- Details
- Kategorie: Atlantik, USA und Mexico 14 - Teil 2 Route 66
Viel Wasser - sowohl horizontal als auch vertikal
Von Syracuse war ich heute schon kurz nach 7 Uhr unterwegs in Richtung Niagara-Fälle. Die gut 250 km führten weitgehend über die Autobahn, also absolut problemlos, aber auch nicht besonders spannend.

Dieses Schild kam nach etwa 1 1/2 Stunden gerade rechtzeitig, Eine der Anzeigen „zwang“ mich förmlich zu einem kleinen Umweg. Welches war es wohl? Ein kleiner Hinweis: In Italien wird das Getränk in viel besserer Qualität serviert, für US-Verhältnisse war es aber ganz OK!

Am linken Rand der Grünstreifens zeigen sich die ersten Zeichen der Fälle, der leichte Dunst weist schon von weitem auf etwas Grösseres hin. Die vielen riesigen Hotels liegen meist auf der kanadischen Seite der Fälle, auf der anderen Flussseite. Der eindrückliche Niagara-River hat hier eine starke Strömung, das horizontal fliessende Wasser bereitet sich auf den tiefen Fall vor.

An dieser Stelle stürzt der Niagara River beim sogenannt Amerikanischen Fall in die Tiefe. Eine grosse Menge Wasser überwindet hier die Stufe.

Am Ufer, nahe beim Fluss, liegt noch nicht geschmolzenes Eis, ein Überbleibsel des letzten schweren Winters. Einige Touristen nähern sich mit Booten den Fällen, ich ersparte mir diese Erfahrung. Ich bin ein Warmduscher und halte nicht viel vom kalten Flusswasser.

Da konnte ich nicht widerstehen, der kleine Junge wird in einigen Jahren wie sein Vater aussehen, wenn er sich nur von Junkfood ernährt. Irgendwie stört dies hier aber niemanden.

In den amerikanischen Nationalparks finden sich überall diese oder ähnliche Installationen, hier sollen Zigaretten-Kippen entsorgt werden. Dazu dient das kleine Loch oben in der Mitte. Selten nur liegen die Kippen einfach auf dem Weg, die meisten Raucher entsorgen ihren Abfall ordnungsgemäss.
Kurz nach Mittag überquerte ich die Grenze nach Canada, wo ich mich am späteren Nachmittag mit zwei virtuellen Bekannten treffen wollte. Ich wollte zuerst im Hotel vorbei gehen und mein Gepäck deponieren. Das erste Zimmer, welches mir zugewiesen wurde, war noch nicht gereinigt: Eines der beiden Betten erhielt noch nicht keine frische Wäsche, in der Dusche lagen noch die Frottétücher am Boden. Also nochmals zurück in die Lobby, wo die Rezeptionistin mir ein neues Zimmer zuwies. Dieses war leider noch schlimmer, beide Betten umgemacht, mehr Dreckwäsche in der Dusche und überhaupt ziemlich schmutzig. Als ich nochmals am Empfang auftauchte, wollte mir die Dame zuerst nicht glauben und erst als ich insistierte, machte sie einen neuen Versuch. Diesmal mit besserem Erfolg. Best Western ist auch nicht mehr, was die Kette früher mal war!
Vor dem Treffen wollte ich noch an der kanadischen Seite der Fälle etwas Sightseeing machen, was leider völlig unmöglich war, der Himmel entschied sich, sein Wasser regnen zu lassen! Schade, denn die Fälle sind auf der kanadischen Seite viel eindrücklicher. Morgen früh habe nicht noch genügend Zeit, dies nachzuholen.

