- Details
- Kategorie: Winterreise 16 / 17 - Zweite Etappe: Namibia
Popa Falls - nicht einmal ein Wasserfälleli
Die Popa Falls liegen im Caprivi - Streifen im nördlichen Namibia. Der Okavango fliesst hier über Stromschnellen, bevor er dann Namibia verlässt und sich in Botswana ins berühmte Okavango-Delta ergiesst. Wer hier einen veritablen Wasserfall erwartet, wird enttäuscht sein. Popa Rapids oder Popa Stromschnellen wäre der korrekte Name. Der Stopp lohnt sich aber trotzdem.
Die NWR (Namibia Wildlife Resorts), eine staatliche Organisation, welche in Namibia mehrere Lodges und Camps betreibt, hat bei den Popa Falls 2013 eine komplett neue Anlage eröffnet. Vorher war diese eher einfach und gemäss meinen Reiseführern in schlechtem Zustand. Nun sind die Bungalows hervorragend gebaut, das Restaurant sehr modern und die ganze Anlage macht einen sehr gepflegten Eindruck.
Meine Lodge bot Flussfahrten an, welche ich mir nicht entgehen liess. Am späteren Nachmittag legten wir ab und fuhren zuerst in Richtung Süden, wo das Wasser schon wieder ruhig fliesst. Der Himmel war ziemlich grau, doch die wenigen Sonnenstrahlen sorgten für eine interessante Beleuchtung.
Das Gebiet rund um die Fälle wird stark landwirtschaftlich genutzt. Trotz allem leben immer noch viele Flusspferde im Wasser, welche hier nur als Ohren sichtbar sind. Sie verlassen das schützende Nass meist nur Nachts, um auf den Wiesen zu fressen. Unser Bootsführer erklärte, die Bauern pflanzten ihre Produkte nicht nahe am Ufer, da diese sonst von den Hyppos sofort gefressen würden.
Andere Bewohner des Flusses sind die Krokodile. Diese werden hier maximal 3 m lang, an anderen Orten erreichen sie Längen bis über 5 m. Auch mit dieser Länge sind sie sehr gefährlich und das Baden im Fluss ist deshalb nicht wirklich ratsam. Dieser Kerl ist noch recht jung, er misst erst etwa einen Meter.
Die eigentlichen Fälle sind wie schon erwähnt, nichts anderes als Stromschnellen. Zur Zeit führt der Okavango nicht all zu viel Wasser, deshalb ist der Fall nicht wirklich beeindruckend. Ab Mitte Januar bis März steigt der Pegel des Flusses kontinuierlich an, das Wasser steht dann für einige Zeit bis zu 5 m höher.
In der Mitte des Flusses gibt es eine kleine Insel, an welcher wir anlegten. Mit einem kurzen Fussmarsch erreichten wir eine Stelle, wo die Stromschnellen gut sichtbar waren. Diese Stromschnellen sind nicht schiffbar und ein Umgehungskanal wurde bis heute nicht gebaut.
