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- Kategorie: Winterreise 17 / 18 - 1. Etappe: Namibia 17 mit Paul
Mehr Vögel und nervöse Impalas

Ein Wasserloch in der Gegend von Okauquejo heisst Elifantsbad. Heute waren hier keine Elefanten, aber eine ganze Gruppe von Impalas, die sehr nervös waren. Sie „bellten“ alle in dieselbe Richtung. Das Impala im Bild schaut gerade auf den Grund der Nervosität: Löwinnen unter einem Busch! Diese hatten zwar offenbar in der Nacht gejagt und gefressen und waren nicht besonders an den kleinen Impalas interessiert.

Zwei ausgewachsene Löwinnen lagen im Schatten, nach einiger Zeit erhoben sie ihre Köpfe und schauten eher gelangweilt nach dem Grund für den Lärm.

Unter einem anderen Busch lag eine weitere Löwin, welche sich sogar erhob und in die Ferne blickte. Allerdings nicht für lange, bald schon legte sie sich wieder in den Schatten, nur in einer etwas anderer Stellung.

Schlafende Löwen haben zwar eine intensive, aber kurze Faszination, bald jedoch verloren auch wir das Interesse und fuhren weiter. Hinter dieser Akazie liegt die endlose Etosha-Pfanne wie ein weisses Meer, dazwischen ziehen drei Red Hartebeest ihres Weges.

Bald schon machte uns ein Spitzmaul-Nashorn seine Aufwartung. Auch dieses grosse Tier suchte unter einem Busch Schatten, die 37° waren selbst ihm zu viel.

Wie schon gestern sahen wir am späteren Nachmittag einen Blue Crane, einen Blauen Kranich, der auf Futtersuche war. Ein sehr eleganter Vogel. Auf meinem Bild ist sein Ring am rechten Fuss nicht zu sehen, diese seltenen Vögel werden überwacht.

Diesen Vogel habe ich schon vielfach porträtiert, mir gefällt er immer wieder. Es ist ein Southern pale chanting Goshawk, ein Vertreter der Habichte.

Gerade als wir uns auf den letzten paar hundert Meter vor der Einfahrt in die Lodge befanden, wollte ein grosser Elefanten-Bulle die Piste überqueren. Auch er hat sich mit grauem Schlamm eingespritzt, um die Parasiten auf der Haut los zu werden.

Einige dutzend Meter weiter war gerade ein weiteres Spitzmaul-Nashorn am Fressen. Sein Horn ist noch intakt und würde von den Wilderern noch so gerne abgehackt. Glücklicherweise ist in diesem Gebiet des Parks die Überwachung recht gut, so dass die Tiere hier überleben können.
