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- Kategorie: Winterreise 17 / 18 - 3. Etappe: Australia 17 / 18
17 Jahre ist es her
Ende 1999 war ich zum ersten Mal beim Uluru. Damals wanderten Brigitte und ich um den Berg herum, die Strecke misst etwas mehr als 10 km. Bei meinen letzten Besuchen war mir dies nicht möglich. Heute jedoch wollte ich unbedingt wieder einmal rund um den Berg wandern.

Als wir uns auf den Weg machten, sah ich in einem Baum diesen Vogel, der uns neugierig beäugte. Leider kann ich ihn nicht identifizieren. Er war einfach interessant, er freut sich sicher, dass sein Bild nun im Internet ist.

Auf der nördlichen Seite des Berges gibt es interessante Strukturen im Fels. Viele Löcher, deren Entstehung für die Aborigines mythische Bedeutungen haben. Wissenschaftlich ist die Entstehung erklärt: Unterschiedliche Stellen im Gestein wurden durch Wasser verschieden ausgewaschen und so bildeten sich die Löcher.

Dass sich die Ureinwohner ihre Geschichten zur Entstehung dieser Strukturen erfanden, ist gut vorstellbar. Insbesondere die grosse Öffnung auf der linken Bildseite lässt sicher allerlei Spekulationen aufkommen. Heute braucht man zur Erklärung weder Götter noch irgendwelche Geister zu bemühen.

An einer anderen Stelle sieht die Felsstruktur eher wie eine versteinerte Welle aus, was aber selbstverständlich völlig falsch ist.

Der Uluru ragt an der höchsten Stelle mehr als 350 m über die Umgebung hinaus, er soll zudem mehrere Tausend Meter in die Tiefe reichen. Bei Regen fliessen viele Bäche über die Flanken des Berges. Das Wasser erodiert immer wieder Rinnen aus dem Felsen.

Nachdem wir den Berg umrundet hatten, war ich mächtig stolz, dies geschafft zu haben. Den späteren Nachmittag verbrachte ich am Pool und rechtzeitig zum Sonnenuntergang fuhren wir nochmals zum Berg. In der Abendsonne erglüht der Berg jeweils noch einmal richtig schön. Sobald die Sonne weg war, ist der Berg nur mehr ein fades Braun.
Morgen fliegen wir nach dem Mittag zurück nach Sydney, wo wir noch einige Tage verbringen werden, bevor wir unseren Camper übernehmen. Wir treffen noch Freunde zum Nachtessen und sehen uns eine Vorstellung von „Die lustige Witwe“ im Opernaus an.
