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- Kategorie: Bretagne 23
In den Norden der Insel und ein Bad im Atlantik
Ganz im Norden von Belle-Île lebte ab 1894 die Schauspielerin Sarah Bernardt. Sie kaufte sich ein Haus und verbrachte hier während der kommenden 30 Jahre jedes Jahr einige Wochen. Sie genoss es, hier dem Stadtleben in Paris zu entfliehen.

Die Gegend ist sehr rauh, windig und von vielen steilen Klippen geprägt. Die Sicht auf den Atlantik aber atemberaubend.

Der kleine Leuchtturm an der Pointe des Poulin markiert den nördlichsten Teil der Insel.

Vom Leuchtturm aus gingen wir einige hundert Meter entlang der Küste bis zum Golfplatz, wo wir einen leichten Lunch genossen. Der Blick zurück zeigt den Leuchtturm sowie das alte Militärgebäude, welches sich Sarah Bernhardt kaufte. Zum Baden lädt diese Küste nicht wirklich ein.

Auch der Blick in den Süden offeriert hier keine Sandstrände. Nur schroffe Felsen, welche es auch den Schiffen zur Gefahr werden können. Nicht zuletzt deshalb gab es hier auch einen Leuchtturm. Für Fischer und auch Hummerfänger andererseits ist dies eine sehr gute Gegend.

In der kleinen Ortschaft Sauzon holten wir die Zutaten für unser Nachtessen ab, welches ein Bekannter von Gérard für uns besorgte. Mehr dazu später.

Schliesslich schloss sich für mich noch ein Kreis. Vor 49 Jahren, während unserer Maturareise, besuchte unsere Klasse diesen Strand, um hier zu baden. Die Plage de Donnant bleib mir in guter Erinnerung, da es damals hier grosse Wellen gab und wir das Spiel damit sehr genossen. Heute war das Wasser eher ruhig, allerdings immer noch sehr kalt.

Trotzdem machten Gérard, Kurt und ich uns auf ins Wasser. Ar…kalt! Kurt half mir nach kurzem Schwimmen beim herauskommen. Die warme Luft trocknete uns schnell wieder ab. 49 Jahre machen eben schon einen Unterschied. Mit 18 Jahren fühlt sich das Wasser eben noch wärmer an.

Am einen Ende des Strandes wies uns Gérard auf diese Felsformation hin. Die Einheimischen nennen diese Le Clown. Der spitze Hut ist gut zu erkennen, ebenso die Nase sowie der Mund. Zumindest mit etwas Phantasie.

Noch ein letzter Blick zurück auf den Strand. Der Weg vom und zum Parkplatz verlief über die steile Klippe. Mit Unterstützung von Ruth und Kurt ging aber auch das einigermassen gut.
Unser Nachtessen genossen wir im Restaurant Chez Gérard. Er bereitete die gekauften Hummer zu, welche uns hervorragend mundeten. Details zu diesem Festessen hier.
