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- Kategorie: Costa Rica 22
Besuch im Orosi-Tal und Fahrt in den Norden nach Puerto Viejo de Sarapiqui

Ruth bestellte sich zum Frühstück zwei Spiegeleier mit etwas Speck. Dieser Smiley war der Gruss der Küche mit dem Wunsch für einen schönen Tag. Ein netter Tagesanfang!

Vor unserem Zimmer tat sich eine grosse Raupe an einer Pflanze gütlich. Das Ding war gute 6 cm lang! Den oberen Teil der Pflanze hat sie schon abgeweidet, sie macht sich nun auf den Weg zu neuen, grüneren Wiesen.

Die Casa del Soñador, das Haus des Träumers, ist ein altes, zweigeschossiges Holzhaus, welches heute die Werkstatt eines Holzschnitzers beherbergt. Er verwendet ausschliesslich Holz des Kaffeestrauches und schnitzt daraus Masken und allerlei Tier- und Fabelwesen.
Wir unterhielten uns über Costa Rica und die Schweiz, auch was die Armeen betrifft. Er meinte, wenn die USA angreifen würden, hätte Costa Rica ohnehin keine Chance. Wozu dann überhaupt eine Armee? Und wenn Nicaragua käme, würde deren Angriff schnell enden, da jene kein Geld hätten. Die Ticos würden ihnen einfach Kaffee-Ernte-Körbe in die Hand drücken, damit sie sich wenigstens nützlich machen könnten!

Ab 1561 wurde an der Stelle dieser Ruine in der Ortschaft Ujarrás zu Ehren von Maria eine strohgedeckte Kirche errichtet. 1575 wurde sie zum ersten Mal aus Lehmziegeln gebaut, ab 1681 dann in der heutigen Form. 1832 erliess die Regierung schliesslich ein Dekret, welches die Verlegung des Dorfes anordnete worauf die Kirche in den folgenden Jahren zerfiel. Die Gegend galt als gefährdet für Überschwemmungen und auch als ungesunder Lebensort wegen diverser Krankheiten. Heute steht die Ruine unter Denkmalschutz, da es sich um eine der ältesten Kirchen von Costa Rica handelt.

Neben der Kirche stehen viele alte Bäume, dieses immense Wurzelwerk faszinierte mich.

Blattschneider-Ameisen legen mitunter längere Strecken zurück, wenn sie von einem favorisierten Baum die zerschnittenen Blätter in ihren Bau transportieren. Offenbar wächst anschliessend für lange Zeit nichts auf den Wegen, auch wenn wie hier keine Ameisen mehr zugange sind.

Die Bäume mit ihren Bromelien und spanischem Moos zeugen vom feucht-warmen Klima in dieser Gegend.

Orosi selber ist ein kleines Städtchen im Zentrum eines Gebietes mit viel Kaffeeanbau. Die Iglesia de San Jose ist ein nationales Wahrzeichen Costa Ricas. Die 1743 erbaute Kirche ist die älteste, die in Costa Rica noch aktiv genutzt wird. Heute Montag leider geschlossen.

Ausserhalb des Dorfes gibt es einen Mirador, von welchem aus das Tal gut zu überblicken ist. Auch in diesem Mirador ist vieles nicht erlaubt. Waffen sind verboten, ebenso alkoholische Getränke und Fahrräder. Hunde müssen ebenfalls draussen bleiben. Einmal mehr sind Escenas amorosas nicht erlaubt.

Der Blick ins Tal lohnt den Besuch aber auf jeden Fall. Eine äusserst fruchtbare Gegend.

Das Dorf Orosi liegt in einem Flusstal, eingebettet zwischen höheren Bergen.

Vieles ist im Park nicht erlaubt, jedoch gibt es viele Grillplätze mit Stühlen und Bänken am Schatten. Für Kinder gibt es fest installierte Spielgeräte, die intensiv genutzt werden.

In unserem Hotel sah heute Abend ich diese Installation, als wir uns ein Bier genehmigen wollten. Was wir wohl heute assen?
