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- Kategorie: Winter 18 / 19: 6. Etappe Vietnam und Kambodscha mit Ruth
Auf nach Ha Noi zu den Kommunisten!
Nach einem eher kurzen Flug landeten wir rechtzeitig in Ha Noi, bei uns besser bekannt als Hanoi, der Hauptstadt Vietnams. Ich war das letzte Mal im Dezember 2011 hier im Norden des Landes. Die Stadt hat sich in den vergangenen Jahren sehr stark verändert. Bei meinem damaligen Besuch waren noch überall Ho-Chi-Minh- Portraits und Rote Sterne zu sehen, zusammen mit Propaganda-Sprüchen der Regierung. Davon ist kaum mehr etwas zu sehen. Obwohl Vietnam noch als Sozialistische Republik benannt wird, sieht man davon im Strassenbild nicht mehr viel. Viele Edelkarossen sind unterwegs und überall herrscht emsige Bautätigkeit.

Entlang der Autobahn vom Flughafen in die Stadt schiessen riesige Wohnblocks in die Höhe, auch viele Geschäftshäuser sind zur Zeit im Bau. Eine gigantische Modernisierung des Landes.

Es gibt aber auch immer noch viele ältere Häuser zu sehen, diese sind meist entlang der Strasse sehr schmal, reichen dafür sehr weit in die Tiefe. Das hängt mit den Steuern zusammen, welche ihrerseits von der Länge der Strassenfront abhängen. Viele Vietnamesen sind immer noch auf Rollern unterwegs, oft sogar ganze Familien. Während 2011 noch 1 Auto auf vielleicht 30 Roller kam ist heute das Verhältnis schon viel ausgeglichener.

Unser Hotel liegt wunderbar am und auf einem See in der Stadt, dem Westlake. Das Intercontinental besteht aus einigen Häusern auf dem Festland sowie einigen Häusern auf Stelzen im Wasser. Unser Zimmer liegt in einem der Häuser auf dem Wasser.

Die Innenstadt von Hanoi ist immer noch ein riesiges Gewirr von Geschäften und Wohnhäusern. Viele Frauen tragen auch in der Stadt noch die traditionellen Kegelhüte aus Reisstroh und oder Palmblättern. Eines der Wahrzeichen Vietnams.

Nicht jeder Kleinbetrieb hat eigene Geschäftsräumlichkeiten, dieser Schuhmacher hat sein Geschäft direkt auf dem Trottoir. Angesichts der zu reparierenden Schuhe scheint das Geschäft ganz ordentlich zu gehen.

Auch wenn Vietnam heute eine Sozialistische Republik ist, gibt es immer noch religiöse Symbole. Auf einer Insel in einem kleineren See im Stadtzentrum steht dieser chinesische Tempel, der viel besucht wird. Dass hier mit Ausnahme einer Hand auf der rechten Seite des Bildes keine Leute zu sehen sind, hat mit meiner Geduld zu tun. Ich wartete einige Minuten, bis die Sicht gerade ungestört war.

Im Innern gibt es die üblichen Figuren und Opfergaben, meist viele Früchte und andere Lebensmittel.

Auf der hinteren Seite des Tempels gab es interessante Gummibäume, die über grosse Wurzelstöcke verfügten. Die Sonne machte sich heute schon recht früh auf den Weg auf die andere Seite des Planeten, hinterliess aber noch ihren rötlichen Schimmer auf dem Wasser.
Ich besorgte mit heute noch eine SIM-Karte für das mobile Internet für die nächsten beiden Wochen in Vietnam: 8 GB Daten für einen Monat mit 4G sowie 20 Minuten Telefonie, davon 8 Minuten ins Ausland. Die eSIM-Karte inklusive kostete mich der Spass 9 CHF. Dank der eSIM bin ich nun weiter über meine übliche Telefonnummer erreichbar, kann aber hier lokal mit der vietnamesischen Nummer telefonieren und im Internet surfen.

Bei meinem letzten Besuch hier war dieser Platz für Fussgänger absolut unzugänglich. Hunderte von Rollern kreisten um den zentralen Brunnen. Am heutigen Sonntag war die ganze Strasse entlang des Sees für Fahrzeuge gesperrt, so dass die Fussgänger problem- und gefahrlos die Strassen benutzen konnten. Sehr viele Einheimische waren hier zu Fuss unterwegs und genossen die warmen Temperaturen.

Ausserhalb der Sperrzone ein anderes Bild: Roller hinter Roller, alle recht schnell unterwegs. Zudem die meisten mit einem Finger an der Hupe, um sowohl Fussgänger als auch andere Roller zu vertreiben.

Ein Sonntagsspaziergang muss auch in Vietnam einen Höhepunkt haben: Mit Kindern sind es die Glace, welche an vielen Orten verkauft werden. Die Stühle mögen für die Kinder gut sein, für Erwachsene sind sie hingegen eher unbequem. Ich könnte von einem solchen Sitz wohl kaum mehr aufstehen.
Ein lustiges Spiel sahen wir an der Seepromenade: Eine Gruppe Erwachsener bewegte eine Reihe von Bambusstöcken und die Mitspieler mussten über diese hüpfen, ohne dass sie eingeklemmt wurden. Das kleine Mädchen meisterte die Herausforderung sehr gut.

Der zentrale Platz war noch bis weit in den Abend hinein gut besucht. Die meisten Restaurants waren bis auf den letzten Platz voll, wir fanden aber einen guten Tisch in einem angenehmen Restaurant. Bereits um 18 Uhr setzten wir uns zu einem feinen Esse ins Restaurant (Klick mich!).

Vietnamese essen eher so: Das Essen sieht ansprechend aus, doch die Stühle und Tische sind für mich tabu.

Wenn viele Einheimische mit ihren Kindern unterwegs sind, braucht es selbstverständlich auch Spielzeug für die Kiddies. Diese Dame verkaufte allerlei aufblasbare Tiere. 2019 ist das chinesische Jahr des Schweines, überall sieht man entsprechend aufblasbare Schweine, welche gut als Spielzeuge und Glücksbringer für die Kiddies gekauft werden.
