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- Kategorie: Winterreise 17 / 18 - 1. Etappe: Namibia 17 mit Paul
Fish-River Canyon und eine kleine Rundfahrt

Bereits um 08:30 waren wir heute wieder im Park und konnten so den Canyon noch besuchen, bevor die grossen Massen ankamen. Grosse Masse heisst hier ein oder zwei Busse mit je bis zu 20 Touristen, dazu einzelne Fahrzeuge mit Paaren. Im Gegensatz zu gestern Abend war heute die westliche Seite von der Sonne beleuchtet, ein ganz anderes Bild!


Grosse Euphorbien wachsen auf dem kargen Boden und trotzen hier Hitze und Trockenheit. Diese anspruchslosen Pflanzen können an beinahe allen Orten gedeihen. Je heisser, desto lieber!


Oft weiss man vor lauter Abbrüchen und Plateaux nicht mehr, wohin man schauen will. Dem Verlauf des Flusses vom Boden aus zu verfolgen ist beinahe unmöglich. Dazu müsste man fliegen können. Glücklicherweise ist es hier noch nicht üblich, mit Kleinflugzeugen oder Helikoptern in oder über den Canyon zu fliegen. Noch ist es hier sehr ruhig.




Statt vom Canyon direkt zur Lodge zurück zu kehren, umrundeten wir eine Hügelkette auf einer etwa 120 km langen Strecke. Der erste Anlaufpunkt war das Canyon-Roadhouse, in welchem wir einen Kaffee tranken. Auf dem Gelände sind viele alte Autos ausgestellt, die in ganz unterschiedlichen Zuständen waren: Von fahrbereit bis hin zu kompletten Schrotthaufen.

Einer der Schrotthaufen steht schon so lange in der Gegend, dass die gesamte Farbe schon verschwunden ist. Nur mehr Rost hält die Karosserie zusammen. Auf dem Gelände gibt es ebenfalls viele Köcherbäume.

Ein grosses Mehrfamilienhaus der Webervögel klebte an diesem Baum. Die Piste auf unserem Rundkurs war D klassiert, eine recht einfache Strasse, welche nur ab und zu von einem Grader beglückt wird. Ich war froh, ein 4x4-Fahrzeug zu haben, da an einigen Stellen ziemlich tiefer Sand zu befahren war. Ich musste allerdings nie auf Allrad-Betrieb umstellen, doch das Wissen um die Möglichkeit beruhigte die Nerven.

Ab und zu fanden sich auf unserem Weg solche grossen Granit-Mocken, welche unterschiedlich stark verwittert waren. Das warme Licht des späteren Nachmittags liess sie wunderbar erstrahlen.
