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- Kategorie: USA Oktober 10 mit Thomas
Zurück in California
Von Phoenix führt der I-10 auf mehr oder weniger direktem Weg nach Palm Springs. Wir wollten natürlich nicht auf dem Interstate fahren und uns mit dem ganzen Personenwagen-Verkehr und den vielen Lastwagen abmühen. Stattdessen entschlossen wir uns, auf Nebenstrassen und -strässchen unterwegs zu sein. Wenig Verkehr, dafür viel Landschaft!

Am Morgen war der Himmel zuerst leicht bewölkt, zeitweise fiel auch ein leichter Regen, dies aber nur während einiger wenigen Minuten. Die kurze Zeit reicht aber vollkommen aus, um die Luft mit dem Geruch der Creosote zu schwängern. Thomas konnte nur das Fenster öffnen, um sich am Geruch zu berauschen!
Bei einem kurzen Unterbruch, als wir einen Kaffee im McDonnalds tranken, musste ich die Toilette aufsuchen. Beinahe wäre ich in das Kabäuschen für die Damen gegangen, merkte aber meinen Fehler noch kurz vorher. Ein älterer Gast meinte nur trochen: "Keep on going but you will have to sit down" und dann brach er in schallendes Gelächter aus!
Die Grenze zwischen Arizona und California liegt auch hier in der Mitte des Colorado Rivers, der hier die Landwirtschaft mit Wasser versorgt. Allzu viel Wasser führt er aber nicht mehr, viel wurde schon auf den vorangehenden Kilometern genutzt.

Kurz nach der Grenze kontrolliert California alle kommerziellen Lastwagen auf landwirtschaftliche Schädlinge, insbesondere die Fruchtfliegen, welche der Agro-Industrie Californias grossen Schaden anrichten könnten. Auch Privatfahrzeuge werden kontrolliert, meist reicht aber die Beantwortung einiger Fragen aus. Wir konnten unseren einen Apfel problemlos mitführen.

Der Anbau von Baumwolle ist äusserst Wasser intensiv. Diese Gegend ist also gut dafür geeignet, da der grosse Fluss nicht weit entfernt ist. Die Felder sind erst zum Teil abgeerntet, die weissen Büschel an den Pflanzen sind sehr dekorativ.

Bei Glamis liegen riesige Sanddünen, welche mir absolut unbekannt waren. Für die Amerikaner sind sie ein Off-Road Paradis. Mit kleinen Sandbuggies und allerlei anderen Gefährten furzen sie in ihnen herum. Glücklicherweise blies heute ein orkanartiger Wind, sodass ich sogar die Geräusche verloren.

Mich faszinieren im Süden der USA immer die langen Fracht - Züge, die hier von und nach Long Beach oder San Diego unterwegs sind. Nahezu alle Container gehören chinesischen oder koreanischen Reedereien, welche den Warenhunger der USA stillen helfen.
Hier im Süden werden verschiedene Magazine mit Hotel-Coupons verlegt, wir fanden dank ihnen schon einige günstige Unterkünfte. Heute in Palm Springs trieben wir die Geschichte noch auf die Spitze: Wenn schon billig, dann richtig! Zwei unterschiedliche Magazine bieten dasselbe Hotel für 49$ und 45$. Natürlich schnitten wir den Coupon des billigeren Angebotes aus, der dann auch problemlos akzeptiert wurde. Das Hotel ist makellos und den Preis voll und ganz wert.
Mein in diesem Frühjahr verstorbener Onkel Walter empfahl mir vor langer Zeit ein Restaurant hier in Palm Springs, wo Pastrami Sandwiches serviert werden. So assen wir heute einmal mehr bei Shermans und genossen die generösen Portionen und den guten Service! Die Sandwiches waren fast so dick wie im Bild beim Link.
