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- Kategorie: Down Under 09/10 - Australia - Osten und Süden
Hans - Dampf im Schnäggeloch
Melbourne liegt am nördlichen Ende einer grossen Bucht, der Port Phillip Bay. Im Südosten wird diese von einer Landzunge abgeschlossen, der Mornington Peninsula. Der südliche Rand dieser Halbinsel besteht aus gut 30 m hohen Klippen, die steil in den Ozean abfallen. Je nach Karte heisst das Meer hier Südatlantik, Bass Strait oder auch Tasman Sea. Auf jeden Fall ist südlich dieser Küste nur noch die Antarktis, diese aber ist mehr als 5'000 km entfernt. Sehr viel Nichts mit stürmischen Meer in den gefürchteten Roaring Forties.

Beim Cape Schanck markiert ein Leuchtturm die für Seefahrer sehr gefährliche und für uns Landratten malerische Küste.

Schroffe Felsen und ein starker Wellengang bilden hier eine unheilvolle Mischung.

Auf der anderen Seite der Halbinsel in der Port Phillip Bay sieht die Welt schon ganz anders aus. Das Wasser hat eine schon fast karibische Färbung, schön blau und ein schöner, weisser Sandstrand. Die Einheimischen bauen sich an der Küste verschiedenfarbige Badehäuschen. Vermutlich finden sie so wie die Bienen in ihren jeweiligen Stock wieder in ihr Zuhause.
Interessant sind die Ortsnamen auf dieser Halbinsel: Der prominente Ort am Ende heisst Sorrento. Erinnerungen an die amalfitanische Küste bei Neapel! Eine weitere Strassen heisst London Bridge, den Wimbledon Court und die Sahara Road gibt es ebenso wie den Westminster Court und die Oxford Road. Der Nirwana Court ist seltsamerweise nur klein, vermutlich aber stark überbevölkert. In Europa heissen viele Strassen nach exotischen Destinationen, bei einer exotischen Destination sind wiederum europäische Strassennamen zu finden. Der Mensch ist eben wirklich wie Hans - Dampf im Schnäggeloch: Was er hat, will er nicht und was er will, hat er nicht!
