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- Kategorie: Down Under 09/10 - New Zealand
Te Mata Peak – zum Glück auf Umwegen
Te Mata Peak ist eine markante Erhebung in der Nähe von Havelock North, etwa 20 km von Napier entfernt. Laut Reiseführer hat man von dort von 400 m.ü.M. eine schöne Rundsicht über die Landschaft bei Hawke's Bay. Wir wollten uns heute vergewissern, ob dem so sei. Nach einem Besuch in Havelock North, einem schmucken kleinen Provinzstädtchen machten wir uns auf den Weg.
Zuerst nahmen wir eine falsche Abzweigung, da wir einen Wegweiser nicht sahen und der Aussichtspunkt im Navi nicht eingetragen war. Fahren und den Weg finden auch ohne Navi sollte man eben können! Nach etwa 3 km lag auf der linken Strassenseite ein modernes Weingut (Craggy Range). Das zugehörige Restaurant sah so vielversprechend aus, dass wir eine Reservation für heute Abend machten.

Mit der Aussicht auf ein gutes Nachtessen fanden wir dann auch die richtige Abzweigung problemlos. Der Reiseführer versprach nicht zu viel, die Rundumsicht war wirklich überwältigend. Auf der einen Seite war das Weingut zu sehen, der Blick in Richtung Meer zeigte die Hawke's Bay mit Napier am linken Bildrand. Der Bergrücken war wirklich "craggy"!

Die Ansicht des Weingutes vom Aussichtspunkt liess schon Gutes vermuten. Das Essen war dann auch wirklich sehr gut und wie eigentlich immer in New Zealand auch sehr günstig, auf jeden Fall, wenn wir mit dem Schweizer Preisniveau vergleichen.

Der Kellner, welcher Brigittes Fisch präparierte, hatte einen unverkennbaren Akzent, der mich an meine Jahre mit meinen Pariser Geschäftskollegen erinnerte. „Franglais“ nannten wir diese lustige Mischung aus den beiden Idiomen, wer die je hörte, vergisst sie nie. Der Kellner war sehr daran interessiert, wieder einmal Französisch sprechen zu können und so genossen wir eine Vorzugsbehandlung. Plötzlich tauchte dann noch ein zweiter Kellner an unserem Tisch auf, der wie sein Kollege aus Avignon stammte und ebenfalls für ein Jahr hier in New Zealand Erfahrungen sammelt. Franzosen trafen wir hier sonst noch keine, es gibt vermutlich keinen Club Med, den bevorzugten, wenn nicht gar einzigen Ferienort der Franzosen im Ausland!
Beim Verlassen des Restaurantes glühte der Himmel oberhalb des Te Mata Peaks mit den letzten Sonnenstrahlen und tauchte die Landschaft in ein kitschiges Rot. Unser unfreiwillige Umweg lohnte sich voll und Ganz.

