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- Kategorie: Bretagne 23
Spaziergang in Concarneau
Der neue Teil von Concarneau ist nicht viel Besonderes. Doch die Altstadt, die sogenannte Ville Close, ist sehr speziell. Auf einer Insel gelegen, misst sie knapp 300x100 m und ist vollständig von einer Mauer umgeben. Es gibt nur wenige Ein- und Auslässe.

Der Glockenturm am Eingang wurde erst 1906 hinzugefügt, die restlichen Mauern stammen die meisten noh aus dem 14. Jhdt. Als wir am Morgen in die Stadt aufbrachen, war die Flut schon vorbei und das Wasser stand schon recht tief. Es sollte aber noch tiefer fallen.

Die Hauptstrasse durch den Ort ist nach dem Architekten der aktuellen Stadt, Vauban, benannt. Der Baumeister von Louis XIV machte die Pläne, nach denen die Stadt ab 1679 erneuert wurde. Heute ist die Ville Close ein Touristenmagnet mit vielen Restaurants und Geschäften. Die Touristen können hier alles Mögliche und Unmögliche kaufen, was sie sich als typisch Bretonisch vorstellen.

Eine weitere Öffnung in die Stadt war die Porte des Vins. Hier wurde der Wein in die Stadt gebracht, ohne den auch hier nicht viel ging.

Die Stadt lässt sich auf der Stadtmauer umrunden. Mit Ausnahme von knapp 10 m geht der Weg rund herum. Immer wieder gibt es interessante Blicke auf die Innenhöfe und auch auf das umgebende Meer und den Hafen. Bei Ebbe sieht alles nicht sehr schön aus, da die Felsen stark von Algen bewachsen sind.

Am östlichen Ende der Stadt gibt es ebenfalls ein Tor. An dieser Stelle muss man von der Stadtmauer herunter steigen und dann etwa 10 m am Boden gehen, bevor es wieder hoch geht. Bei diesem Tor fährt eine Fähre, welche auf das gegenüberliegende Ufer übersetzt.

An einigen Stellen gelingen sogar Aufnahmen ohne die sonst allgegenwärtigen Touristen-Massen. Wie es hier wohl im Sommer aussieht, wenn es noch viel mehr Touristen hat?

Dieser grosse und rostige Anker wird nicht mehr auf einem Schiff eingesetzt. Er dienst lediglich noch als Fotomotiv vor dem Uhrturm. Trotzdem muss er angekettet werden, da er sonst vielleicht gestohlen wird. Dazu bräuchte es allerdings ein grösseres Auto, welches sich kaum unbemerkt hier abstellen liesse.

Als wir am Abend nochmals zum Essen zur Ville Close gingen, war die Flut bereits zurück. Was für ein Unterschied zum Morgen!
