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- Kategorie: Winterreise 17 / 18 - 3. Etappe: Australia 17 / 18
Mount Gambier - Besuch bei Freunden
Seit langem kenne ich eine MS-Patientin, die in Mount Gambier in Südaustralien wohnt. Ich lernte sie online in einem MS-Forum kennen und besuchte sie 2009 zum ersten Mal. Seither schon mehrmals, wann immer ich in der Gegend bin.

Cheryl und ihr Mann David sind immer sehr nette Gastgeber mit vielen Tipps für Ausflüge in die Gegend und auch darüber hinaus in Australien. Heute holte uns Cheryl von unserem Campground ab und wir verbrachten den Nachmittag und Abend zusammen.

Mount Gambier liegt in einer Zone, wo vor wenigen tausend Jahren Vulkane aktiv waren. Einer davon ist heute der sogenannte Blue Lake, ein See von einem fast unnatürlichen Blau. Je nach Bewölkung ist das Blau mehr oder weniger intensiv. Der See ist zugleich auch ein Trinkwasserreservoir für die Stadt mit ihren etwa 22’000 Einwohner.

Nebenan liegt in einem anderen Krater der Green Lake, der jedoch nicht als Trinkwasser genutzt wird, da in und um den See sehr viele Enten leben und diese verrichten ihre Notdurft so im See, dass dieser viel zu viele Bakterien aufweist. Er ist sogar fürs Baden ungeeignet.

Ein Blick über die Stadt, welche von oben gesehen sehr grün wirkt. Viele Häuser verfügen über grosse Baumbestände, auch die Strassen sind von grossen Bäumen gesäumt.

Zum Nachtessen suchten wir ein typisches australisches Hotel auf, welches feines Pub-Food bot. Nur wenige Hotels in Australien bieten auch Übernachtungsmöglichkeiten, sie sind Spielsalons, Wettbüros, Bars und Restaurants. Das Essen ist meist einfach, aber durchaus sehr schmackhaft. In den Bars wird auch viel Bier getrunken, in der Herrentoilette hängt deshalb diese Anzeige zur Erinnerung, dass Trinken und Fahren zu einem Problem werden können. Im speziellen Fall zu einem 10-jährigen Kater in einer kleinen Zelle. Also besser nicht trinken.

In Mount Gambier gibt es einige Sinkholes, wie diese Karsthöhlen hier genannt werden. In Yucatan in Mexico werden diese Cenotes genannt.

Das grösste dieser Sinkholes ist voller Blumen und viel Vegetation. Eine Treppe führt hinunter zum Grund und dort mitten durch die Blumengärten.

Gerade als wir an der tiefsten Stelle im Sinkhole waren, ging die Sonne unter, ihre letzten Strahlen färbten die Bäume schön rötlich.

In den Tiefen der Höhle leben viele Oppossums, kleine Tiere welche putzig aussehen. In und um die Häuser sind sie nicht geschätzt, da sie einen riesigen Lärm verursachen, sowie die Isolation der Gebäude beschädigen.
