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- Kategorie: Winterreise 17 / 18 - 1. Etappe: Namibia 17 mit Paul
Von Vögeln und anderen, unterschiedlich grauen Tieren
Unsere heutige Safari rund um das Okauquejo-Camp war wiederum ein voller Erfolg. Die Rundstrecke begann zuerst mit relativ wenig Tieren, das Bild sollte sich aber bald ändern.

Einen Tawny Eagle erwischte ich gerade noch, bevor er zum Flug abhob. Er war etwas mehr als 10 m entfernt, trotzdem fühlte er sich durch unsere Anwesenheit gestört. So flog er auf und landete einige dutzend Meter weiter weg wieder auf einem Baum, diesmal aber auch für mein Kamera zu weit weg.

Einen sehr schönen Raubvogel sah ich einige Meter weiter am Boden sitzen, leider aber habe ich mein Vogelbuch nicht hier und kann ihn deshalb nicht genau bestimmen. Ich vermute, es handele sich um einen Kite oder Milan. Genaueres können mit aber sicher Christoph oder Annemarie sagen. Ich warte auf deren Bestätigung.

Bald schon erlebten wir den absoluten Höhepunkt des heutigen Tages, wenn nicht der diesjährigen Safari überhaupt. An einem Wasserloch, Aus genannt, trafen wir eine grosse Gruppe von Elefanten, um die 50 Tiere insgesamt. Eine sehr gesunde Gruppe mit einigen älteren Kühen, zwei grossen Bullen, sowie vielen Jungtieren verschiedenen Alters. Ein wunderbarer Anblick, diesen dunkelgrauen, meist frisch gewaschenen Tieren zuzusehen!

Immer wieder kamen neue Tiere aus den Büschen und gesellten sich zu den schon anwesenden Familienmitgliedern.

Ein Bus aus Südafrika mit etwa 20 Touristen war ebenfalls am Wasserloch, die Fotografen stritten sich um die beste Sicht auf das Wasserloch. Die weitaus meisten Passagiere fotografierten mit ihren Smartphones, was darauf wohl zu sehen ist?

Insbesondere die Youngsters unter den Elefanten genossen das Bad im Wasser. Immer wieder trompeten sie vor Freude und spritzen mit Wasser um sich. Schon ganz praktisch, einen solchen Rüssel im Gesicht zu haben, wenn es ums Spielen im Wasser geht!

Auf der späteren Fahrt in die Nähe der Pfanne sahen wir öfter Gruppen von Springböcken, welche sich hier aufhielten. Die Fressfeinde sind hier gut zu sehen und sie können jederzeit wegrennen, sollte eine grössere Katze auftauchen. Leider - für uns - kam aber auch heute keine Katze in unsere Nähe.

An einem anderen Wasserloch trafen wir diesen eindrücklichen Bullen. Er zählt schon etliche Lenze und genoss hier die hellgraue Flüssigkeit, mit der er sich von Kopf bis Fuss einspritzte. Weder die Springböcke, noch die Zebras oder die Giraffe nahmen vom Koloss Notiz. Vermutlich wurden sie durch das helle Grau verwirrt, ein Elefant sieht doch nicht so aus: Eine perfekte Tarnung! Zeitweise hatte er die Augen geschlossen und schien zu schlafen oder zumindest zu dösen.

Zehn kleine Straussenkücken hatte diese Familie. Die Kleinen suchten unter den Eltern jeden noch so kleinen Schatten, die Temperatur erreichte auch heute wieder mehr als 36°.

Ein African Hoopoe, bei uns Eichelhäher, trieb sich im Camp herum und liess sich gerne aus der Nähe fotografieren.

Auf unserem spät-nachmittäglichen Gamedrive sahen wir nicht mehr viele Tiere, dieser grosse Kori-Bustard oder Riesentrappe war eines davon. Mit seinen 20 kg ist er einer der grössten noch flugfähigen Vögel überhaupt und im südlichen Afrika recht häufig anzutreffen.

Den Schlusspunkt machen heute diese beiden Blue Crane oder Blauen Kraniche, welche an einem Wasserloch nach Essbarem stocherten.
Für einmal unglaublich viele Elefanten sowie viele unterschiedlichen Vögel. Aber immer noch keine Katzen.
