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- Kategorie: Winterreise 17 / 18 - 1. Etappe: Namibia 17 mit Paul
Grosser Granitberg - Spitzkoppe
Auf dem Weg von Hentiesbay ins Hochland kamen wir heute an einem Bergmassiv vorbei, der Spitzkoppe. Dies ist ein massiver Granitfels, der durch eine sogenannte Intrusion entstand. Magma stieg vor etwa 130 Mio. Jahren aus der Tiefe auf, vermochte aber die Erdoberfläche nicht zu durchstossen. Das umliegende Gestein wurde im Laufe der Zeit erodiert,nur der rötliche Granit blieb stehen. Heute ragt die Formation etwa 700 m über die umliegende Ebene.

Die grosse Spitzkoppe, die höchste der Erhebungen. Sie ist ein beliebtes Ziel für Bergsteiger, jedoch eher im Winter als im Sommer. Im Sommer ist der Stein so heiss, dass man sich daran die Finger verbrennt. Heute morgen verliessen wir Hentiesbay bei 14° und nur weinige Stunden später stieg das Thermometer auf 34° Celsius. Auf Meereshöhe kalt, hier auf 1500 m.ü.M. sehr heiss!
Das Spitzkuppe-Massiv umfasst eine Vielzahl von einzelnen Formationen: Von grossen Felsbrocken über kleine Kugeln bis zu dieser eindrücklichen Felswand.

Bei dieser Formation kann mach sich die Entstehung vorstellen: Das Magma füllte Kluften und Höhlen im Untergrund aus, anschliessend wird das Deckgestein weggewaschen und zurück bleibt diese seltsame Formation.

Eine Granitkugel rollte irgendwann vom Berg hinunter und wurde von einer grösseren Kugel gebremst. Wie lange sie schon in dieser Position verharrt, lässt sich nicht bestimmen.

In vielen der Spalten und kleinen Höhlen leben Klippschleifer, hier Dassies genannt. Nur bei sehr genauem Hinsehen sind sie erkennbar. Sie sind eine beliebte Futterquelle für die Black Eagle, (Verreaux’s eagle), welche hier leben. Ich las in einem Nationalpark, dass ein Paar pro Jahr um die 300 Dassies jagt und vertilgt. Sie sollen bis zu 90% ihrer Diät ausmachen. Da verstehe ich gut, dass die Dassies in Felsspalten leben und jeweils nur schnellstmöglich über die offen Flächen rennen. Wer will schon plötzlich fliegen!

Die Spitzkoppe von Norden aus gesehen, ein Blick zurück, bevor wir weiter in Richtung Uis fuhren.

In der nähe von Uis begrüssten uns diese White bellied Korhans, eine Art Trappen, die meist in Paaren leben, hier ist noch ein schon etwas älteres Jungtier dabei. Ihre Färbung macht sie in ihrem Lebensraum nur sehr schwer erkennbar, eine nahezu perfekte Tarnung.
