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- Kategorie: Winterreise 17 / 18 - 3. Etappe: Australia 17 / 18
Vorbei am grossen Lobster zum grossen Fluss

Beachport, eine kleine Ortschaft am türkisblauen Meer, war unser erster Zwischenstopp. Ein 772 m langer Pier führt ins blaue Meer hinaus. Er dient vor allem den Fischern als Standort für ihr Hobby.

Vom äusseren Ende aus ist das kleine Dörfchen kaum mehr auszumachen. Am Strand waren heute viele Aussies am Baden, der heutige Samstag ist der zweit letzte Tag der australischen Sommerferien. Morgen Sonntag machen sich viele lokale Touristen wieder auf den Weg in ihre heimatlichen Gefilde, bevor am Montag die Schule wieder beginnt. Für uns beginnt dann die ruhigere Zeit der Reise, weniger Leute in den Städten und weniger Besucher auf den Campingplätzen.

In einem sonst gesichtslosen Dorf mit dem Namen Kingston wollte ein Restaurantbesitzer seine Kundschaft mit einem grossen Hummer anlocken. Auch wenn ich selber nicht gerade klein bin, wurde es mir in den Fängen des Riesen doch eher seltsam. Ich stellte mir vor, wie sich wohl ein kleines Krebslein fühlen muss, wenn es von einem solchen Monster angegriffen wird.

Die Fresswerkzeuge des Hummers sehen beeindruckend aus, dies vor allem, wenn sie so unproportional gross sind. Bei meinem letzten Besuch war der Hummer nicht mehr sehr fit, nun wurde er restauriert und kann wieder einige Jahre durchhalten.

Kurz vor unserem heutigen Etappenort, einem kleinen Kaff, das Wellington heisst, war die Strasse plötzlich blockiert. Der grösste Fluss Australiens, der Murray River mündet unweit von hier in den Pazifik und kann hier nur mit einer Fähre überquert werden. Die Fähre verkehrt regelmässig und ist erst noch gratis. Direkt auf der anderen Flussseite lag unser Campingplatz.

Von Bord der Fähre aus sieht man den Fluss in seiner ganzen Breite. Sechs Autos können gleichzeitig transportiert werden. Die Fähre selber läuft an im Fluss gespannten Drahtseilen.

Vom anderen Ufer aus konnten wir die Fähre beobachten, wie sie über den Fluss zurück fuhr, um neue Fahrzeuge aufzunehmen. Das macht sie mehrmals pro Stunde.
