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- Kategorie: Roma 21 mit Freunden
Rom - Das Zentrum und die Ruinen
Nachdem wir in den ersten Tagen Frascati sowie den Vatikan besucht hatten, standen nun das Zentrum Roms mit den wichtigsten Sehenswürdigkeiten sowie die antiken Ruinen auf dem Programm.

Ein weiteres bekanntes Bauwerk Roms ist die Engelsburg, welche ursprünglich als Grabstätte der römischen Kaiser von Kaiser Hadrian erbaut wurde. 139 n.Chr. wurde sie fertiggestellt. Später diente sie den Päpsten als Fluchtburg, Wohnhaus und auch als Gefängnis für ihre Gegner. Einige davon wurden hier auf grausame Weise ermordet. Ob die Opfer wohl trotzdem im Himmel landeten? Von der Engelsburg aus führte eine Brücke über den Tiber, welche wir für den Nachhause-Weg nahmen.

Viele Dohlendeckel und Papierkörbe sowie andere Gegenstände sind in Rom mit diesen vier Buchstaben versehen. S.P.Q.R. steht für Senatus Populusque Romanus, Senat und Volk von Rom. Diese Buchstaben waren auch das Hoheitszeichen Roms und sie standen auch auf den Standarten der römischen Legionen. Eine andere Bedeutung gefällt mir aber besser: Sono pazzi questi Romani oder wie Asterix zu sagen pflegte: Die spinnen, die Römer!

Von der Brücke aus ist der Petersdom auf der anderen Seite des Tiber gut zu sehen.

Ein Beispiel für S.P.Q.R. fotografierte ich an dieser Häuserecke: Das Schild liest: Non gettare rifiuti, auf Deutsch Keine Abfälle hinwerfen. Vermutlich wurden diese hier nicht hingeworfen, sondern hingelegt. Davon steht ja nichts!

Rom ist voller Ruinen, auf unseren Rückweg zum Hotel lag ein solches Ruinenfeld, welches wir einige Male antrafen, nie aber besuchten. Hier stand früher mal ein Tempel, von dem aber nicht mehr viel übrig ist. Viele verwilderte Katzen leben auf dem Areal, sie werden von den Anwohnern gefüttert.

1927 wurde das Monumento a Vittorio Emanuele II eröffnet. Dieses erinnert einerseits an den König, andererseits aber ist es auch die Ruhestätte des Unbekannten Soldaten. Es steht ziemlich im Zentrum Roms, eingeklemmt zwischen der Piazza Venezia und dem Kapitolshügel. Von hier gehen viele Strassen in alle Richtungen ab. Die Italiener bezeichnen das Bauwerk auch despektierlich als Schreibmaschine.

Ein Besuch in Rom muss auch an der Fontana di Trevi vorbei gehen. Dieser 1762 fertig gestellt Brunnen ist eine der wichtigsten Sehenswürdigkeiten Roms. Dank Corona waren bei unserem Besuch zwar Touristen dort, aber nicht ansatzweise so viele wie üblich.

Auf dem Rückweg zum Hotel ergab sich nochmals ein Blick auf die Schreibmaschine, diesmal aus etwas grösserer Distanz.

Hier sind wir zwar nicht eingekehrt, doch mir gefiel das Lokal von aussen. In Zürich müsste der Name wegen politischer Korrektheit wohl weichen. In Rom scheint der Name niemanden zu stören.

An einem anderen Tag besuchten wir schliesslich die wohl bekannteste Ruine der Welt, das Kolosseum. Auch hier wurde am Eingang das Covid-Zertifikat überprüft und erst mit dem grünen Licht auf dem Scanner durften wir eintreten. Für Amerikaner war der Eintritt nicht erlaubt, da deren Zertifikat nicht anerkannt wurde. Sie mussten sich schnell testen lassen.

Wegen Corona war der Zugang auf wenige Personen gleichzeitig beschränkt, so liessen sich immer wieder Bilder ohne allzu viele Personen darauf machen.

Viele Teile des 80 n.Chr. eröffneten Theaters haben die Zeiten nicht überlebt, einige Wände sind eingestürzt und wurden teilweise wieder aufgebaut. Der Gesamteindruck ist aber immer noch überwältigend. Die Römer verfügten schon damals über eine weit fortgeschrittene Baukunst, welche es ihnen erlaubte, das 156 m breite, 188 m lange und 54 m hohe Gebäude zu erstellen! . Ein interessantes Detail dazu: Über die vielen Zugänge soll es möglich gewesen sein, das Theater in 15 Minuten zu füllen und noch wichtiger, in nur 5 Minuten wieder zu entleeren. Vomitoria hiess diese Technik offenbar. Insgesamt gab es 80 Eingänge!

Auch von aussen ist die Anlage gigantisch. Auf der linken Seite sind noch Teile der Aussenwand des Eingangsbereichs zu sehen. Bei der Eröffnung der Anlage sollen hier 100-tägige Festspiele veranstaltet worden sein, während derer 5’000 exotische Tiere abgeschlachtet wurden. Wieviele Gladiatoren und Verurteilte dabei ihr Leben lassen mussten, fand ich nirgends.

In der Nähe des Kolosseum liegt das sogenannte Forum Romanum, der Mittelpunkt des politischen und religiösen Lebens des damaligen Roms. Heute ist es eine der wichtigsten Ausgrabungsstätten der Stadt.

Die Bedeutung der Gebäude ist heute weitgehend bekannt, für uns Normalo-Touristen sind es einfach Steinhaufen.

Neben den antiken Gotteshäusern sind von hier aus sehr viele aktuelle Kirchen zu sehen. Auch die Hinterseite der Schreibmaschine ist auf der linken Seite auszumachen.

Die letzte der obligatorischen Sehenswürdigkeiten ist die Spanische Treppe, welche ebenfalls viele Besucher anzieht. Heute ist es nicht mehr erlaubt, auf den Treppenstufen zu sitzen, vor Jahren war hier kaum ein Durchkommen, da alle Stufen mit Touristen be-Sitzt waren.

Das Odeon war für uns heute nicht zugänglich. Auch Personen, die eine Internet-Reservation hatten, mussten noch gute 150 m anstehen, bevor sie eintreten konnten. Wir hatten keine Reservation und da es unser letzter Tag war, fiel diese Sehenswürdigkeit für uns aus.

Die Piazza Navona in der Nähe ist wiederum einer der schönsten Plätze Roms mit einem imposanten Brunnen in der Mitte und vielen hübschen und schön renovierten Häusern, welche ihn einrahmen.

Auch am südlichen Ende des Platzes gibt es noch einen weiteren Brunnen.
Unseren Rom-Besuch schlossen wir mit einem Besuch in einem interessanten Restaurant ab, dem Ristorante Il Vero Alfredo. Mehr dazu gibt es hier.
Der Rückflug am Montag verlief ereignislos, die Ankunft in Zürich war dann aber weniger erfreulich. Ich buchte wie gewohnt einen UBER für die Fahrt nach Lieli und wir hatten ein unschönes Erlebnis, Mehr dazu hier.
