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- Kategorie: Winter 19 / 20: Argentina
Salta zu Fuss und mit der schweizerischen Seilbahn
Einmal mehr war heute das Wetter weit entfernt von der Vorhersage. Glücklicherweise zu unseren Gunsten. Die Vorhersage lautete auf Regen und starke Bewölkung, es war dann aber völlig anders. Die Sonne lachte bereits am Morgen höhnisch vom Himmel! Ihr Meteorologen könnt mich mal ...
Als erstes brachten wir unsere schmutzige Wäsche in eine nahegelegne Wäscherei, wo wir sie am späteren Abend frisch gewaschen wieder abholen können. Dann machten wir uns auf den Weg zur Erkundung der Stadt.

Die Häuserfassade rund um die zentrale Plaza 9 de Julio erstrahlte heute im Sonnenschein noch viel schöner, als sie ohnehin schon ist. Viele Kaffees und Restaurants tischen bis weit in die Fahrbahn hinein. Die Sonnenschirme kommen bei der starken Sonne gerade gelegen.

Auf dem Platz gibt es immer auch spezielle Aktionen zu verschiedenen Themen. Heute Morgen standen gesundheitliche Probleme im Vordergrund. Hoher Blutdruck sowie hoher Blutzucker - Diabetes - waren heute das Ziel der Aktionen. Die Stände wurden rege genutzt.

An einer Stelle gab ein als Indianer nach US-Amerikanischer Art verkleideter Argentinier seine Pan-Flöten Künste zum Besten. Er spielte allerlei bekannte Schlager-Melodien auf seinem Portable Ghettoblaster ab und begleitete die Konserve mit Live-Panflöte. Nichts besonderes aus meiner Sicht.

Eine weitere reich verzierte Fassade am Platz, hier ist aktuell ein Museum einquartiert.

Die nächste Station war eine bekannte Kirche, welche am Ende dieser hübschen Häuserzeile schon gut auszumachen ist. An einzelnen Stellen sind die kolonialen Bauten sehr gut erhalten und aufgefrischt. In einigen Häusern gibt es heute Restaurants, Hotels sowie auch Kunsthandwerk-Geschäfte. Der Tourismus bringt hier viel Geld ein und erlaubt damit die Renovierung ganzer Strassenzüge.

Die Iglesia y Convento San Francisco gilt als eine der schönsten Kirchen in ganz Argentinien. Sie wurde 1850 nach Plänen des italienischen Architekten Luigi Giorgi fertig gestellt. Der Campanile oder Glockenturm ist sehr verspielt, passt aber gut zum Gesamtbild der Kirche.

Auch das Innere von San Francisco ist wunderschön ausgeschmückt. Die zwei schmalen Reihen von Bänken überladen das Mittelschiff in keiner Art und Weise.

Das Kloster selber ist nicht zugänglich, von einem Seitenschiff aus gibt es aber immerhin einen Blick in den wunderbaren Klostergarten.

Ich legte mein iPhone auf den Boden und liess den Selbstauslöser ein Bild aufnehmen. So zeigt sich die Kuppel über dem Mittelschiff in schönem Licht. Die armen Kerle, welche dieses Kunstwerk mit den Armen über Kopf ausmalen mussten! Mir würden bei dieser Arbeit Arme und Hände absterben.

In der Verlängerung derselben Strasse ist ein Hügel auszumachen. Der Cerro San Bernardo kann mit einer Seilbahn der schweizerischen Firma Garaventa mühelos besucht werden. Die Fahrt nach oben dauert nur wenige Minuten, zu Fuss wäre der Aufstieg ganz schön schweisstreibend und kräftezehrend.

Von ganz oben gibt es eine schöne Übersicht über die Stadt, welche kaum über hohe Gebäude verfügt. Unser Hotel ist mit seinen sechs Geschossen sowie dem Pool-Deck eine der höchsten Konstruktionen.

Wieder unten angekommen machten wir uns auf den Weg in ein anderes Quartier, wo sich Ruth eine weitere Kirche ansehen wollte. Unterwegs gab es immer mal wieder eine schöne Häuserzeile, in welcher wunderbar renovierte Häuser aus den Spanischen Gründerzeiten stehen geblieben sind.

Die Iglesia de la Candelaria zählt ebenfalls zu den schöneren Gebäuden in der Stadt. Leider war sie heute geschlossen, so dass wir sie lediglich von aussen besichtigen konnten. Sie zählt nicht zu den Must-Do’s in Salta, war aber den Umweg allmal wert.

Den Tagesabschluss machte für mich ein Besuch beim Coiffeur, wo mir Frank die etwas aus der Form geratene Frisur wieder in Schwung brachte.
Zum Essen gingen wir zurück zur Plaza und genossen etwas typisch Argentinisches.
