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- Kategorie: Roma 21 mit Freunden
Rom, die ersten Tage, Frascati, Trastevere und Vatikan
Ruth und ich flogen am 31.8.21 von Zürich nach Rom, wo uns unsere österreichischen Freund Brigitta und Kurt am Flughafen erwarteten. Sie kamen bereits einige Tage zuvor an und erkundeten einige Orte weiter im Süden. Vom Flughafen aus liessen wir uns per Taxi nach Frascati fahren, einer Ortschaft in den Hügeln etwas westlich des Zentrums.

Im Abendlicht strahlte die Kathedrale mit dem tiefblauen Himmel um die Wette. Im Gegensatz zum lausigen Schweizer Sommer war hier die Temperatur auch am späteren Abend noch sehr angenehm.

Die engen Gassen der Altstadt machen das Fahren mit dem Auto recht beschwerlich, Parkplätze gibt es ebenfalls kaum. Da ist die Fahrt mit einem Taxi / UBER viel bequemer und viel weniger stressig.
Als wir die Umgebung unseres Hotels erkundeten, bemerkte ich in einem Restaurant auf der Theke einen Korb mit frischen Steinpilzen. Flugs eine Reservation fürs Nachtessen gemacht und neben den fantastischen Pilzen auch sonst ausgezeichnet gegessen. Das ganze konnten wir unter freiem Himmel bei sehr angenehmen Temperaturen geniessen. So beginnt eine Reise in die ewige Stadt absolut perfekt!

Am anderen Morgen hatten wir noch ausreichend Zeit, die Ortschaft zu erkunden. Die italienische Hauptstadt und die Aussenquartiere sind gut im Schuss, hier gibt es offenbar genügend Geld, die vielen Häuser zu renovieren.

Von einer Terrasse aus gab es einen schönen Blick über die tiefer gelegenen Stadtteile von Frascati. Rom selber ist nur in der Ferne zu sehen, eine Foto lohnte sich aber nicht. Am frühen Nachmittag brachte uns ein Taxi nach Trastevere, den „minderen“ Stadtteil Roms, wo heute hübsche Hotels und viele Restaurants um die Gunst der Touristen buhlen.

Ein erster Spaziergang vom Hotel aus führte uns auf einen Hügel, auf welchen ein Mausoleo Ossario Garibaldino die Gebeine der Soldaten Garibaldis enthält, welche während einiger Schlachten um Rom zwischen 1849 und 1870 gefallen sind.

Der nächste Morgen gehörte dann dem Vatikan. Wir buchten im Internet einen Besuch in der Sixtinischen Kappelle und hatten vorher noch etwas Zeit, den Petersdom von aussen zu besichtigen. So wenig Leute habe ich auf diesem Platz noch nie gesehen!

Eine umfangmässig eher stark herausgeforderte Person vermochte sogar das dicke Metall vor dem Obelisken zu verbiegen. Eindrücklich!

Noch ein Anblick des Domes mit einem Teil der sogenannten Kolonnaden, welche den Peters-Platz einrahmen. Die Fassade des Doms ist irgendwie im Verhältnis zur Kupper zu gross, schön ist anders.

Der Zugang zur Sixtinischen Kapelle führt durch die Vatikanischen Museen, wo allerlei kirchliche Devotionalien ausgestellt sind. Für mich eher uninteressant. Die Treppe, welche vom Haupteingang her ins Museum führt gibt ein interessantes Bild her. Neben der Treppe gibt es heute eine Rolltreppe, mit welcher die Höhe ohne Anstrengung überwunden werden kann. Vor dem Eingang zu den Museen wird der COVID-Pass überprüft, ohne ihn gibt es keinen Einlass ins Museum und auch nicht zur Kapelle. Niemand nimmt in Italien Anstoss an dieser Pflicht, jedermann zückt das Mobilefone, um den Pass zu zeigen.
In der Kapelle selber ist das Fotografieren nicht erlaubt und ich hielt mich selbstverständlich daran. Bilder davon gibt es im Internet beliebig viele, ich zeige zwei davon.

Dieser Blick ergibt sich nur, wenn man die Kapelle für sich alleine hat. Normalerweise kann man hier kaum umfallen, so dicht sind die Besucher gepackt. Bei unserem Besuche war es nicht ganz so schlimm, die Anzahl der gleichzeitig anwesenden Besucher war beschränkt.

Das wohl berühmteste Bild aus der Kapelle ist von Michelangelo. Nicht vorzustellen, wie der arme Kerl die Bilder auf dem Rücken liegend an die Decke malte!

Beim Ausgang aus dem Museum ist wieder eine Treppe, welche wir ebenfalls zu Fuss bewältigten.

Von unten sieht man die Gusseisernen Geländer und das gläserne Dach, welches das Treppenhaus mit Licht versorgt.

Vor dem Eingang des Petersdoms gibt es eine Terrasse, welche den Blick auf den Petersplatz öffnet. Auch hier kaum Besucher, womit der Platz in seiner riesigen Dimension gut zur Geltung kommt.

Der Petersdom, oder Basilica Sancti Petri in Vaticano auf Italienisch wurde in der heutigen Form zwischen 1506 und 1626 erbaut. Ein riesiges Gemäuer voller Marmor und Gold, das den ganzen Prunk der Päpste zur Schau stellt. Der Prunk und die damit einhergehenden Kosten trugen offenbar das ihre zur Reformation bei. Das viele Geld wäre sicher besser bei den Armen angelegt.

Hinter dicken Gläsern steht die wohl bekannteste Plastik von Michelangelo, die Pietà. Leider spiegeln sich viele Lampen und Fenster im Glas, so dass das Bild nicht wirklich gut ist.

Die Kuppel des Doms gilt als eines der grössten freitragenden Gebäude der Welt, auch sie geht auf einen Entwurf von Michelangelo zurück, der aber die Fertigstellung nicht mehr erlebte.

Als wir uns auf den Rückweg zu unserem Hotel machten, fotografierte ich noch einmal den Dom mit dem Obelisken und den wenigen Besuchern auf dem Platz.
