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- Kategorie: Atlantik, USA und Mexico 14 - Teil 4 Florida
Ein Tag in Miami Beach

Auf dem Weg zum Hotel erregte dieses Mural mein Interesse: Die Atlantis-Universität wird mit dem Spruch „Encouraging today’s students to become tomorrow’s leaders“. So eine doofe Werbung sah ich noch nie: Alle Personen in der grossen Armee sind exakte Kopien; nichts unterschiedet sie voneinander. Von dieser Art Leadern möchte ich mich nicht führen lassen! Die sich bis aufs Kleinste gleichenden Produkte sehen aus wie von einer Maschine gestanzte Puppen, ohne jegliche Individualität.
1984 produzierte Apple einen Werbespot, welcher den ersten Mac vorstellte. Der Spot (Youtube) wurde anlässlich eines Sportanlasses im Fernsehen ausgestrahlt und schlug wie eine Bombe ein. 1984 ist auch eine Anspielung an den Roman diesen Namens von George Orwell.

South Beach ist bekannt für die Art-Deco Architektur, leider war es heute beinahe unmöglich, die Gebäude zu fotografieren, da die ganze Ocean Avenue eine einzige Autokolonne war und ich meinen früh eroberten Parkplatz nicht aufgeben wollte. Ganz Miami war am Strand und am flanieren.

Zwischen Strand und Strasse verläuft ein Fussweg, welcher auch von Fahrrädern und Teenies mit Kickboards befahren wird. Der Strand wird täglich gereinigt, kein Abfall liegt herum.

Die Lebensretter sitzen in diesen kleinen Holzhütten, von wo aus sie jederzeit den Überblick über das Geschehen im und am Wasser behalten. Im Notfall können sie mit dem Strandscooter schnell zum Wasser fräsen und Hilfe bringen. Den ganzen Tag aufs Meer zu starren muss sehr anstrengend sein, doch die Aufmerksamkeit kann jemandem in Not helfen. Die gelbe Flagge weist darauf hin, dass das Baden heute nicht ganz ungefährlich, aber doch erlaubt war.

Dieser Himmel wurde in allen Wetterprognosen und Wettermeldungen als „stark bewölkt“ ausgewiesen. Ohne Sonnencreme wäre ein Sonnenbrand aber trotz der Wolken sicher!
Eine Gruppe junger Franzosen fragte mich, ob ich einige Aufnahmen von ihnen mache: Selbstverständlich sagte ich zu. Die sehr gute Nikon SLR kannte ich, da ich selber seit Jahren ein Nikon-Fotograf bin. Sobald ich ihnen jedoch die Bilder zeigte, waren sie und ich überrascht: Völlig ausgebleicht und kaum etwas zu sehen! Ich sah sofort, dass auf der Kamera 3200 ISO eingestellt waren und beim Sonnenlicht natürlich eine massive Überbelichtung das Resultat war. Als die junge Dame die anderen Bilder auf ihrer Speicherkarte ansah, stellte sie fest, dass sämtliche Bilder unbrauchbar waren. Ich zeigte ihnen, wie auf der Kamera die Empfindlickeit auf 100 ISO eingestellt wird und schoss noch einige Bilder, die dann gut waren. Zum Glück waren sie erst gestern aus Europa angekommen und der Chip war noch beinahe leer.
