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- Kategorie: Winterreise 16 / 17 - Dritte Etappe: Thailand 17
Der Grosse Buddha von Phuket und die Inselhauptstadt

Seit ich das letzte Mal hier war, ist die Statue selber mehr oder weniger fertiggestellt. Die Umgebung ist leider immer noch nicht komplett, auch wenn viele Thais jedes Jahr grössere Geldsummen zu Handen der Statue spenden. Der offizielle Name der Statue ist in Thai übrigens Phra Puttamingmongkol Akenakkiri oder kürzer auch nur Mingmonkol Buddha. In der Thai-Sprache schreibt sich das so: พระพุทธมิ่งมงคลเอกเนาคคีรี.

Hinter der grossen weissen Figur gibt es noch eine kleinere aber vollständig vergoldete Statue. Zusammen mit dem blauen Himmel ergab die Figur ein schönes Bild.

Eine beeindruckende Tempelanlage auf Phuket ist Wat Chalong. Am heutigen Sonntag waren sehr viele Einheimische in der Anlage. Es war nicht ganz einfach, ein Bild ohne viele Leute zu erhalten. Die Geduld zahlte sich aber schliesslich aus. Zuoberst im Chedi gibt es in einer Glasflasche angeblich ein Stück eines Knochens von Buddha. Oder auch nicht, auf jeden Fall sind immer viele Leute dorthin unterwegs und hinterlassen ihre Spenden.

Der Chedi im vorherigen Bild kann bestiegen werden, von der obersten Terrasse aus gibt es einen schönen Rundblick über den Rest des Tempels.
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In einer gemauerten Struktur entzündete ein Angestellter lange Schlangen von Krachern, bei uns heissen diese Dinger Frauenfürze, aus gegebenem Anlass nenne ich sie hier Buddha-Fürze. Ein beeindruckendes Spektakel!
In der Innenstadt des Hauptortes der Insel, praktischerweise auch Phuket genannt, gibt es einige wenige Strassenzüge, die schön herausgeputzt sind. Hier speziell die typischen Shop-Houses der Chinesen in Südost-Asien. Diese Einwanderer bauten meist zwei-geschossige Häuser, unten ihre Geschäfte oder Werkstätten, oben die Wohnungen.
Die Farben sind bei der Rennovation teilweise etwas gar mutig ausgefallen. Am heutigen Sonntag waren die meisten Geschäfte geschlossen und auch sonst war kaum Verkehr in der Innenstadt.
Ein Kaffee an einer geschäftigen Strassenkreuzung stellt eine Vielzahl von alten Radiogeräten aus. Ich hätte auch noch ein gut passendes Modell zu Hause! Die meisten der Geräte stammen wohl aus der ersten Hälfte des letzten Jahrhunderts, heute sehen sie bereits sehr alt aus. Mittel-, Lang- und Kurzwellen sind heute kaum mehr gebräuchlich. Auch UKW, in den 1960-er Jahren der neueste Hype, wird nun abgeschaltet. Gerade von einigen Tagen habe ich erfahren, dass Norwegen sämtliche UKW-Sender im Laufe dieses Jahres ausser Betrieb nehmen wird. Technik veraltet eben sehr schnell!
Eine Eingangstüre zeigt deutlich, dass der Bewohner wohl Chinese ist. Das Haus ist zwar mit drei unterschiedlichen Schriftarten bezeichnet, doch die Türgriffe deuten in meiner Vorstellung klar auf China hin.
In Phuket-Town gibt es eine Einrichtung, die ich so noch nirgends sah: Vor einer Ampel gibt es eine speziell ausgezeichnete Zone für Roller, diese dürfen sich vor die Autos stellen und sobald die Ampel auf Grün dreht, als erste losbrausen. Sehr praktisch! Die meisten Autofahrer halten sich an die Vorgaben und bleiben hinter der Zone stehen.
Morgen werde ich noch einen weiteren Tag auf Phuket bleiben, da ich noch die Strände nördlich von Patong besuchen möchte. Diese Gegend ist mir unbekannt. Am Nachmittag brauche ich noch etwas Zeit, um die nächsten Etappen vorzubereiten.
Für mein Nachtessen fuhr ich etwa 15 km in Richtung Süden, wo oberhalb des Kata-Strandes ein Restaurant mit einer wunderbaren Aussicht und ebensolcher Küche lockt. Ich kenne das Lokal von früheren Besuchen.
