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- Kategorie: Fast ein Tagebuch
UBER - Für einmal eine sehr schlechte Erfahrung
Ich habe nach unserem Rückflug von Rom nach Zürich am 6.9.2021 um 17:30 am Flughafen Zürich bei UBER eine Fahrt für uns nach Oberwil-Lieli bestellt und sofort eine Bestätigung erhalten, dass das Fahrzeug eben ankomme. In der UBER-App wurde mir ein Fahrpreis von 60.50 angezeigt. Der Fahrer kam sofort an und fuhr los, möglichst schnell auf die Autobahn. Auf der Autobahn fragt er dann, wohin ich wolle und stellte den Taximeter ein. Ich frage: ‚Sie fahren nicht für Uber?‘, er meinte nein, ihm wären in der App 1.50 als Fahr-Preis angezeigt worden und das sei zu wenig, er hätte deshalb sofort annulliert. Die Fahrt abbrechen oder aussteigen konnte ich nicht mehr, da wir schon auf der Autobahn waren.
Da ich nicht mit Gepäck und Frau auf einem Pannenstreifen ausgesetzt werden wollte, liess ich ihn fahren. Während der ganzen Fahrt wollte er über die Sklavenhalter-Praxis von Uber diskutieren und wie er nur zu ‚seinen‘ Preisen fahren wolle. Zurückkehren an den Flughafen wollte er ebenfalls nicht. Ich habe ihm immer wieder gesagt, ich würde nicht diskutieren und ihn wegen Betruges anzeigen.
In Lieli zeigte die Taxi-Uhr dann CHF 134. Er meinte, ich solle ihm CHF 120 bezahlen, was ich dann auch tat. Schlechtes Gewissen?
Das Fahrzeug war ein offizielles Zürcher Taxi und der Fahrer hatte eine Taxi-Fahrer-Lizenz. Ich habe den Fahrer sowohl bei UBER gemeldet, als auch ber der Polizei angezeigt. Als Taxi-Fahrer darf er am Flughafen nur Gäste aufnehmen, welche ihn bestellt haben, sonst muss er leer wegfahren. Um dies zu umgehen, nahm er uns als UBER-Gäste auf und hätte bei einer Kontrolle entsprechend argumentieren können.
Die Zürcher Polizei hat eine auf solche Vergehen spezialisierte Dienststelle, deren Mitarbeiter meine Anzeige aufnahm und mich über meine Rechte informierte. Nun wird der Fahrer von der Polizei eine Vorladung erhalten und strafrechtlich verfolgt. UBER hat sich bei mir noch nicht gemeldet, ich gehe aber davon aus, dass auch UBER entprechend reagieren und Konsequenzen ziehen wird.
Nun habe ich 90 Tage Zeit, die Straanzeige zurück zu ziehen. Ich habe der Polizei mitgeteilt, dass ich auf eine Strafanzeige verzichten werde, falls ich den zuveil bezahlten Betrag zurückerhalte. Die Taxi-rechtliche Anzeige bleibt aber auf jeden Fall bestehen.
