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- Kategorie: Winterreise 17 / 18 - 1. Etappe: Namibia 17 mit Paul
Sossousvlei NP- die grossen Dünen

Innerhalb des Sossousvlei-Nationalparks gibt es nur eine einzige Lodge, die Sossous Dune Lodge. Diese wird vom NWR, dem namibianischen Nationalpark Service geführt. Sie liegt hinter einem Berg und besteht aus einer Anzahl kleinen Häuschen im sogenannt afrikanischen Stil. Die Unterkünfte sind grosszügig und liegen weit verstreut am Berghang, weit weg von allem Verkehr, der im Park ohnehin nicht sehr gross ist.

Die Dünen im Sossousvlei gelten als die höchsten der Welt, es gibt aber auch andere Stimmen, die andere Dünen zu den grössten erklären. Das spielt eigentlich keine Rolle, beeindruckend sind die Sandhaufen ohnehin, auch wenn es vielleicht irgendwo noch grössere geben sollte. Einige Bäume überleben in diesen unwirtlichen Gegend mehr schlecht als recht, das wenige Wasser erlaubt ihnen immerhin ein bescheidenes Wachstum. Wieviel Leben noch in diesem Baum steckt ist schwer zu sagen. Auf den ersten Blick wohl kaum etwas, erst bei genauerem Hinsehen gibt es etwas grün.

Bis zu 300 m sollen diese Dünen hoch sein. Wir wollten heute nicht hinauf kraxeln, da wir erst kurz vor Mittag im Park waren. Die Hitze war dazu viel zu hoch. Das Thermometer erreichte 44° Celsius, viel zu heiss, um grosse Wanderungen zu machen. Am frühen Morgen wandern einige Leute auf die Dünen, bei meinem letzten Besuch hier, im August 2006, waren es ganze Völkerwanderungen. Damals war hier allerdings Winter und die Temperatur lag um einiges tiefer.

Ein Ort heisst Deadvlei, diese Senke liegt einen Kilometer vom Parkplatz entfernt. Dorthin wanderten wir um die Mittagszeit. Die heisse Luft war noch halbwegs auszuhalten, der Sand war jedoch sehr heiss und wenn er in die Schuhe gelangte, verbrannte er die Füsse! Sehr unangenehm! Nur Trottel und zwei Schweizer machen sich um diese Zeit auf den Weg in die Dünen …

Im Deadvlei gibt es einige Bäume, die starben, als das Wasser nicht mehr hierhin gelangte. Die Baumleichen sind ein beliebtes Fotosujet, heute waren sie aber nicht zu erreichen, da der Untergrund wegen kürzlicher Regenfälle nicht begehbar war. Warnschilder wiesen auf die Gefahr hin.

Dieser Baum ist noch fitter, obwohl wenn auch er nur spärlich überlebt. Die Düne ist auf dem Anmarsch, sie wird ihn wohl in einigen Jahren oder Jahrzehnten bedecken. Der starke Wind bläst auf dem Kamm viel Sand in Richtung des Baumes. Der heisse Wind hat in etwa die Temperatur eines Haarföhns bei uns, heiss und sehr trocken. Die mehreren Mineralwasserflaschen, welche ich heute leerte, hinterliessen nur wenig Harndrang. Die meiste Flüssigkeit verdunstete durch die Haut.
