- Details
- Kategorie: Down Under 09/10 - Australia - Osten und Süden
Die Katastrophe – ein Jahr danach
Im Gegensatz zu den Menschen und ihren Gebäuden erholt sich die Natur relativ gut von einer solchen Katastrophe. In Marysville, dem am stärksten betroffenen Ort sind die Wiederaufbau-Arbeiten immer noch voll im Gang. Viele Häuser werden von Grund auf neu konstruiert, grosse Teile der Ortschaft liegen aber immer noch in Ruinen.
Der Wald besteht zum grössten Teil aus Eukalyptus gemischt mit einigen Farnbäumen und gelegentlich einer Pinienart. Eichen kommen ebenfalls vor, allerdings sind diese eher selten.

Die Eukalypten erholen sich am besten vom Brand; aus ihren schwarz verkohlten Stämmen treiben grüne Schösslinge hervor und oft bedeckt ein dichtes Blattwerk den ganzen Stamm.

Die Bäume können nach einem Brand sofort kleine Zweige und Blätter direkt aus dem Stamm austreiben, womit die Photosynthese schnell wieder in Gang kommt. Vermutlich werfen sie diese Zweige „nach Gebrauch“ wieder ab, denn die grossen Eukalypten haben nie Zweige am Stamm sondern lediglich eine dichte Krone. Die Rinde wird bei den Eukalypten regelmässig abgestossen, so dass sie in einigen Jahren wieder ihre normale Färbung aufweisen und dann kaum mehr etwas an das Unglück erinnert.

Die riesigen Bäume erreichen gut 40 m Höhe und lassen so die Farnbäume mit ihren gegen 10 m zwergenhaft erscheinen.
