine hervorragende Ausbeute an interessanten Begegnungen. So viele Tiere erwartete ich im Westteil der Etosha nicht. Bei meinen bisherigen Besuchen traf ich hier viel weniger Tiere. Ich bin gespannt, wie es weiter geht!

Vom Mahnfinger zur Galerie

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Kategorie: Winterreise 17 / 18 - 1. Etappe: Namibia 17 mit Paul
20. November 2017

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Als wir von der Vingerclip Lodge losfuhren ergab sich heute ein schöner Blick zurück auf einen Tafelberg und rechts davon die Vingerclip. Aus der Distanz und im Vergleich zum Tafelberg wirkt sie gar nicht so gross.
Unser nächstes Ziel hiess Twyfelfontein, eine grosse Open-Air-Kunstausstellung in der Wüste. Bis dahin waren aber noch einige km zu fahren. Ab und zu musste Paul aussteigen und ein Tor öffnen sowie nach der Durchfahrt wieder schliessen. Die Aufforderung in Afrikans war für einen Schweizer gut zu verstehen, auch ohne den englischen Text zu übersetzen.

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Unterwegs bemerkte ich diese seltsame Pflanze, welche an eine Rübe erinnert, die ausgerissen und verkehrt herum wieder eingepflanzt wurde. Es handelt sich um einen Vertreter der Moringa-Familie, die genaue Art kenne ich nicht. In Deutsch werden diese Pflanzen Mehlsack-Baum genannt. Es gibt Vertreter der Familie, bei denen der Name schnell klar ist, dieses Modell stellt einen eher seltsamen Sack dar.

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Die Damara, die ortsansässige Bevölkerung, baut traditionell mit Adobe. Dazu wird zuerst ein Gerüst aus Holzstäben gebaut, dieses dann mit Stoh ausgekleidet und schliesslich mit Lehm überzogen. Eine gute Isolation sowohl gegen Kälte als auch gegen Hitze. Die Blechdächer sind eher unpraktisch, diese sorgen nur für Hitze und Kälte. Das grösste Problem ist hier nahezu keines: Bei Regen verursacht das Dach einen Höllenlärm!

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Ein Holländer betrieb in diesem Talkessel einige Jahre Landwirtschaft. Die Quelle unter dem Blechdach hinten links versprach etwas Wasser, leider aber nicht konstant, so dass er den Betrieb bald wieder aufgeben musste. Er nannte die Quelle Twyfelfontein, zweifelhafte Quelle. Der Name blieb erhalten und steht mittlerweile für ein Weltkulturerbe.

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In dieser Geröllhalde verbergen sich mehr als 2’500 Gravuren im Sandstein. Das genaue Alter ist nicht bestimmbar, da für die Gravuren keine Farben verwendet wurden und Stein lässt sich kaum zuverlässig datieren. Es wird aber spekuliert, dass die meisten Figuren mehrere Tausend Jahre als seien.

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Sehr gut sind einzelne Tiere zu erkennen. Zebras, Nashörner und auch Fussspuren von Tieren sind hier dargestellt.

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Giraffe, Oryx und auch Menschenfüsse sind hier zu erkennen. Die Künstler konnten die Figuren nur in den Stein ritzen, wenn die Platte frisch exponiert war. Sobald der Sandstein vollständig getrocknet war, konnte er nicht mehr bearbeitet werden.

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Giraffen, Springböcke, Oryx sowie ein Strauss sind hier abgebildet. Der Strauss ist sehr interessant, es ist eine Art Trickfilm vom trinkenden Tier. Vermutlich einer der ersten Trickfilme weltweit! Im nächsten Bild habe ich die einzelnen Stellungen des Kopfes nachgezeichnet, um die Sequenz zu veranschaulichen.

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Der Kopf ist in vier Stellungen gezeichnet: Zuerst ganz unten und am Schluss wieder ganz oben. Vielleicht aber auch in umgekehrter Reihenfolge.

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Neben Giraffen, Rhino und Springböcken sind hier noch zwei weitere Tiere dargestellt, welche die Künstler in dieser Gegend sicher nicht angetroffen haben: Ganz rechts aussen ist eine Robbe dargestellt, diese kommen nur etwa 100 km östlich am Atlantik vor.

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Auf derselben Platte links aussen ist schliesslich ein Pinguin zu sehen, diese Tiere finden sich heute bei Lüderitz, viele hundert km südwestlich. Es kann sein, dass diese in früherer Zeit auch nördlicher zu finden waren, auf jeden Fall aber viele km westlich am Atlantik. Diese beiden Darstellungen zeigen, dass die nomadischen Künstler grosse Strecken auf ihren Wanderungen zurück legten.

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Ein weitere schöne Platte ist dieser Zoo: Giraffe, Gazellen, Oryx, Nashorn sowie ein grosser Löwe, der irgend etwas in der Schnauze trägt, ein Beute- oder ein eigenes Jungtier? Die Künstler können leider nicht mehr befragt werden.

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In der Nähe gibt es noch sogenannte Orgelpfeifen, Basaltsäulen, die schön freigelegt sind. Als Grössenvergleich muss hier Paul hinhalten. 

Von prähistorischen Bildern zum Mahnfinger

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Kategorie: Winterreise 17 / 18 - 1. Etappe: Namibia 17 mit Paul
19. November 2017

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In der Nähe von Uis liegt der Brandberg, ein weiterer Granitfelsen, der die umliegende Landschaft überragt. Doch hierhin führte uns unser Besuch nicht wegen des Granites, sondern wegen der Felszeichnungen, welche hier berühmt sind.

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Für mich lagen die Zeichnungen heute ausser Reichweite, 2.5 km hin und ebenso viele wieder zurück bei 35°, dazu noch über Stock und Stein. Unmöglich. Paul liess sich davon aber nicht abhalten und besuchte die Bilder. Die folgenden Aufnahmen verwende ich mit seiner Genehmigung. Auf diesem Bild sind einige Tiere sowie eine Gruppe von Menschen zu sehen. Die Farben haben sich erstaunlich gut gehalten. Die Malereien dürfen nur noch mit Begleitung durch einen Führer besucht werden, so wird die Beschädigung durch Idioten minimiert.

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Zebra und Menschen sind hier zu sehen. Offenbar handelt es sich beim Zebra um ein Mountain-Zebra, von denen wir immer noch keine sahen.

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Eine weitere Gruppe von Tieren und Menschen, auch sie sehr gut erhalten.

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Im Hintergrund der Brandberg und davor Granitbrocken von einer anderen vulkanischen Aktivität. Die einzelnen Stücke schon zu Kugeln verwittert.

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Diese grosse Kugel mit gut 2.5 m Durchmesser ist in der Mitte gespalten. Idiotische Touristen finden es sauglatt, Steine in den Spalt zu werfen. Was sie daran finden, entzieht sich meiner Vorstellung.

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Auf dem weiteren Weg trafen wir immer wieder Termiten-Hügel, hier für einmal nahezu weisse, da der zum Bau verwendete Sand diese Farbe hat. Einige km weiter waren die Haufen wieder rot, ganz der Sandfarbe angepasst.

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Das Ziel unserer heutigen Reise war eine seltsame Säule aus Sandstein, welche der Erosion bis heute stand gehalten hat. Die Säule heisst Vingerclip und wird von den Einheimischen offenbar als Mahnfinger Gottes interpretiert. Ich könnte mir hingegen gut vorstellen, dass es sich hier um den Stinkefinger Gottes für Donald Trump handelt. Verdient hätte es dieser Trottel allemal.

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Von der Basis der Vingerclip schweift der Blick über das ganze Tal. Neben der Vingerclip gibt es noch einige Tafelberge aus Sandstein, welche ebenfalls noch stehen geblieben sind.

Grosser Granitberg - Spitzkoppe

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Kategorie: Winterreise 17 / 18 - 1. Etappe: Namibia 17 mit Paul
18. November 2017

Auf dem Weg von Hentiesbay ins Hochland kamen wir heute an einem Bergmassiv vorbei, der Spitzkoppe. Dies ist ein massiver Granitfels, der durch eine sogenannte Intrusion entstand. Magma stieg vor etwa 130 Mio. Jahren aus der Tiefe auf, vermochte aber die Erdoberfläche nicht zu durchstossen. Das umliegende Gestein wurde im Laufe der Zeit erodiert,nur der rötliche Granit blieb stehen. Heute ragt die Formation etwa 700 m über die umliegende Ebene.

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Die grosse Spitzkoppe, die höchste der Erhebungen. Sie ist ein beliebtes Ziel für Bergsteiger, jedoch eher im Winter als im Sommer. Im Sommer ist der Stein so heiss, dass man sich daran die Finger verbrennt. Heute morgen verliessen wir Hentiesbay bei 14° und nur weinige Stunden später stieg das Thermometer auf 34° Celsius. Auf Meereshöhe kalt, hier auf 1500 m.ü.M. sehr heiss!
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Das Spitzkuppe-Massiv umfasst eine Vielzahl von einzelnen Formationen: Von grossen Felsbrocken über kleine Kugeln bis zu dieser eindrücklichen Felswand.

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Bei dieser Formation kann mach sich die Entstehung vorstellen: Das Magma füllte Kluften und Höhlen im Untergrund aus, anschliessend wird das Deckgestein weggewaschen und zurück bleibt diese seltsame Formation.

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Eine Granitkugel rollte irgendwann vom Berg hinunter und wurde von einer grösseren Kugel gebremst. Wie lange sie schon in dieser Position verharrt, lässt sich nicht bestimmen.

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In vielen der Spalten und kleinen Höhlen leben Klippschleifer, hier Dassies genannt. Nur bei sehr genauem Hinsehen sind sie erkennbar. Sie sind eine beliebte Futterquelle für die Black Eagle, (Verreaux’s eagle), welche hier leben. Ich las in einem Nationalpark, dass ein Paar pro Jahr um die 300 Dassies jagt und vertilgt. Sie sollen bis zu 90% ihrer Diät ausmachen. Da verstehe ich gut, dass die Dassies in Felsspalten leben und jeweils nur schnellstmöglich über die offen Flächen rennen. Wer will schon plötzlich fliegen!

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Die Spitzkoppe von Norden aus gesehen, ein Blick zurück, bevor wir weiter in Richtung Uis fuhren.

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In der nähe von Uis begrüssten uns diese White bellied Korhans, eine Art Trappen, die meist in Paaren leben, hier ist noch ein schon etwas älteres Jungtier dabei. Ihre Färbung macht sie in ihrem Lebensraum nur sehr schwer erkennbar, eine nahezu perfekte Tarnung.

Robben, Robben und noch mehr Robben - und es stinkt!

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Kategorie: Winterreise 17 / 18 - 1. Etappe: Namibia 17 mit Paul
17. November 2017

Cape Cross liegt etwa 70 km nördlich von Swakopmund am Atlantik. Das Kap wurde 1484 vom Portugiesen Diego Câo als erstem Europäer betreten und mit einem Kreuz als Besitz der portugiesischen Krone markiert. Heute hat das Kap vor allem Bedeutung als Reservat von Cape Fur Seals, einer Robbenart. Zeitweise sollen hier um die 150’000 Tiere anzutreffen sein.Heute waren es bei weitem nicht so viele. Als ich im Dezember 16 hier war, traf ich viel mehr Tiere an.

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Je nach Blickwinkel sahen wir aber auch heute tausende von Robben. Es gab auch schon die ersten Jungtiere, obwohl die Saison erst startet. Von allen Jungtieren überlebt nur gerade zwei Drittel, die übrigen werden entweder von unachtsamen Grosstieren zerdrückt, sterben vor Hunger oder ertrinken. Auch fallen immer wieder Jungtiere den Schakalen und braunen Hyänen zum Opfer.

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Eine Pose, welche die Seals offenbar gerne einnehmen. Der Kopf in die Höhe gestreckt und auf einem Stein stehen. Meist halten sie die Augen geschlossen, es kann ihnen also nicht um die Übersicht gehen.

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Eine Mutter fasst ihr Neugeborenes am Genick und trägt es über den Sand in Richtung Meer. Die Kleinen schreien jeweils jämmerlich ob dieser Behandlung.

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Die Felsen sind von den vielen Robben abgeschliffen, sie glänzen in der Sonne. Die vielen Tiere hinterlassen einen fürchterlichen Gestank. Wenn wie heute der Wind vom Meer her weht, wird das Fotografieren zur Qual, weil ich nicht gleichzeitig meine grosse Linse stützen und mir die Nase zuhalten kann.

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Der rundgeschliffene Stein gibt offenbar ein sanftes Ruhekissen ab. Die Sonne wärmt das nasse Fell und trocknet dieses langsam aus. Die Robbe scheint die Situation zu geniessen. Wie viele Robbengenerationen haben wohl hier schon die Steine abgeschliffen?

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Die Köpfe werden oft nach hinten gelegt. Damit das Hirn zusammenläuft?

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Wenn die Robben frisch aus dem Wasser kommen, glänzt ihr Fell und sie wirken schwarz. Sobald das Fell angetrocknet ist, wechselt es zu einem helleren Braun.

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Auch diese Stellung scheint bequem zu sein!

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Die langen Schnauzhaare werden bei Männern ja oft auch Seehundschnauz genannt. Ganz so lang werden diese aber bei uns nicht.

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Die Küste des nördlichen Namibia wird auch Skeleton-Küste genannt. Hier erlitten während der vergangenen Jahrhunderte unzählige Schiffe Schiffbruch. Dieser Fischkutter lief 2008 auf Grund und verrostet seither. Er dient vielen Wasservögeln, meist Kormoranen, als Nistplatz.

Auf der Suche nach dem lebendigen Fossil

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Kategorie: Winterreise 17 / 18 - 1. Etappe: Namibia 17 mit Paul
16. November 2017

Östlich von Swakopmund führt ein etwa 50 km langer Rundweg durch die Wüste. Hier leben Pflanzen, die lediglich im südwestlichen Afrika vorkommen. Diese wollten wir uns heute ansehen und dabei noch etwas einer speziellen Landschaft erleben.

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Die Wüste ist hier sehr fragil, diese Spur stammt aus dem Beginn des 19. Jhdt., als hier noch Ochsenwagen unterwegs waren. Die damals gestörte Vegetation ist noch nicht wieder gewachsen.

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Flechten überleben in diesem rauhen Klima mehr schlecht als recht. Während langer Trockenperioden stellen sie ihr Leben praktisch ein, beim kleinsten Regentropfen erwachen sie wieder. Es regnet hier durchschnittlich um die 20 mm pro Jahr, in machen Jahren jedoch überhaupt nicht. Wenn dann mal Regen fällt, dann meist die ganze Menge auf ein mal.

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Die Gegend wird auch Mondlandschaft genannt. Es gibt ebenfalls kaum nennenswerte Vegetation. Am Boden dieses Canyon fliesst der Swakop, der Fluss, welcher Swakopmund den Namen gab. Die Mündung des Swakop. Von Fluss sieht man allerdings nichts, einige sandige Stellen sind alles. Die Vegetation lebt vom Grundwasser, welches hier noch vorhanden ist. Der Swakop selber wird nördlich von Windhoek gestaut und das Wasser wird für die Hauptstadt gebraucht.

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Die kahlen Felsen kontrastieren mit den wenigen Kameldorn-Bäumen. Sonst nur Sand, Sand und noch mehr Sand.

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Sobald etwas Grund-Wasser verfügbar ist, spriesst schönes, frisches Grün! Eine willkommene Abwechslung in dem ewigen Braun, Gelb und Schwarz.

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In diesen Hügelketten zieht sich schwarzes Band von Dolerit über weite Strecken. Dolerit ist eine Art von Basalt, ein vulkanisches Gestein, das sehr langsam verwittert und deshalb gut sichtbar ist.

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Bei einer Furt liegt das Dolerit-Band schön zu tage. Das übrige Gestein verwittert schnell, nur das schwarze Band bleibt länger bestehen.

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Bald schon sahen wir die erste der Pflanzen: Eine Welwitschia mirabilis, der einzigen Art in der Gattung Welwitschia. Sie kommt ausschliesslich in der Wüste Namib vor, ein Gebiet, dass sich von Swakopmund entlang der Küste bis nach Angola erstreckt. Die Pflanze hat eigentlich zwei Blätter, welche aus dem zentralen Teil herauswachsen. Die Blätter spalten sich im Laufe der Zeit, so dass es oft aussieht, als ob mehrere Blätter bestünden. Die meisten Pflanzen sind mehrere hundert Jahre alt, dazu später noch mehr.

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Leider gibt es auch bei diesen Pflanzen Idioten-Touristen, welche einzelne Blätter ausreissen, um sie dann wieder achtlos liegen zu lassen. Was geht in diesen Hohlköpfen wohl vor?

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Ein Blatt einer männlichen Pflanze mit den Blütenständen. Das Holzstück im Vordergrund ist Teil der Wurzel, die als Pfahlwurzel tief in den Boden reicht. Das Blatt selber ist noch nicht gross gespalten. Das zweite Blatt ist wohl schon lange verschwunden, vielleicht von einem Tier gefressen.

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Die älteste Welwitschia in der Gegend von Swakopmund sei um die 1’600 Jahre alt, sie wird von einem Gitterzaun umschlossen, damit sich niemand ein Stück abschneiden kann. Einen Schönheitspreis wird diese Pflanze wohl kaum gewinnen, doch mit dem Wissen um ihr Alter und Ausdauer in diesem Lebensraum nötigt sie mindestens mir viel Respekt ab.

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Als wir von unserem Ausflug zurück kamen, liessen wir unser Auto innen reinigen. In jeder Ritze und auf jeder kleinsten Fläche lag viel feiner Sand und Staub. Mit Druckluft wurde zuerst der gröbste Staub entfernt und anschliessend wurden mit dem Staubsauger noch die letzten Partikel entsorgt. Nun können wir den zweiten Teil unserer Reise mit einem sauberen Fahrzeug in Angriff nehmen.

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Die ganze Putzaktion, immerhin waren 3 Personen fulltime beschäftigt, dauerte eine knappe halbe Stunde und kostete N$ 40, etwa 2.80 CHF. Dafür gab es eine handgeschriebene, datierte und gestempelte Quittung mit einer Kopie für den Chef! Es muss alles seine Richtigkeit haben.

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Am Strand von Swakopmund herrschte heute emsiges Treiben. Einige Einheimische waren sogar im Wasser! Für mich die Gelegenheit für ein kleines Bier in der warmen Abendsonne, Paul löschte seinen Durst mit Wasser.

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Der Strand sieht sehr schön aus, doch die Wassertemperatur ist mit 14° viel zu kalt!

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  2. Auf der erfolglosen Jagd nach Mountain Zebras im Namib Naukluft NP
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