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- Kategorie: Down Under 09/10 - New Zealand
Zwei Kiwi Ikonen und viel Glück gehabt
Gleich am frühen Nachmittag besuchten wir die erste der beiden Ikonen: Die Rush Munroe’s Ice Cream Gardens im nahen Hastings. 1926 schon öffnete dieser Glace Garten an derselben Stelle; er wird noch heute regelmässig besucht.

Die Ice Cream findet man mittlerweile auch in Supermärkten und verschiedenen Restaurants, sie ist längst ein Symbol für gute Glace. Da das Original aber so nahe war, wollten wir uns dieses nicht entgehen lassen.

Ein Muss ist das „Hokey Pokey“, ein Vanille Eis mit viel Karamel und grausam süss. Aber schmackhaft!


Ein schöner Garten lädt zum Genuss ein, selbst der schattenspendende Baum schmunzelt über die Geniesser.
Die zweite Ikone besuchten wir anschliessend. Sie liegt oder besser befindet sich etwa 50 km südlich von Hastings inmitten der schönen Landschaft des Ostens der Insel. Ein geschichtsträchtiger Hügel hat einen ganz speziellen Namen:

Hier noch zur besseren Lesbarkeit in Klartext:
Taumatawhakatangihangakoauauotamateaturipukakapikimaungahoronukupokaiwhenuakitanatahu
Insgesamt 85 Buchstaben (plus minus, ich habe nicht nachgezählt) machen ihn zum längsten Ortsnamen weltweit. Ich schrieb dieses Buchstaben-Sammelsurium selbstverständlich nicht ab, sondern suchte und wurde in Google fündig (G... und Copy/Paste sei Dank). Die Einheimischen haben ihn der Einfachheit wegen schon lange zu „Taumata“ gekürzt. In Englisch liest sich dieser Name etwa so: „The summit where Tamatea, the man with the big knees, the climber of mountains, the land-swallower who travelled about, played his nose flute to his loved one“. Wenn eine Kultur solche Namen vergibt, erstaunt ihr Untergang nicht wirklich.
A propos Untergang: Beinahe wäre unser heutiger Ausflug für uns heute blöd ausgegangen. Ich dachte vor der Abzweigung in Richtung dieses Ortes nicht ans Tanken und prompt leuchtete genau am entferntesten Punkt der Fahrt die Reserve-Anzeige auf. Zum Glück gerade in der Nähe einer Tankstelle. Erleichtert fuhr ich vor die Tanksäule und wollte gerade aussteigen, als die Tankwartin mit einem betrübten Ausdruck auf ihrem Gesicht aus ihrem Büro kam und sagte, dass sie leider kein „Petrol“ (Kiwi für Benzin) mehr habe, dass aber der Nachschub „four-ish“ geliefert werden sollte. „Four-ish“ und nach einer guten Stunde Wartezeit traf der ersehnte Tankwagen um 16:20 ein und bereits nach wenigen Minuten waren wir wieder vollgetankt unterwegs. Mit etwas Glück reist es sich doch viel einfacher, auch wenn das Hirn mal nicht eingeschaltet sein sollte!
Ich wartete noch nie so sehnsüchtig auf einen Tanklastwagen!

