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- Kategorie: Atlantik, USA und Mexico 14 - Teil 3 Mexico
Ich gehe meilenweit für die Sorbeteria Colón
An meinem letzten Tag in Merida wollten Otto und ich nach Puerto Progres fahren, um dort in einem Fischrestaurant am Strand Meeresfrüchte zu essen. Leider begann kurz nach unserer Abfahrt ein starkes Gewitter und wir brachen unser Vorhaben ab.
Mexico kennt eine einfache Methode, das schnelle Fahren in Ortschaften zu unterbinden: Tope heissen diese Dinger. Hier wird er als „Reductor de Velocidad“, Geschwindigkeits-Begrenzer angekündigt. Die gelbe Farbe, welche ihn hervorheben soll, ist leider schon fast verblichen. Zudem liegt dieser Tope, wie soviele andere auch, im Schatten eines grossen Baumes und ist so kaum sichtbar. Das weisse Schild mit den beiden symbolischen Tope steht für einmal nach dem Achsbrecher, immerhin weiss der Fahrer dann nach dem Krachen, wieso sein Auto nun nur noch Schrottwert hat! Es empfiehlt sich in Mexico immer, sehr aufmerksam zu sein. Die unterschiedlichen Tope haben alle dieselbe Auswirkung auf das Fahrzeug.
Nach der Rückkehr in Otto’s Haus warf ich mich in den Pool und alle meine Wäsche landete in der Waschmaschine. Eine sehr angenehme Erfahrung für mich im warmen Wasser!
Bereits am Vortrag besuchten wir Puerto Progreso auf der Durchfahrt, ich kann deshalb hier einige Ansichten der neuen Strandgegend zeigen. Der Malecon wurde in den letzten drei Jahren vollkommen umgebaut und die parkierten Autos aus der Strasse verbannt. Nun ist die Gegend viel gemütlicher und ohne die Parkplätze auch schöner. Die grosse Mexico-Flagge am Ende des Malecon darf natürlich auch hier nicht fehlen.
Der breite Strand zieht viele mexikanischen Familien an, an Wochenenden ist hier immer viel los. Unter der Woche sind natürlich auch immer Leute am Baden, mehr sitzen jedoch in den Restaurants und geniessen Meeresfrüchte. Touristen trifft man hier eher selten, die Gegend ist noch nicht stark entwickelt. Die meisten Luxushotels sind in Cancun oder dann an der Riviera Maya, der Gegend zwischen Cancun und Tulum an der Karibik-Küste.
Am früheren Abend liess der Regen nach und fuhren per Taxi in die Innenstadt, um etwas zu essen. Das Taxi führte und direkt vor das Restaurant, mit Otto’s Auto hätten wir in einem Parkhaus parkieren und dann zu Fuss zum Restaurant gehen müssen. Das ist zwar nicht weit, aber die vielen Pfützen auf den Strassen garantieren für die eine oder andere Dusche!
Ein älterer Herr verkaufte mit seiner Kühlbox auf Rädern verschiedene Glace, Chips sowie Kaugummi und Zigaretten per Stück. Sein Angebot fand guten Absatz. Wir wollten davon jedoch nichts wissen, wir hatten andere Pläne.

Nach dem Essen entschieden wir uns, noch einen letzten Besuch bei der Sorbeteria Colón zu machen. Die Versuchung lag eine gute Meile, ca 1.7 km, entfernt und ich beschloss, mir das Dessert zu verdienen und ging die ganze Distanz. Die süsse Belohnung folgte auf dem Fuss! Unterwegs schoss ich noch ein Bild der Strasse als gerade die Sonne unterging und das Streiflicht die Fassaden im schönen Licht zeichnete. Das zuvor noch knöcheltiefe Wasser war schon abgeflossen und wir konnten den Spaziergang wagen.
Am Samstag muss ich um 5:30 aufstehen, da mein Flug von Merida über Houston in Texas nach Miami schon um 8:14 startet. Für einen internationalen Flug ist in Mexico der Check-In spätestens 90 Minuten vor Abflug obligatorisch.
