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- Kategorie: Winterreise 14 / 15 - 3. Etappe Nassau, Bahamas
Erkunden des Westes von New Providence
Wiederum machten wir uns heute nach dem Frühstück auf den Weg, diesmal wollten wir den Westen der Insel erkunden. Schliesslich war noch ein Tauchshop auf dem Programm, da Jay noch eine Reservation für einen Tauchausflug machen wollte.
Von einem Strand aus geht der Blick über eine Bucht und zeigt am gegenüberliegenden Ufer eine Zone mit grossen Hotels, welche vor allem von Amerikanern und Kanadiern frequentiert werden. Für sie liegen die Bahamas recht nahe, vergleichbar mit den Kanaren für die Europäer. Das Klima auf den Inseln ist sehr angenehm, die Temperaturen liegen ziemlich konstant zwischen 25 und 30 Grad mit einer nicht allzu hohen Luftfeuchtigkeit.
Auch für die einheimischen Kinder ist das Meer ein beliebter Spielplatz, die Strände ausserhalb der grossen Hotelzonen sind für Einheimische gut zugänglich und werdenauch rege genutzt. Einige 100 m ausserhalb liegt ein grosses Korallenriff, welches sich durch die weissen Schaumkronen der Wellen verrät. Das Riff bricht die grossen Wellen, so dass die Strände meist nur sehr kleine Wellen haben.
Ausserhalb von Nassau und der grossen Hotelanlagen sieht man viele verfallene Häuser, ebenso viele unfertige Bauten. Einige Investoren haben ihre finanziellen Mittel offensichtlich mit ihren Bauten überschätzt und nach ihrem Konkurs lediglich Ruinen hinterlassen. Dieses Haus war einst - so erzählte mir ein Einheimischer - im Besitz eines Amerikaners, der mit Glücksspiel reich wurde. Als dieses jedoch verboten wurde, versiegten seine Quellen und er reiste aus. Das Haus steht nun seit 15 Jahren leer und verfällt ganz langsam. Glücksspiel ist inzwischen wieder erlaubt, doch interessiert sich niemand für das Haus. Sämtliche Fenster sind eingeschlagen und alle Wertsachen wurden schon vor langer Zeit gestohlen. Schade, denn die Lage ist ausgezeichnet: Ein schöner Privatstrand dazu noch mit einem grossen Pool gehören zum Anwesen. Ideal für ein kleines Luxus-Hotel an privilegierter Lage. Fehlt nur noch ein mutiger Geldgeber.
Die Korallenriffs rund um die Bahamas sind ein Paradies für Taucher, Jay möchte während seines Aufenthaltes einige Tauchgänge machen und dabei insbesondere die Haie sehen, welche in diesen Gewässern häufig, aber ungefährlich sind.
Die Taucheranzüge hängen schon zum Trocknen aus, bereit für den nächsten Einsatz. Jay konnte sich noch nicht entscheiden, ob und wann er tauchen geht. Immerhin kostet ein ganztägiger Ausflug mit zwei Flaschen und dem notwendigen Material knappe 200 US$.

Zusammen mit meinen Reiseparnern auf den Bahamas, Gerri und Jay fuhren wir am Abend nach Nassau in ein lokales Restaurant, wo wir Conch probieren wollten. Conch ist eine Muschelart, welche auf den Bahamas berühmt ist und von vielen geschätzt wird. Offensichtlich von zu vielen, denn im Restaurant waren keine mehr verfügbar. Trotzdem hatten wir einen vergnüglichen Abend und genossen insbesondere die Gespräche.
