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- Kategorie: USA Oktober 10 mit Thomas
Auf dem Höhepunkt der Reise - geografisch!
3‘031 m.ü.M. liegt der Tioga Pass, ein schöner Übergang über die Sierra vom San Joaquin Valley im Westen ins östliche Owens Valley. Zugleich markiert der Pass den östlichen Ausgang des Yosemite National Parks, der vor allem durch die schönen Aussichtspunkte in die Granitformationen besticht. Für uns markierte er heute den geografischen Höhepunkt unserer Reise - so hoch hinaus gelangen wir höchstens noch im Übertragenen Sinn!

Auf diesem Bild sind die bekanntesten Felsformationen zu sehen: Der halbe Dom auf der rechten Seite heisst in Englisch denn auch Half Dome. Die andere Hälfte wurde von den riesigen Gletschern weggeraspelt. Auf der linken Seite ragt die gigantische Wand des El Captian auf, die bei Bergsteigern hoch im Kurs steht. Nahezu 1‘000 m fast senkrechte Wand fordern die besten Kletterer heraus: 2 Tage harte Arbeit für „normale“ Sportler, etwa einen halben Tag für die Freeclimber.

Die wohl bekannteste Ansicht des Half Dome. Das Tal zu seiner Linken ist das Yosemite Valley, welches vor allem bei Wanderern sehr beliebt ist. Die schönen runden Formen stammen ebenfalls von Gletschern. Die gigantischen Granitfelsen entstanden „erst“ vor etwa 100 Millionen Jahren tief im Erdinnern. Im Laufe der weiteren Jahrmillionen wurden sie in die Höhe gedrückt und die bedeckende Erde wurde wegerodiert, bis schliesslich nur noch die Granitdome übrig blieben. Gletscher und Flüsse taten dann ihr übriges, um diese Landschaft zu formen.

Bei all meinen früheren Besuchen im Tal sah ich noch nie die berühmten Wasserfälle, doch heute zeigten sie sich sehr aktiv. Das Tosen dieser beiden Fälle war sogar noch von unserem Standpunkt aus gut zu hören.

Ein weiterer aktiver Wasserfall mit den herbstlichen Farben im Vordergrund. Hier im Talgrund lag die Temperatur am späteren Nachmittag noch bei guten 20 Grad. Über Nacht soll sie jedoch fast bis auf den Gefrierpunkt fallen. Glücklicherweise verfügt unser Hotel über eine funktionierende Heizung und warme Decken!

Dieser Groundsquirrell sucht sich noch in aller Eile möglichst viel Nahrung, in einigen Tagen wird hier auf 3‘000 m der harte Winter Einzug halten und dann wird er in den Winterschlaf gehen, bis er im kommenden Frühjahr wieder aufwacht.
