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- Kategorie: Winterreise 17 / 18 - 1. Etappe: Namibia 17 mit Paul
Robben, Robben und noch mehr Robben - und es stinkt!
Cape Cross liegt etwa 70 km nördlich von Swakopmund am Atlantik. Das Kap wurde 1484 vom Portugiesen Diego Câo als erstem Europäer betreten und mit einem Kreuz als Besitz der portugiesischen Krone markiert. Heute hat das Kap vor allem Bedeutung als Reservat von Cape Fur Seals, einer Robbenart. Zeitweise sollen hier um die 150’000 Tiere anzutreffen sein.Heute waren es bei weitem nicht so viele. Als ich im Dezember 16 hier war, traf ich viel mehr Tiere an.

Je nach Blickwinkel sahen wir aber auch heute tausende von Robben. Es gab auch schon die ersten Jungtiere, obwohl die Saison erst startet. Von allen Jungtieren überlebt nur gerade zwei Drittel, die übrigen werden entweder von unachtsamen Grosstieren zerdrückt, sterben vor Hunger oder ertrinken. Auch fallen immer wieder Jungtiere den Schakalen und braunen Hyänen zum Opfer.

Eine Pose, welche die Seals offenbar gerne einnehmen. Der Kopf in die Höhe gestreckt und auf einem Stein stehen. Meist halten sie die Augen geschlossen, es kann ihnen also nicht um die Übersicht gehen.

Eine Mutter fasst ihr Neugeborenes am Genick und trägt es über den Sand in Richtung Meer. Die Kleinen schreien jeweils jämmerlich ob dieser Behandlung.

Die Felsen sind von den vielen Robben abgeschliffen, sie glänzen in der Sonne. Die vielen Tiere hinterlassen einen fürchterlichen Gestank. Wenn wie heute der Wind vom Meer her weht, wird das Fotografieren zur Qual, weil ich nicht gleichzeitig meine grosse Linse stützen und mir die Nase zuhalten kann.

Der rundgeschliffene Stein gibt offenbar ein sanftes Ruhekissen ab. Die Sonne wärmt das nasse Fell und trocknet dieses langsam aus. Die Robbe scheint die Situation zu geniessen. Wie viele Robbengenerationen haben wohl hier schon die Steine abgeschliffen?

Die Köpfe werden oft nach hinten gelegt. Damit das Hirn zusammenläuft?

Wenn die Robben frisch aus dem Wasser kommen, glänzt ihr Fell und sie wirken schwarz. Sobald das Fell angetrocknet ist, wechselt es zu einem helleren Braun.

Auch diese Stellung scheint bequem zu sein!

Die langen Schnauzhaare werden bei Männern ja oft auch Seehundschnauz genannt. Ganz so lang werden diese aber bei uns nicht.

Die Küste des nördlichen Namibia wird auch Skeleton-Küste genannt. Hier erlitten während der vergangenen Jahrhunderte unzählige Schiffe Schiffbruch. Dieser Fischkutter lief 2008 auf Grund und verrostet seither. Er dient vielen Wasservögeln, meist Kormoranen, als Nistplatz.
