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- Kategorie: Winterreise 17 / 18 - 1. Etappe: Namibia 17 mit Paul
Von unterschiedlichen Behausungen und Bergen im Südwesten
Die Region entlang des Namib-Naukluft Parks im Südwesen von Namibia ist sehr trocken, nur ganz wenig Vegetation bedeckt die Erde. Meist liegen nur Steine zwischen dem Sand.

Bizarre Felsformationen meist vulkanischer Natur ragen immer wieder über die Ebene. In den trockenen Tälern leben ab und zu Oryx-Antilopen einige Male sahen wir heute auch vereinzelte Springböcke und Strausse. Diese Tiere können wohl Steine verdauen, sonst kann ich mir das Überleben hier nicht vorstellen. Wasser ist kaum je irgendwo zu sehen.

Ein deutscher Edelmann erbaute sich 1907 mit dem Dusiwib-Castle seinen Traum inmitten von Nichts. Schon 1914 meldete er sich bei den deutschen Truppen und nahm am 1. Weltkrieg teil, wo er schon 1916 fiel. Seine Frau, eine Amerikanerin, liess das Schloss zurück und kehrte in ihre Heimat zurück. Heute ist das Gebäude ein Museum. Interessant, aber nicht viel mehr.

Eine andere Behausung, ein veritables Mehrfamilienhaus ist dieses Nest der Sociable Weavers, einer Art von Webervögeln. In einem einzelnen Nest leben bis zu 20 oder 30 Brutpaaren auf engstem Raum.

Von unten sind die einzelnen Hauseingänge gut sichtbar. Jedes Loch ist ein Eingang zu einer Wohnung. Es gibt weder Klingeln noch Türen, auch keine Beschriftungen. Trotzdem scheinen die einzelnen Vögel ihre Wohnung zu finden. Einen Briefträger brauchen sie zum Glück nicht, ebenso wenig den UPS Delivery Truck.

Auf unserem Weg trafen wir heute einige interessante Felsformationen, so hier diese spitzige Pyramide. Da es hier sehr wenig regnet und somit auch wenig Erosion stattfindet und auch nur wenig Vegetation die Berge bekleidet, sind die unterschiedlichen Schichten sehr gut sichtbar. Ein Paradies für einen Geologen.

Ein weiteres interessantes Modell Berg, diesmal eine Art Tafelberg. Die unteren, weichen Schichten wurden teilweise wegerodiert, die zwei oder drei Deckschichten aus vulkanischem Material sorgen für das flache Dach.

Solche Grader oder Planierraupen fahren die Pisten in regelmässigen Abständen ab, um die Wellblech-Strukturen abzutragen. Wenn die Pisten frisch abgezogen sind, kann man problemlos mit bis zu 100 km/m fahren. Bei schon stärker abgefahrenen Pisten ist eine tiefere Geschwindigkeit angezeigt. Trotz teilweise sehr guten Pisten muss man immer sehr achtsam sein, es können immer mal wieder Löcher in der Piste entstehen, welche nur schlecht sichtbar sind. Bremsen ist auf dem Sand und Kies nur schlecht machbar.
Wenn der Grader-Fahrer um die Ecke kommt, sieht er die noch zu bearbeitende Strecke vor sich! Sicher mehr als ein Tagewerk!
