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- Kategorie: Mallorca 22
Mallorca 22 - Zweiter Teil und Abschluss
Nachdem wir in den früheren Tagen die Inselhauptstadt erkundeten, machten wir uns auf den Weg, noch den Westen der Insel zu besuchen. Eine Küstenstrasse führt die ganze Küste entlang bis hin zur Nordspitze der Insel. Ganz so weit wollten wir jedoch nicht fahren. Und von wegen Küstenstrasse: Über weite Strecken liegt die Strasse zwischen 150 und 200 m über dem Meer mit einer grandiosen Aussicht auf die blaue Pracht.

Die Fahrt von Sóller entlang der Küste nach Norden eröffnet immer wieder schöne Aussichten auf die Landschaft sowie das Meer. Im Vordergrund liegt der Port de Sóller, der einige Kilometer von unserem Hotel entfernt ist.

Die Landschaft im Westen der Insel ist eher wild, grosse Schluchten durchschneiden das Gebirge. Wanderer schätzen die Gegend sehr, es gibt entsprechend viele gut eingezeichnete Wanderwege. Für mich jecoh nicht geeignet. Auch Gümmeler nutzen die Küstenstrasse, die M-10 ausgiebig. Gümmeler sind hier einerseits die Velofahren, welche hier trainieren. Daneben gibt es aber auch viele Motorrad-Fahrer, die im Tempo der gesengten Sau um die engen Kurven flitzen. Als Autofahrer muss man immer mit allem rechnen.

Das Monasterio de Lluc war der Wendepunkt bei dieser Fahrt entlang der Küste. Dieses Kloster ist heute immer noch ein Wallfahrtsort für die Marienverehrung. Daneben kann man sich aber auch in ehemaligen Klosterzellen einmieten und einige Tage hier wohnen. Wir zogen Sóller vor.

Einige der ehemaligen Klosterzellen lagen in diesem Seitengebäude.

An einem anderen Tag besuchten wir ein kleines Städtchen im Landesinnern. In Petra wurde 1713 der Junge Junípero Serra geboren, der aus einer armen Familie stammte. Er trat ins Kloster ein und studierte Theologie. Bekannt wäre alleine damit nicht geworden. Zusammen mit einer Gruppe von Franziskanern wurde er nach der neuen Welt gesandt. Dort gründete er viele der Missionen in Kalifornien, angefangen von Loreto in Baja California bis hinauf nach Sonoma im Napa Valley. Er gilt auch als Begründer von San Francisco.

Das Wohnhaus der Familie ist heute im Besitz des Rotary Clubs, welcher hier ein Museum betreibt, wo es viele Informationen zum Wirken von Junípero gibt.

Die Küche sieht nicht sehr komfortabel aus, doch scheint sie ihren Zweck erfüllt zu haben. Ein interessantes Detail im Haus war ein dunkler, fensterloser Raum. Dort war offenbar das Pferd untergebracht. Dieses war einerseits der ganze Wohlstand der Familie und andererseits soll es in der kühleren Jahreszeit das Haus gewärmt haben. Ohne zusätzlichen Strom, dafür sicherlich mir anderen Emissionen!

Mitten im Städtchen Petra steht eine grosse Statue von Junípero, der von seinem Hochstand über die Stadt wacht.

Ein anderer Ausflug brachte uns nach Valdemossa, einem hübschen kleinen Ort im Südwesten der Insel. Ein hübscher Garten mit vielen Blumenbeeten bot Gelegenheit für einen Verdauungspaziergang, nachdem wir ein Glace gegessen hatten.

Noch ein Bild aus einem anderen Städtchen, auch hier am Mittag lediglich einige Touristen unterwegs und alle Einheimischen am Essen oder Mittagsschlaf.

Am letzten Morgen hatten wir vor dem Abflug noch etwas Zeit uns wollten uns doch noch die unschönere Seite der Insel ansehen. Den bekannten Ballermann, wo sich offenbar die German und Engländer von der Sonne bräunen lassen und gleichzeitig viel Alkohol konsumieren. Sehr viel war am Morgen allerdings noch nicht los. Nach einem Cortado in einem Strandcafé machten wir us auf den Weg zum Flughafen.
So endete eine ruhige Reise nach Mallorca. Auch dem insgesamt dritten Besuch hat mir die Insel gut gefallen und das Hotel mit dem feinen Essen sieht uns sicher wieder einmal. Zumal der Flug ab Zürich nur etwas mehr als 90 Minuten dauert.
