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- Kategorie: Winter 19 / 20: Argentina
Über eine sehr schmale und kurvige Strasse nach San Salvador de Jujuy
Als wir heute früh von Salta losfuhren, gab es zwei Optionen. Einerseits eine schnellere, aber etwas weitere Strecke auch eine her langweilige Gegend oder dann eine kleine Strasse, welche zwar kürzer war, aber eine längere Fahrzeit bedingte.

Die Strasse führte über weite Strecken im Wald und war sehr kurvenreich. Die Fahrbahn war meist nur gerade für ein Auto breit genug, wenn Gegenverkehr war, musste einer der Fahrer oder beide mit zwei Rädern neben die Strasse ausweichen. Die Höchstgeschwindigkeit war auf 40 km/h begrenzt. Viel schneller wäre ich jedoch ohnehin nicht gefahren.

Auf knapp 2’000 m Höhe gab es einen Stausee, den wir nutzten, um unsere Füsse zu vertreten und die Gegend zu Fuss zu erkunden.

Unten an der Staumauer schoss eine riesige Fontäne aus einem dicken Rohr in einen kleinen Bach.

Nun sind wir in Jujuy, wie die Stadt abgekürzt genannt wird. Jujuy ist die Hauptstadt der nördlichsten Provinz Argentiniens und mit etwa 400’000 Einwohnern in der grösseren Umgebung auch eine der grössten Städte des Landes. Offenbar ist die Bevölkerung hier im Gegensatz zu vielen anderen Städten Argentiniens vor allem indigenen Ursprungs, lediglich etwa 30% sind rein europäischen Ursprungs. Zudem leben hier viele Einwanderer aus dem etwas nördlich gelegenen Bolivien. Nördlich der Stadt gibt es offenbar Ölfelder, welche neben dem Tabak-Anbau viel zum relativen Wohlstand beitragen.

Die Casa del Gobierno beherbergt die Bezirks-Verwaltung. Das Gebäude stammt aus dem Jahr 1907 und ist französischen Bauten nachempfunden.

Da die beiden Kirchen heute Nachmittag noch geschlossen waren, besuchten wir einen anderen Tempel. Hier wird der Mammon angebetet, es ist eine Kathedrale einer etwas anderen Art.

Mein iPhone machte auch hier ein Foto der Kuppel, welche aber im Vergleich zu derjenigen in Salta von gestern sehr viel einfacher ist.
Mitten in einer der wichtigeren Strassen im Zentrum stehen diese eher gruseligen Figuren. Ein Reiter hoch zu Ross erschiesst gerade einen General Lavalle, der in den Unabhängigkeitskriegen eine wichtige Rolle spielte.

Als wir uns auf die Suche nach einem früher geöffneten Restaurant machten - die meisten Gourmet-Lokale öffnen erst um 20 Uhr, manche warten sogar bis 21 Uhr - war die grosse Kathedrale geöffnet. Die Kirche stammt bereits am dem Jahr 1765, sie wurde aber in der Vergangenheit immer wieder umgebaut, sodass ihr heutiges Aussehen ein richtiges Durcheinander von Stilen ist.

Die Kanzel gilt als eine der schönsten von ganz Südamerika, sein Aussehen soll von denjenigen in Kirchen von Peru inspiriert sein. Insbesondere die Kirchenbauer von Cusco sollen beim Design Pate gestanden haben.
