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- Kategorie: Atlantik, USA und Mexico 14 - Teil 3 Mexico
Glück gehabt! Andere leider eher weniger
Ich hatte auf beiden Flügen jeweils einen Rollstuhl vorbestellt und genoss so die übliche Vorzugsbehandlung sowohl bei der Sicherheitskontrolle in San Francisco als auch bei der Zollkontrolle in Mexiko. Wie üblich gab es auf beiden Flughäfen lange Warteschlangen und ich konnte mit meinem Service einfach vorbei zischen. Ein kleiner, aber umso mehr geschätzter Vorteil für mich.

Zu meinem Erstaunen wurde ich auf beiden Flügen in dieselbe Reihe platziert, einmal auf 16D und dann auf 16A in einer Boeing 737. In den Reihen 16 und 17 sperrte American Airlines jeweils auf jeder Seite den mittleren Sitz, so dass statt 6 Personen in einer Reihe hier nur 4 Personen sassen. Was mir natürlich sehr passte! Als ich eine Flugbegleiterin auf diese fehlenden Sitze ansprach meinte sie, American mache das so, weil die 4 Plätze, wenn sie belegt würden, eine weitere Person im Service notwendig machten. Sparen am blödesten Ort, die 4 Sitze würden vermutlich die Lohnkosten für eine weitere Person decken. Naja, mir kam diese Sparübung natürlich gelegen, obwohl mir die nicht-angestellte Flugbegleitung natürlich leid tat. Des einen Freud, des anderen Leid :-((

American Airlines hat die meisten Flugzeuge der Flotte neu bemalt, damit haben sie ein viel moderneres Aussehen als noch vor einiger Zeit. Früher waren die Flieger ohne Farbe, einfach Metall. Dafür aber um einige 100 kg leichter. Marketing frisst hier für einmal Treibstoff.

Die seltsame Struktur im rechten Bilddrittel ist ein Restaurant direkt im Flughafen LAX. Schon immer wollte ich mal dort essen, meist war ich aber zu müde oder das Restaurant war gerade im Umbau. Heute hatte ich schlicht keine Zeit zwischen meinen beiden Flügen. Die Ausreden sind endlos, ich weiss.
Die seltsamen Schlieren im Bild stammen übrigens von den relativ schmutzigen Scheiben des Flugzeuges, durch welche ich fotografieren musste. So schmutzig sind meine Linsen in der Regel nicht.

Unter dem Flügel sind einige der Strände von Los Angeles: Von links nach rechts: Manhattan Beach, Hermosa Beach sowie Redondo Beach. Die grossen Tanks hinter dem Flügels sind Treibstofftanks bei El Segundo. Dort gibt es auch eine Vielzahl von Ölförder-Anlagen.

Die Halbinsel direkt vor dem Flügel ist die Palos Verdes Peninsula, eine bevorzugte Wohngegend. Dort könnte ich mir meinen zweiten Wohnsitz auch gut vorstellen. Perfekte Meersicht mit Abendsonne bis zum Abwinken, Stadtnähe aber doch sehr ruhig. Mein Budget würde hier aber wohl gesprengt.

Mein Hotel liegt etwa auf halben Weg zwischen Flughafen und Cabo San Lucas direkt am Meer. Nicht richtig fancy aber für eine Nacht genügend. Ein schöner Strand sowie ein ebensolcher Pool gehört natürlich mit zur Anlage. In der südlichen Baja gibt es kaum ein Hotel ohne diese Attribute.
Nach einem halbwegs erfrischenden Schwumm im warmen Pool machte ich mich ans Nachtessen auf der Terrasse des Hotels. Nun bin ich definitiv in Mexico angelangt: Zuerst eine kleine Portion Guacamole mit einigen Chips, anschliessend 3 verschiedene Ceviche: Fisch, Crevetten und Pulpo. Sensationell! Das passende Bier (Pacifico) passte sehr gut.
Nun freue ich mich auf den morgigen Tag: Um 23:16 hole ich Kurt vom Flughafen in La Paz ab nach zwei Tagen Erhohlung für den Werktätigen reisen wir zusammen durch die südliche Baja. Eine wunderschöne Gegend, die ich von einigen früheren Reisen her gut kenne. Kurt war auch schon öfter hier, wir beide aber noch nie zusammen.
