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- Kategorie: Winter 19 / 20: Argentina
Die Quebrada de Humahuaca
Diese Schlucht liegt auf dem Weg von Jujuy nach einem kleinen Ort Humahuaca an der viel befahrenen RN 9, der Strasse, welche nach Bolivien führt. Sie gilt als eines der touristischen Highlights im Nord-Westen von Argentinien. Wir übernachten in der Mitte der Schlucht in einem kleinen Ort Tilcara.

Ausgangs von Jujuy ist die Landschaft sehr fruchtbar, die Flüsse bringen genügend Wasser für die Landwirtschaft. Neben Viehzucht sahen wir heute viele Anbauflächen für Tabak, aber auch Salate wurden geerntet.

Je weiter nördlich und höher wir kamen desto kärglicher wurde die Vegetation. Dafür traten dann die charakteristischen roten Farben der Erde hervor. Am Morgen war es noch schön sonnig, erst im Lauf des Tages zogen wieder mehr Wolken auf.

Immer wieder schöne Aussichten auf kleine Agrarfelder zwischen den farbigen Bergen. Die Schlucht ist viel breiter als jene, welche wir weiter südlich besuchten.

Die ausgewaschenen Felsen kontrastieren gut mit dem Blau des Himmels. Die weissen Farbtupfer der kleinen Wolken passen gut ins Bild.

Auf der anderen Talseite zeigen sich von einem Aussichtspunkt aus schöne Farbmuster des Gesteins. Vom Dorf her hörten wir Geräusche eines lokalen Fussballspiels, einer der beliebtesten Zeitvertriebe der Argentinier. Während wir in Chile in den letzten Wochen immer nur Bilder von den Unruhen im Fernseher sahen, laufen hier fast ausschliesslich Fussballspiele.

Eine Christus-Statue wacht über das Dorf vom Aussichtspunkt aus. Seinem gestrengen Blick bleibt wohl nichts verborgen. Der Schiedsrichter des Fussballspiels erhält von ihm sicher tatkräftige Unterstützung!

Etwas weiter in der Schlucht gibt es einen Friedhof, der in landestypischer Manier sehr bunt ist. Kleine Häuser, Mehrfamilienhäuser aber auch veritable Krypten dienen als Begräbnisstätte.

Am nördlichsten Punkt unserer diesjährigen Argentinien-Reise lag heute die Ortschaft Humahuaca, welche der Schlucht ihren Namen gab. Die Ortschaft liegt nördlich des Wendekreises des Steinbocks und damit knapp in den Tropen. Zudem liegt sie knapp unter 3’000 m, mein GPS zeigte mit 2’996 m.ü.M. Hier ist das Endziel der organisierten Ausflüge von Jujuy oder gar von Salta aus. Dementsprechend auf Touristen eingestellt ist die Ortschaft. Souvenir-Geschäfte wechseln sich mit Restaurants und Kaffees ab.

Das Cabildo, das Bürgermeister-Amt hat einen hübschen Turm, den ich natürlich auch fotografieren musste.

Vor einem grossen Wandbild präsentiert ein Souvenir-Händler sein Angebot.

Jede mehr oder weniger flache Mauer wird zur Ausstellung von Andenken genutzt. Obwohl es hier fast mehr Verkäufer als potentielle Käufer hat, sind die Händler alles andere als aufdringlich. Kaum je macht ein Verkäufer Augenkontakt und noch viel weniger kommt ein Werbespruch über die Lippen.

An der Eingangsstrasse, an der ich mein Auto stehen liess, fiel mir dieses Lehrerseminar auf. Auf dem Fries steht noch die Ortsbezeichnung „Republica de Bolivia“, was darauf hinweist, dass Humahuaca einst zu Bolivien gehörte.

Auf der Rückfahrt überquerten wir wieder den Wendekreis des Steinbocks und sind nun wieder außerhalb der Tropen.
