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- Kategorie: Atlantik, USA und Mexico 14 - Teil 2 Route 66
Ein sehr guter Tag aus verschiedenen Gründen

Danach machte ich mich auf den Weg zum Times-Square, wo ich wieder eine Tour starten wollte. Auf dem Weg in Richtung Battery Park befuhr der Bus nochmals dieselbe Route wie schon gestern, deshalb hier nochmals einige Bilder im Hochformat. Hier das Empire State Building aus einer eher ungewohnten Sicht.

Früher waren viele Häuser im südlichen Manhattan nicht sehr luxuriös, die wenigsten verfügten über fliessendes Wasser. Einige jedoch hatten diese Wasserspeicher auf den Dächern, welche den Bewohnern dann diesen Luxus bieten konnten. Auf einigen älteren Gebäuden stehen diese Gebilde noch immer.

Eine typische Strasse im südlichen Manhattan mit Häusern aus unterschiedlicher Zeit. Nüchterne, modernere Bauten kontrastieren mit älteren, reich verzierten Gebäuden. Einige Häuser haben noch die typischen Feuertreppen, welchen aussen an den Fassaden angebracht sind. Ob diese wirklich viel nützten, wenn in einem unteren Geschoss ein Brand ausbrach und das Feuer aus den Fenstern loderte? Mich erinnern sie eher an Grillroste, denn an hilfreiche Fluchtwege.

Im sogenannten Cast-Iron-District sind viele Häuser aus Eisen gebaut. Cast-Iron bedeutet Guss-Eisen und tatsächlich sind viele Fassaden der Häuser im SoHo-District Manhattans aus Guss-Eisen. Von Auge ist dies jedoch nicht zu sehen, aber ein Magnet soll an den Fassaden gut haften. Ich habe es nicht getestet, da ich heute im oben offenen Bus unterwegs war. Schön sind die Gebäude auf jeden Fall und die reiche Verzierung vieler Bauten gibt dem Stadtteil ein eigenes Gepräge.

Eigentlich wollte ich mit einem weiteren Bus nach Brooklyn fahren, verpasste diesen aber leider um eine Minute. Also machte ich mich zu Fuss auf den Weg zur Brooklyn-Bridge, von wo aus ich einen guten Blick auf den Financial District hatte. Der Freedom-Tower gefiel mir auch heute nicht besonders.

Die Brooklyn-Bridge ist eine der schönsten Hängebrücken in New York, dies der Pfeiler auf der Seite Manhattans. Die in den USA allgegenwärtige Flagge darf natürlich auch hier nicht fehlen. Heute waren sehr viele Leute zu Fuss und auf Velos auf dem Weg über die Brücke. Für sie wurde eigens über den Fahrbahnen für die Autos ein Weg eingerichtet, so dass alle ungestört vom motorisierten Verkehr auf der Brücke flanieren können.
Nach der Hälfte der Brücke musste ich umdrehen, damit ich den nächsten Bus noch erreichte. Die Distanz bis zum anderen Ende wäre ohnehin zu gross gewesen.

Ein weiterer Blick auf das Empire-State-Building, welches hier zwischen zwei Wohnblocks des sogenannten Government-Housing steht, bei uns als Sozialwohnungen bekannt. Keine bevorzugte Wohnlage.

Am späteren Nachmittag traf ich mich mit einer virtuellen Bekannten, Joan, welche ich aus einem MS-Forum kenne, zu einem späten Lunch in einem feinen Restaurant in der Upper East Side. Anschliessend besuchte ich zum Abschluss meines Aufenthaltes in New York noch das Lincoln Center. Auf der rechten Seite die Avery-Fisher-Hall, der Sitz der New York Philharmonic, in der Mitte die berühmte Metropolitan Opera und links das New York City Ballet. Leider fand während meines ganzen Aufenthaltes in der Stadt kein Konzert statt. Gerne hätte ich eine gute Oper besucht, auch ein klassisches Konzert wäre willkommen gewesen. Hoffentlich habe ich nächstes Mal mehr Glück!

Im Anschluss an den heutigen Tag ging es mir wie diesem älteren Herrn: Ziemlich erschöpft von den - für mich - langen Gehstrecken. Dieser Herr war wohl so müde, dass er nicht mal dem Schild mit der Aufforderung Beachtung schenkte!

Dieses Bild muss ich doch noch publizieren und sei es nur darum, um meinem Ruf gerecht werde. Eine Website für Airline Tickets wird mit einem Bild und entsprechendem Spruch auf vielen Taxis in der Stadt. Erstaunlich, dass sich noch niemand darüber beklagte, so ganz „political correct“ scheint mir dies nicht zu sein.

In diesem Hotel wäre ich auch auf dieser Reise gerne wieder abgestiegen. Leider fand ich keinen so guten Deal wie beim letzten Besuch in der Stadt im Februar 2002! So bleibt es diesmal beim Schild.
