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- Kategorie: Portugal 26
Figueira da Foz mit Tagesausflug nach Coimbra
Unser nächstes Hotel lag in Figueira da Foz, einem weiteren Surfer- und Badeort an der Atlantikküste. In der Stadt selber gab es für uns nicht viel zu sehen, wir nutzten das Hotel als Stützpunkt für einen Ganztagesausflug am nächsten Tag nach Coimbra.

Nördlich der Stadt Figueira gab es einen Leuchtturm, zu dem wir hinfuhren. Die Anlage wird militärisch genutzt und war für uns leider nicht zugänglich. Immerhin gab es einige schöne Bilder von der Küste und der Ortschaft.

Noch etwas weiter nördlich des Leuchtturms bot sich die Gelegenheit, uns die Füße am Strand zu vertreten. Das Wasser war noch kälter als mein Pool im Tessin, für mich also ein No-Go. Auch meine Reisebegleiter liessen sich nicht verführen. Einige Einheimische und Touristen nutzten den langen Strand für ein Sonnenbad.
Am nächsten Morgen machten wir uns zeitig auf den Weg nach Coimbra, der bekannten Universitätsstadt etwas mehr als 50 km landeinwärts.

Wir fuhren nicht auf direktem Weg dorthin, sondern wählten eine Route durch ein Naturschutzgebiet. Auf diesen Hochspannungsmasten gab es ein richtiges Mehrfamilienhaus für Störche, welche hier ihre Nester bauten. Alleine in diesem Mast gab es mehr als 50 Nester, alle besetzt. Im Vordergrund war ein Sumpf, welcher offenbar genügend Nahrung sowohl für die adulten Vögel als auch für die Jungtiere bot.
1290 wurde in Coimbra die erste Universität gegründet, welche damit die älteste in Portugal und eine der ältesten in Europa ist. Von meinem letzten Besuch in der Stadt hatte ich die Universitätsbibliothek in bester Erinnerung. Diesmal war ein Besuch leider unmöglich, das nächste Terminfenster wäre erst in drei Tagen offengestanden.

Wir nutzten den Besuch, um die Innenstadt zu erkunden. Und selbstverständlich auch das eine oder andere Pastel de Nata zu geniessen. Der Platz des 8. Mai liegt im Zentrum.

Direkt am Platz liegt das Kloster Santa Cruz mit der gleichnamigen Kirche. Bereits 1131 wurde hier der Grundstein gelegt.

Im Innern gab es auch diesmal viele Azulejos, die typischen blauen Kacheln, welche ganze Geschichten erzählen. Auch die Kanzel ist nicht einfach aus Holz, sie wurde aus einem massiven Steinblock gehauen.

Eine Nahaufnahme eines hübschen Azulejos in der Kirche. Da ich meinen Reiseführern keine Informationen zum Bild fand, liess ich einmal mehr Google Gemini für mich arbeiten. Das für mich beeindruckende Resultat ist hier!

Die erste Version der Orgel wurde etwa 1530 erbaut, im Laufe der Jahre aber immer wieder erweitert und restauriert.

In und um das Kloster gab es viele Kreuzgänge, den speziellsten möchte ich hier vorstellen. Der Claustro de Manga oder Ärmelkreuzgang heißt so, weil er angeblich von seinem Stifter, dem König Johann III., 1533 auf seinem Ärmel skizziert wurde. Heute ist nur mehr ein kleiner Teil erhalten.

Vom zentralen Platz ging eine hübsche Einkaufsstraße ab, welche wir besichtigten. Die ganze Straße ist autofrei und mit einem hübschen Steinmuster verziert.

Einzelne Häuser haben eine eigenartige Form. Hier schließt ein rotes Haus eine Häuserzeile ab. Die Häuser in der Zeile sind alle nicht sehr breit.

Links und rechts der Straße waren viele Geschäfte, welche vor allem lokale Sachen feil hielten. Die großen internationalen Ketten waren hier nicht präsent.

Den Abschluss unseres Besuchs machte dieses Haus, welches gerade noch ein Zimmer breit ist! Im zweitobersten Geschoss gibt es aber immerhin noch einen Balkon. Das Bett müsste ich vermutlich längs im Zimmer aufstellen, sonst hätten meine langen Beine keinen Platz.