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Kategorie: Portugal 26
26. Mai 2026

Ausflüge von Peniche: Castelo de Tomar, Fátima und Batalha

Unser Hotel in Peniche lag so gut, dass wir von hier aus einige Sehenswürdigkeiten in der weiteren Umgebung besuchen konnten und so nicht jeden Morgen die Koffer packen mussten.

Blick auf einen historischen, reich verzierten Steinbau mit gotischen Elementen und Innenhof mit Arkadengängen unter blauem Himmel

Ein erster Besuch galt der Templerkirche und dem angeschlossenen Kloster in Tomar. Die Anlage wurde ab 1160 erbaut und immer wieder erweitert.

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 Im Innern der Kirche steht eine grosse Rotunde, der Zugang dazu führt durch dieses reich verzierte Tor.

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Das Gebäude im Innenraum aus dem 12. Jhdt. ist voller Bilder und Steinmetz-Arbeiten. Es soll eines der schönsten in Europa sein. Das kann ann ich nicht beurteilen, mir gefiel es aber. 

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Aus dem 16. Jhdt. stammt das berühmte Fenster zum sogenannten Kapitelsaal, so sich die Christusritter versammelten und ihre nächsten Entdeckungsreisen planten. Das Fenster ist ein typisches Beispiel des manuelinischen Stils. Verzierungen von in Stein gehauenen Tauen und anderen Symbolen sind omnipräsent. 

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Ein Kloster braucht selbstverständlich auch Mönchszellen. Von diesem Gang gehen links und rechts die einzelnen Wohnzellen ab. Lediglich eine Zelle war geöffnet, diese aber uninteressant. Keine Möbel, nur ein kleiner, rechteckiger Raum mit einem ebenso kleinen Fenster. 

Die Novizen hatte ihre Zellen im Untergschoss, dort aber ohne Fenster.

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Noch ein weiteres Bild des Hauptgebäudes mit dem Fenster. 

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Insgesamt gibt es im Kloster 7 Kreuzgänge auf verschiedenen Ebenen. Von meinem Standort aus sind gerade 3 zu sehen, die sich um den zentralen Innenhof gruppieren. 

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Der Esssaal der Mönche wirkt spartanisch. Wie wohl das servierte Essen schmeckte? Mit viel Wein liess sich sicher alles gut runterspülen. Gesprochen wurde hier während der Mahlzeiten nicht, ein Vorleser las jeweils Passagen aus der Bibel. 

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Ein weiterer und für unseren Besuch letzter Kreuzgang schloss unseren Besuch in Tomar ab. 

Die nächste Station war in der kleinen Stadt Fátima, wo ebenfalls eine grosse Kirche steht. Am 13. Mai 1917 hatten drei Hirtenkinder in der Gegend eine Erscheinung: Sie erkannten die Jungfrau Maria in einer Korkeiche im gleissenden Licht. Am 13. Juni 1917 soll sich das Spektakel wiederholt haben. Auch bis zum 13. Oktober desselben Jahres soll dasselbe geschehen sein. Da auch der Vatikan schliesslich von der Erscheinung überzeugt werden konnte, wurde der Ort zum grössten Wallfahrtort in Portugal. 

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Jährlich sollen heute bis zu 5 Mio. Personen diesen Ort besuchen. Am heutigen Pfingstmontag waren noch die Absperrungen auf dem grossen Platz zu sehen. Am gestrigen Pfingstonntag waren hier wohl riesige Menschenmassen. Der ganze Platz war immer noch voller heruntergetropften Kerzenwachses. 

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Auch die Kirche selber ist für ein Kaff mit bloss 12’000 Einwohnern ein wenig zu gross geraten. Aber für die Wallfahrten braucht es wohl ausreichend Platz. 

Da viele unserer Ausflüge ohnehin von Besuchen in Klöstern und Kirchen geprägt waren, liessen wir auch Batalha nicht aus. In der Nähe dieser Ortschaft, auf Deutsch Sieg, fand 1385 eine Schlacht statt, bei welcher sich Portugal die Unabhängigkeit von Spanien sicherte. Zur Feier wollte der König eine Kloster mit Kirche errichten (lassen). 

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Der Grundstein für das Mosteiro Santa Maria de Vitória wurde 1386 gelegt. 1580 wurden die Arbeiten eingestellt, noch bevor die ganze Anlage fertiggestellt war. Auch bei diesem Besuch war leider wieder viel im Umbau. 

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Schon die Aussenfassade ist imposant. 

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Das schmale und hohe Mittelschiff zieht den Blick automatisch in die Höhe, ein von den gotischen Bauherren beabsichtigter Effekt. Die Bauten begannen zur Zeit der erfolgreichen Entdeckungen in der Welt, als Portugal sehr reich war. Bei der Aufgabe der Bauarbeiten war es damit vorbei und das Geld sass nicht mehr ganz so locker. 

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Auch hier gab es wieder einige schöne Kreuzgänge mit viel schöner Steinmetzarbeit. 

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Stein lässt sich mit genügend Zeit und Geld in filigrane Bauelemente verwandeln. 

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Noch heute verschlingt der Unterhalt der Anlage viel Geld. Die abgebrochenen Arbeiten werden aber nicht fertiggestellt. Da die Anlage zum Unesco-Weltkulturerbe zählt, werden sicher auch andere Organisationen wie die EU finanzeillen Support leisten.

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