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- Kategorie: Portugal 26
Ankunft in Lissabon und eine längere Stadtwanderung
Kurz nach Mittag ging es heute in Zürich los. Nach einem ruhigen Flug und mit einer leichten Verspätung landeten wir schliesslich in Lissabon

Im Anflug vom Süden überflogen wir die grosse Brücke Ponte 25 de Abril, die mit 2’278 m eine der weltweit längsten Hängebrücken ist. Sie hiess zuerst Salazar Brücke, benannt nach dem damaligen Premierminister / Diktator. Nach der Nelkenrevolution, als die Diktatur entsorgt wurde, bekam sie den Namen zu Ehren des Tages.

Am Flughafen wurden wir von einem vorbestellten Taxi abgeholt. Am Abholort waren die Namen der Reisenden angeschlagen. Der Name des Reisenden in der Bildmitte ruft eher ungute Erinnerungen wach. Ich würde ihn schnellstmöglich ändern.

In der Altstadt Lissabons verkehren kleine Trams, die in den engen Gassen mit lauten Quietschen verkehren. Insbesondere die Linie 28 ist bei Touristen und Einheimischen gleichermassen beliebt. Wir sparten uns die Fahrt für den Folgetag auf. Für heute reichte mal ein Bild.

Vom Hotel im Stadtzentrum machten wir uns auf den Weg zum Praça do Comércio, dem grossen Platz des Handels. Vor dem Erdbeben von 1755 lag hier der Palast des Königs. Dieser wurde nicht wieder aufgebaut und der 170 x 170 m messende Platz als Freifläche erhalten.
Am Morgen des nächsten Tages liessen wir uns zuerst elektrisch durch die Altstadt führen, Bilder machte ich davon nicht. Anschliessend besuchten wir einige der Sehenswürdigkeiten am Tejo, dem grossen Fluss, der in Lissabon in den Atlantik mündet.

Der erste Stopp galt dem Padrão dos Descobrimentos, dem Denkmal der Entdeckungen. Das Salazar-Regime errichtete es 1960 zu Ehren des 500. Todestag Heinrichs des Seefahrers. Die dargestellten Figuren sind allesamt wichtige Persönlichkeiten Portugals. Heinrich der Seefahrer, Vasco da Gama sowie Ferdinand Magellan sind einige der bekannteren Namen.

Die Ansicht vom Westen her zeigt im Hintergrund die grosse Brücke, welche wir beim Anflug sahen.

Für uns ging es dann entlang des Tejo weiter in Richtung Westen zum Torre de Belém, einem der bekanntesten Wahrzeichen Lissabons. 1521 fertiggestellt, war er einst Teil der Befestigung der Tejo-Mündung.

In der Nähe liegt das berühmte Hieronymitenkloster, welches ab 1502 erbaut wurde. Heute war der schöne Bau leider in dicke Bautücher eingehüllt und nur wenig der Fassade lag frei. Vor dem Eingang standen lange Schlangen von Besuchern, welche auf den Einlass warteten. Da wollten wir uns nicht auch noch anschliessen.

Von einem der Einlasstore gab es dann doch noch ein hübsches Bild ohne allzu viele störende Touris. Das Tore war geschlossen.

Schon 1147 wurde mit dem Bau der Kathedrale begonnen, damit gilt sie als die älteste Kirche Lissabons.

Mit einer Bernerin in der Gruppe müssen selbstverständlich alle Lauben fotografiert werden. Der grosse Platz des Handels wird von solchen gesäumt. Wir suchten uns ein Restaurant am Platz und fanden ein Fischlokal. Ein hervorragender Steinbutt aus dem Ofen schloss den Besuch in Lissabon ab Morgen geht es weiter nach Westen nach Cascais.

Die schon sommerlichen Temperaturen treiben Touris und Einheimische auf die Strassen, auch um 22 Uhr waren noch viele Gruppen unterwegs und die Restaurants in den Fussgängerzonen immer noch voll.